21.04.2026
Tommy Brüsewitz und Kai Vorberg im CHIO Aachen Podcast: Von Idealismus, Kunst mit dem Pferd und den nächsten Zielen
Die Titelsammlung der beiden Voltigierer ist lang, genauso die Liste ihrer gemeinsamen Erinnerungen: Tommy Brüsewitz und Kai Vorberg sind nicht nur hocherfolgreich, sie arbeiten auch immer daran, sich und ihren Sport weiterzuentwickeln. Im CHIO Aachen Podcast erzählen sie, warum sie früher unbedingt Cowboy und Pirat werden wollten, welche kindsköpfigen Aktionen schon für Verspätungen gesorgt haben und wie vielschichtig ihre Liebe zu Pferden und zum Voltigieren ist.
Völlig entspannt sitzen sie da, in den kurz zuvor aus dem Winterschlaf geholten Liegestühlen auf dem Areal des Voltigiervereins Köln-Dünnwald. Sie sind „Naturburschen“, locker und zu Scherzen aufgelegt, nehmen sich selbst nicht so ernst. Deshalb gibt es in der neuen Folge des CHIO Aachen Podcasts einiges zu lachen. Tommy Brüsewitz und Bundestrainer Kai Vorberg sprechen aber auch über Rückschläge, die Schwierigkeiten in ihrem Sport und den großen Einsatz für den Erfolg.
„Wir kommen nicht durch die Saison, ohne dass wir Lehrgänge oder Shows machen, weil die Turniere einfach so teuer sind. Dadurch, dass wir keinen Profit mit unserem Sport machen, geht es nicht anders. Ein gewisser Respekt gegenüber Geld ist von Anfang an da gewesen“, gibt Tommy Brüsewitz Einblick in die Realität der Voltigierer. Während es in anderen Disziplinen hohe Geldsummen oder Autos als Gewinne gibt, berichten Brüsewitz und Vorberg von Preisen wie Fahrrädern, Shampoo und Marmelade.
Wobei sie betonen, dass sie keinesfalls verbittert oder neidisch sind. Im Gegenteil: „Die privaten Erinnerungen, die du mit deinen Teamkameraden teilen kannst, sind für mich der größte Schatz“, sagt Brüsewitz, genau wie Vorberg vierfacher Gewinner des Preises der Sparkasse beim CHIO Aachen. Und auch Kai Vorberg betont die bedingungslose gegenseitige Unterstützung unter den Sportlern. „Man wünscht sich gegenseitig immer nur das Beste und hilft sich bei Problemen gerne. Das zeichnet uns als Idealisten aus“, ist er überzeugt.
Auch wenn Voltigieren als Nischensport gilt und keine olympische Disziplin ist, glaubt der Bundestrainer an seinen Sport. „Wir vereinen viele wunderbare Dinge: Wir bringen junge Menschen ans Pferd und können auch inklusiver und sozial breiter aufgestellt mit dem Pferd arbeiten. Das ist ein Pfund, den der Pferdesport insgesamt sich nicht entgehen lassen kann.“
Nicht entgehen lassen wollen sich beide natürlich auch die WM im eigenen Land in diesem Jahr. Für Kai Vorberg, der 2006 mit seiner Mozart-Kür spektakulär Gold in Aachen geholt hat, schließt sich gewissermaßen ein Kreis. „Die wichtigste Aufgabe wird sein, mich von diesen besonderen Erinnerungen nicht zu sehr ablenken zu lassen“, gibt er zu. Bestenfalls ist dann auch sein Schützling Tommy Brüsewitz dabei, der es beim letzten Championat seiner Karriere nochmal wissen will.
Welche Faktoren ihnen auf dem Weg zum nächsten Erfolg helfen und welche Verbindung ein Staudamm und ein Bällebad zu ihren Turnieren haben, verraten sie in der neuen Folge des CHIO Aachen Podcasts. Diese finden Sie hier und überall dort, wo es Podcasts gibt.
Staffel 2 Folge 8 des CHIO Aachen Podcasts mit Tommy Brüsewitz und Kai Vorberg
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