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    Aktuelle Nachrichten

    08.02.2012 - Isabell Werth bei "Pferd & Sinfonie"

    Wenn großer Sport auf große Musik trifft, dann haben die Organisatoren des Weltfests des Pferdesports, CHIO Aachen, zu „Pferd & Sinfonie“ geladen. Zu Live-Klängen des Sinfonieorchesters Aachen gibt es ein außergewöhnliches und spektakuläres Show-Programm. Stimmungsvoll und hochemotional wird „Pferd & Sinfonie“ – in diesem Jahr am 30. Juni um 20.30 Uhr – werden: Mit Isabell Werth wird eine der besten Dressurreiterinnen der Welt eindrucksvoll ihr Können zeigen – außer ihr und ihrem Pferd in der Bahn: Aachens Erster Kapellmeister Péter Halász, der nicht nur das Orchester dirigiert, sondern bei dieser besonderen Programmnummer Isabell live am Flügel begleiten wird. Im Flutlicht des Deutsche Bank Stadions ist Gänsehautatmosphäre garantiert. Gespannt dürfen die Zuschauer auch auf die schwedische Springreiterin Helena Lundbäck sein – sie überzeugte jüngst nicht nur im Sattel, sondern auch bei der schwedischen Ausgabe der TV-Show „Let`s dance“. Die schwedischen Fernsehzuschauer hat sie bereits begeistert, mal sehen, ob das auch bei den pferdeverrückten Aachenern gelingt. Tanzen wird die Schwedin zu einem – na klar – Abba-Medley. „Das Konzert bietet unseren Besuchern mit dieser Mischung aus Show, Top-Sport und der Live-Musik des Sinfonieorchesters immer etwas ganz Besonderes“, sagt Turnierdirektor Frank Kemperman. Noch gibt es unter www.chioaachen.de oder an der Ticket-Hotline (0241-917-1111) Karten für das Konzert, das erfahrungsgemäß immer recht früh ausverkauft ist. Auch in diesem Jahr wird ein Teil des Erlöses wieder zugunsten von Unicef gespendet werden.

    Konzert „Pferd & Sinfonie“ im Deutsche Bank Stadion

    Samstag, 30. Juni 2012, 20.30 Uhr

    Tickets: online oder unter (0241) 917-1111

    30.01.2012 - CHIO-Brücke: Das Logo hängt

    Die meisten Besucher, die nach Aachen kommen, fahren über die Krefelder Straße. Ab sofort werden sie von einem großen CHIO Aachen-Logo begrüßt. Denn am Sonntag wurde nicht nur die Spitze des 67,5 Meter hohen Pylons an der CHIO-Brücke aufgerichtet, sondern auch das Logo des CHIO Aachen montiert. Die Brücke am nordöstlichen Eingangstor zur Stadt ist ein echter Hingucker. Geschwungen und leicht wirkt der schwere Beton, ermöglicht wird dieser Effekt dadurch, dass die s-förmige Brücke an den Seiten eingespannt ist. Der Pylon ist leicht nach hinten geneigt, auch das verstärkt den außergewöhnlichen Eindruck, den dieses architektonische Schmuckstück hinterlässt. Im Frühjahr wird die CHIO-Brücke offiziell eröffnet werden.

    30.01.2012 - Ministerin Ute Schäfer zu Gast

    Am Montag besuchte Ute Schäfer, Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, das Gelände des Weltfests des Pferdesports, CHIO Aachen. Die Ministerin war bereits beim vergangenen Turnier am Finaltag zu Gast in der Aachener Soers. Auch vor dem Hintergrund der Bewerbung Aachens für die EM 2015 nahm sie nun gerne die Einladung von Carl Meulenbergh, Präsident des CHIO-Ausrichters Aachen-Laurensberger Rennverein e.V. (ALRV), an, dem Turniergelände noch einmal in Ruhe einen Besuch abzustatten. Nach ihrem zweistündigen Rundgang zeigte sie sich von der Anlage ebenso beeindruckt wie von ihren Erinnerungen an den letzten CHIO: „Das Sportland NRW kann stolz darauf sein, dieses traditionsreiche und auch international renommierte Sport-Großereignis zu haben. Wir wissen das Engagement des ALRV sehr zu schätzen und werden alles tun, um das Turnier und seine Organisatoren auch in Zukunft zu unterstützen.“

    25.12.2011 - Hans-Heinrich Isenbart gestorben

    Der Aachen-Laurensberger Rennverein e.V. und die Aachener Reitturnier GmbH trauern um Hans-Heinrich Isenbart. Der langjährige Stadionsprecher des Weltfests des Pferdesports, CHIO Aachen, starb im Alter von 88 Jahren in Hamburg. Bekannt wurde die „Stimme der Soers“ auch als Rundfunk- und Fernsehkommentator und Journalist. Den CHIO Aachen begleitet er ein halbes Jahrhundert, von 1954 bis 2004 als Stadionsprecher. Für seine zahlreichen Verdienste um den Sport erhielt das ALRV-Ehrenmitglied zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem das „Silberne Pferd“ des CHIO Aachen, den Goldenen Ring des ALRV sowie den Preis der Stadt Aachen. „Mit Hans-Heinrich Isenbart hat der Pferdesport eine herausragende Persönlichkeit und der CHIO einen Freund verloren“, sagte ALRV-Präsident Carl Meulenbergh.

    07.11.2011 - CHIO von oben

    Deutschland von oben: Zumindest einen zugestandenermaßen sehr kleinen Teil - nämlich das CHIO Aachen-Gelände im äußersten Westen der Republik - hat Fotograf Anselm Cosler aus eher ungewohnter Perspektive abgelichtet: von oben. Einige der Bilder sind nun in der Mediathek zu sehen.

    26.09.2011 - Trauer um Anton Fischer

    Der Aachen-Laurensberger Rennverein e.V. (ALRV) und die Aachener Reitturnier GmbH (ART) trauern um ALRV-Ehrenmitglied Anton Fischer. Er starb am Sonntag, wenige Tage vor seinem 87. Geburtstag.

    Anton Fischer war 44 Jahre Mitglied des ALRV, 1999 wurde er zum Ehrenmitglied ernannt. Er hat den Verein und das Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen, in unterschiedlichen Positionen über Jahrzehnte bestimmt. Von 1975 bis 1982 war er ehrenamtlicher Geschäftsführer des ALRV. 23 Jahre lang (1975 bis 1998) engagierte er sich als Turnierleiter des CHIO Aachen, 16 Jahre (1982 bis 1998) gehörte er dabei dem ALRV-Präsidium als Sportreferent an. 1998 wurde Anton Fischer mit dem „Goldenen Ring“ des ALRV ausgezeichnet.

    Von 1974 bis 2000 war Anton Fischer Vorsitzender des Dressurausschusses des Deutschen Olympiade Komitees für Reiterei. In seiner Zeit als Equipe-Chef (1974 bis 2001) gewannen die deutschen Dressurreiter 27 Goldmedaillen. Für seine vielen Verdienste um den CHIO Aachen und den Pferdesport wurde Anton Fischer unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

     

    „Anton Fischer hat den CHIO Aachen und den Verein geprägt“, so Carl Meulenbergh, Präsident des Aachen-Laurensberger Rennvereins. „Er hat mit Weitsicht und Kreativität das Turnier entwickelt, über viele Jahre hat der ALRV von seiner großen Erfahrung profitiert. Wir haben ihm sehr viel zu verdanken.“

     

    Anton Fischer wurde am 27. September 1924 in Oberursel/Taunus geboren. Nach dem Abitur wurde er zum Kriegsdienst eingezogen und geriet in Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Rückkehr nahm er ein Studium der Betriebswirtschaft in Frankfurt auf. 1957 zog er nach Würselen bei Aachen, im selben Jahr übernahm er die Turnierleitung beim Reiterverein Würselen. 1967 arbeitete er erstmalig ehrenamtlich für das Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen, dessen Technischer Leiter Dressur er ein Jahr später wurde. Seine Tätigkeiten als Geschäftsführer und Turnierleiter fielen in wirtschaftlich schwierige Zeiten für das Turnier. Mit Weitsicht und Kompetenz gelang Anton Fischer die stetige Weiterentwicklung zum weltweit renommiertesten Pferdesportereignis. In seiner ALRV-Amtszeit zeichnete er unter anderem für die Ausrichtung von zwei Weltmeisterschaften und zwei Europameisterschaften mitverantwortlich. Auch wichtige Baumaßnahmen wie der Neu- und Ausbau von Tribünen sowie der Bau der Albert-Vahle-Halle fielen in diese Zeit.

    20.09.2011 - Neues CHIO-Magazin erschienen

    Mannschafts-Europameisterin Janne Meyer auf dem Rollfeld des Hamburger Airports, Voltigier-Welt- und Europameister Patric Looser bei der Aachener Berufsfeuerwehr und Springreiter Andreas Kreuzer, Überraschungs-Dritter beim Rolex Grand Prix 2011, auf dem Rasen des Dortmunder Fußballstadions. Für die aktuelle Ausgabe des CHIO Aachen-Magazins haben einige der besten Pferdesportler der Welt verraten welchen Berufswunsch sie als Kinder hatten – und Fotograf Michael Strauch hat diese optisch umgesetzt.

    Seit 50 Jahren kommt Maler Hans Wittl zum CHIO Aachen, für das aktuelle Magazin hat der 75-Jährige nicht nur zahlreiche Motive erstellt, sondern auch das Titelblatt gemalt. Mit der Dressur im Fokus beschäftigt sich Monica Theodorescu. Die erfolgreiche internationale Spitzenreiterin hat sich als Gastautorin mit ihrem Sport anlässlich des CHIO Aachen 2011 befasst. Ein Portrait über den britischen Vielseitigkeits-Gentleman William Fox-Pitt, ein Rückblick auf den CHIO Aachen 2011 und ein Blick in die Historie des Turniers runden die aktuelle Ausgabe  ab. Das CHIO Aachen-Magazin erscheint zweimal jährlich und kostet 6,50 Euro. Alle Informationen zum Abonnement (11,50 Euro/Jahr zzgl. Versandkosten) gibt es online oder per E-Mail bei der Aachener Reitturnier GmbH: conny.muetze@chioaachen.de.

    08.09.2011 - CHIO-Panoramatour

    Ein Spaziergang über das berühmteste Turniergelände der Welt:
    360°-Panoramafotos lassen die Soers lebendig werden

    Am besten ist man natürlich live dabei, wenn beim CHIO Aachen die besten Pferde und Reiter der Welt in Parcours und Viereck zu erleben sind. Wer schon zu Gast auf dem traditionsreichen Turniergelände war, der kann seine Erinnerungen nun äußerst anschaulich auffrischen. 360°-Panoramafotografien auf www.chioaachen.de erlauben virtuelle Einblicke in den Stall oder den Richterturm. Aber auch Rundum-Ansichten von der Geländestrecke, dem CHIO-Village oder den Stadien gibt es online. Doch auch wenn die 360°-Aufnahmen einen Eindruck vom Gelände geben - die ganz besondere Aachener Atmosphäre kann digital einfach nicht wiedergegeben werden. Sie gibt es nur live: Tickets sind erhältlich an der Hotline 0241 - 917-11 11 oder online.

    Hier gelangen Sie zur CHIO-Panoramatour

    17.07.2011 - Rolex GP: Janne Meyer siegt

    „ROLEX Grand Prix“: Großer Preis von Aachen geht an die Deutsche Janne-Friederike Meyer

    Ein Stechen war nicht erforderlich: Die einzige Nullrunde nach beiden Umläufen beim „ROLEX Grand Prix“, dem Großen Preis von Aachen, erzielte Janne-Friederike Meyer (Schenefeld) auf Cellagon Lambrasco. „Ich kann es gar nicht glauben, ich muss diesen Schock erstmal verdauen. Ich hätte mir nie erlaubt, davon zu träumen, hier mal zu gewinnen. Das ist wirklich der schönste Tag in meinem Leben. Wir haben uns jedes Jahr weiter entwickelt, ich habe hart dafür gearbeitet, und ich bin wahnsinnig stolz. Letztes Jahr hatten wir noch zwei Fehler, und dass es heute hier möglich war, zu gewinnen, ist wirklich unglaublich“, sagte die 30-Jährige nach ihrer Runde. „Es gab schon ein paar Klippen im Parcours aber auf den letzten Sprung hin wusste ich, jetzt klappt es.“ Das Publikum fieberte während ihres Rittes voll mit und feierte seine deutsche Siegerin frenetisch. „Ich freue mich, dass wir hier so einen Tag erleben dürfen.“

    18 Reiter und Pferde starteten im zweiten Umlauf, doch lange sah es so aus, als würde es ein „Vierer-Stechen“ geben, also ein Stechen für alle Reiter, die einen Fehlerpunkt verbucht hatten. Das waren sieben Reiter, bis Janne-Friederike Meyer einritt und nach dem fehlerfreien Überwinden des letzten Oxers überwältigt die Hände in den Himmel reckte.

    Die einzige Chance auf ein Stechen lag nach Meyers Ritt bei der für Portugal startenden Luciana Diniz, die mit ihrem belgischen Wallach Winningmood am letzten Sprung einen Abwurf verbuchen musste und auf dem vierten Platz landete. Damit geht der Sieg an Janne-Friederike Meyer, die bei der Weltmeisterschaft in Kentucky 2010 zur siegreichen deutschen Equipe gehörte.

    Zweiter wurde der Franzose Kevin Staut auf der KWPN-Stute Silvana de Hus. Das Paar ritt mit vier Fehlerpunkten in 70.28 Sekunden über die Ziellinie.

    Erst 20 Jahre alt und bei seinem ersten Start in Aachen direkt qualifiziert zum „Rolex-Grand Prix“: Andreas Kreuzer (Marienheide) hatte mit dem Mecklenburger Hengst Chacco-Blue eine fehlerfreie Runde im ersten Umlauf hingelegt und patzte im zweiten Umlauf ausgerechnet am ersten Sprung. „Hier in Aachen zu reiten, ist gewaltig“,  so Kreuzer, der 2010 Team-Europameister der Jungen Reiter wurde.

    17.07.2011 - airberlin Fan Award

    Die beliebtesten Sportler beim CHIO Aachen

    Spannende Turniertage liegen hinter uns, in fünf Disziplinen gab es auch beim diesjährigen CHIO Aachen Spitzensport zu sehen. 381 Reiter, Fahrer und Voltigierer waren beim diesjährigen CHIO Aachen dabei. Fünf von ihnen sind nicht nur sportlich ganz oben dabei, sondern sind auch bei den Zuschauern beliebt. Hier war das Publikum gefragt, denn dieses konnte die ganze Turnierwoche beim airberlin Fan Award abstimmen, welchen Sportler sie am sympathischsten findet. In den fünf Disziplinen haben die Zuschauer nun folgende Sportler zu ihren Publikumslieblingen gewählt:

    Springen: Meredith Michaels-Beerbaum

    Dressur: Matthias Alexander Rath

    Vielseitigkeit: Ingrid Klimke

    Voltigieren: Patric Looser

    Fahren: Christoph Sandmann

    Die fünf Sportler wurden heute im Hauptstadion ausgezeichnet.

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    17.07.2011 - Fantastischer Überblick

    Spektakulär und rasant sind die Vielseitigkeitsreiter im Gelände unterwegs, hier ist man nun noch ein bisschen näher dabei – dank des australischen Top-Reiters Paul Tapner, der für uns mit einer Helmkamera ausgestattet auf die 4 Kilometer lange Geländestrecke ging. Im Sattel von Kilfinnie liefert Tapner faszinierende Bilder, die einen kleinen Eindruck davon geben, wie die Reiter die Strecke und den Sport erleben.

    17.07.2011 - Bye-bye Shutterfly!

    Meredith Michaels-Beerbaum verabschiedet heute beim CHIO Aachen ihr Erfolgspferd aus dem großen Sport.

    Diese Paarung ist einzigartig im internationalen Pferdesport: Über viele Jahre haben Meredith Michaels-Beerbaum und Shutterfly ihren Sport geprägt. Heute wird die zierliche Amazone ihren 18-jährigen Hannoveraner beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen, aus dem großen Sport verabschieden.

    „Der Erfolg im Warsteiner-Preis am Mittwoch war einfach sensationell, ich war überwältigt“, so Michaels-Beerbaum. Gemeinsam mit Ehemann Markus hat sie lange überlegt und heute vormittag entschieden, mit ihrem „Petey“ nicht mehr im abschließenden Rolex Grand Prix anzutreten. „Das ist mein Dankeschön an Shutterfly. Er ist das beste Pferd der Welt und er hat es einfach verdient, vor dem besten Publikum der Welt verabschiedet zu werden“, begründet Meredith Michaels-Beerbaum ihren Entschluss. Die 40.000 Zuschauer in der traditionsreichen Arena werden einen großen emotionalen Moment erleben, „eine bessere Bühne als diese hier in Aachen gibt es auf der ganzen Welt nicht“, so Michaels-Beerbaum. Die Verabschiedung wird unmittelbar vor dem Stechen des Rolex Grand Prix (ARD live) sein.

    7-jährig kam Shutterfly – damals noch unter dem Namen „Struwelpeter“ – in den Stall von Markus Beerbaum und Meredith Michaels-Beerbaum. Weil die amerikanische Besitzerin Nancy Clark den komplizierten deutschen Namen nicht aussprechen konnte, taufte sie ihn kurzerhand in „Shutterfly“ um. 2011 startete Shutterfly bereits zum zehnten Mal in der Aachener Soers beim CHIO, und auch bei der WM 2006 war er dabei – und holte Bronze. 2005 konnte die Paarung den Großen Preis von Aachen, den heutigen Rolex Grand Prix, gewinnen. Vier Mal gehörten sie der siegreichen deutschen Nationenpreis-Equipe von Aachen an, in diesem Jahr bescherten sie dem Aachener Publikum mit ihrem Sieg im Warsteiner-Preis einen außergewöhnlichen Moment.

    17.07.2011 - Deutsche Bank Preis: Totilas siegt

    Totilas erzielt dritten Sieg: Matthias Alexander Rath siegt im „Deutsche Bank Preis“, Grand Prix Kür, vor dem Amerikaner Steffen Peters

    „Ich freue mich riesig, hier vor ausverkauftem Haus dreimal gewinnen zu können“, begeisterte sich Matthias Alexander Rath nach seinem Ritt auf Totilas im „Deutsche Bank Preis“, dem Großen Dressurpreis von Aachen. „Nun fahren wir mit einem guten Gefühl nach Hause und trainieren drei bis vier Wochen in Ruhe und aller Konzentration.“ Totilas und Matthias Alexander Rath erzielten 82,825 Prozent und setzen sich damit knapp an die Spitze. Ein Fehler in den Zweierfehler kostete Punkte in der eigens für Totilas konzipierten Kür, die der DJ und Produzent Paul van Dyk instrumentalisiert hat.

    Das Publikum feierte auch den Amerikaner Steffen Peters. Der 2009er Sieger im Deutsche Bank Preis erhielt für seine Vorstellung auf dem 13-jährigen KWPN-Wallach Ravel 82,00 Prozent. „Das ist schon ein Traum, so dicht an Totilas ranzukommen. Für mich war es eine Riesensache hier, das Publikum ging so mit und stand hinter Ravel, das war ein fantastisches Erlebnis und ein krönender Abschluss einer tollen Zeit in Aachen. Ravel ging hier eine super Kür, hat sich nur einmal etwas vor den Kameras erschrocken, aber sonst hat alles toll geklappt“, berichtete Peters, der im kalifornischen San Diego einen Dressurstall führt.

    Mit ihrem Weltcup-Sieger Jerich Parzival gelangte die Niederländerin Adelinde Cornelissen mit 81,775 Prozent auf den dritten Platz. Das Paar musste Fehler verbuchen, zweimal galoppierte der Fuchs in der Traversale an, hatte seine Kür mit Schwierigkeiten gespickt wie einer Piaff-Pirouette mit Richtunsgwechsel.

    Viel vorgenommen hatte sich die Britin Laura Bechtolsheimer. „Ich habe mir enorm viel Druck gemacht, denn ich wollte hier gewinnen“, gab die Silbermedaillen-Gewinnerin der Weltmeisterschaft 2010 zu. „Aber irgendwann musste es mal passieren, dass es nicht so perfekt läuft wie vorgenommen. Das ist schade, aber jetzt bin ich ganz froh, dass es hier passiert ist und ich mich von nun an wieder auf mich konzentrieren kann. Ich habe mir einfach zu viel Druck gemacht“, so Bechtolsheimer, die einige Fehler wie ein zweifaches Angaloppieren in der Trab-Verstärkung und Fehlern in der Einleitung zu den Einerwechseln verbuchen musste.

    Hinter ihr platzierte sich Christoph Koschel (Hagen a.T.W.) mit Donnperignon, der für eine weitgehend fehlerfreie Vorstellung 79,7 Prozent erhielt.

    Enttäuscht war Isabell Werth über die Bewertung ihres Rittes auf dem zehnjährigen Ehrentusch-Sohn El Santo NRW. Eine schwierige Kür zu brandneuer Musik von David Bowie mit einem Fehler durch einen guckenden „Ernie“ vor der Pirouette wurde mit 78,725 Prozent bewertet – das bedeutete Platz 6.

    17.07.2011 - Rainer Duen gewinnt

    Niederländische Gespannfahrer gewinnen „Fendt Nationenpreis“ vor Deutschland und der Schweiz -  Rainer Duen siegt im „Preis der Coca-Cola-Erfrischungsgetränke AG“

    Nach der Marathonfahrt hatten die deutschen Gespannfahrer noch mit einem Punkt Vorsprung vor den Niederlanden und Ungarn in der Wertung des „Fendt Nationenpreises“ in Front gelegen. Doch nach dem abschließenden Hindernisfahren mit Stechen um den „Preis der Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG“ triumphierten das favorisierte Oranje-Team: Die Niederländer gewannen mit 284,65 Punkten in der Besetzung Ijsbrand Chardon, Koos de Ronde und Theo Timmermann. Mit 287,12 Zählern folgte das deutsche Team mit Michael Brauchle, Christoph Sandmann und Georg von Stein auf dem zweiten Platz mit deutlichem Abstand vor der Schweiz, die in der Besetzung Felix Affrini, Ulrich Werner und Daniel Würgler mit 298,97 Punkten den dritten Platz belegten.

    Ijsbrand Chardon, der bereits elf Mal die CHIO-Gesamtwertung um den „Preis der Familie Richard Talbot“ gewonnen hat – in diesem Jahr siegte hier zum dritten Mal in Folge Weltmeister Boyd Exell (Australien) - war in der Nationenpreis-Wertung das Zünglein an der Waage. Der Vize-Weltgeister steuerte sein Gespann fehlerlos durch die Hindernisse, de Ronde und Timmermann unterliefen je ein Fehler. Im deutschen Team war Sandmann (0,94) der beste Fahrer, von Stein fügte der Endabrechnung 5,55 Punkte hinzu. Und der 21-jährige Michael Brauchle, der am Samstag den „Wohnwelt Pallen Marathon“ vor Weltmeister Exell und Vize-Weltmeister Chardon gewonnen hatte, war mit 6,91 Punkten das Streichergebnis. Übrigens: Bereits 2008 hatte Brauchle als damals erst 18-Jähriger im Gelände über die versammelte Weltelite triumphiert.

    Den „Preis der Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG“ gewann Rainer Duen (Friesoythe) mit einer Zeit von 115,09 Sekunden im Stechen vor dem US-Amerikaner Chester Weber (122,68) und dem Schweizer Ulrich Werner (106,17).

    17.07.2011 - Yageo-Preis: Amerikanischer Sieg

    McLain Ward siegt auf Rothchild

    Null Fehler, 55 Sekunden: Das bedeutete den Sieg für den US-Amerikaner McLain Ward und seinen zehnjährigen Artos-Sohn Rothchild im „YAGEO-Preis“, einer Springprüfung, die nach Fehler und Zeit gewertet wurde.

    McLain Ward, der in New York lebt und 35 Jahre alt ist, gehörte zum siegreichen US-Team bei den Olympischen Spielen 2008. Bei den Weltmeisterschaften in Kentucky 2010 wurde er Siebter.

    Auch der zweite Platz geht in die USA: Margie Engle kam mit dem elfjährigen Indoctro-Uptown-Sohn Indigo in 55,85 Sekunden fehlerfrei durch den Parcours. Dritter wurde der Brasilianer Alvaro Miranda auf Ad Wilbert Z in 56.01 Sekunden. Bester deutscher Starter war Ludger Beerbaum (Riesenbeck) auf Couleur Rubin. Das Paar ritt in 58,78 Sekunden auf den siebten Platz.

    17.07.2011 - Deutsche Equipe für EM nominiert

    Dressurausschuss nominiert die deutsche Equipe für die EM in Rotterdam: Helen Langehanenberg und Damon Hill schaffen den Sprung ins Team

    Es ist eine Überraschung und doch auch wieder nicht: Schon bei den Deutschen Meisterschaften in Balve hatte Helen Langehanenberg als jeweils Fünfte im Grand Prix, im Spécial und in der Kür ihre Anwartschaft auf ein EM-Ticket mit dem elfjährigen Donnerhall-Sohn Damon Hill bereits unterstrichen. Und in Aachen gewann die 29-Jährige aus dem westfälischen Havixbeck sowohl den Grand Prix als auch den Spécial der sogenannten CDI-Tour. Und wurde für die guten Leistungen mit der Nominierung für die deutsche EM-Equipe belohnt.

    In Rotterdam sollen Isabell Werth (Kronberg) auf El Santo, Matthias Alexander Rath (Kronberg) auf Totilas, Christoph Koschel (Hagen) auf Donnperignon starten. Sollte El Santo ausfallen, so würde Isabell Werth Warum nicht satteln.

    Langehanenberg hatte auch vom Ausfall von Anabel Balkenhol (Rosendahl), die in Aachen neben Werth, Rath und Koschel zur Equipe gehörte, profitiert. Balkenhols Pferd Dablino hatte sich kurz vor dem Einreiten in den Grand Prix vertreten. Die erste Ultraschall-Untersuchung zeigte nur einen leichten Bluterguss, weitere Untersuchungen sollen nach dem Abschwellen folgen.

    Anabel Balkenhol und Dablino wurden als erste Reserve nominiert – vorausgesetzt, dass der Wallach wieder komplett fit ist. Zweite Reserve ist Nadine Capellmann (Aachen) mit Elvis, dritte Reserve Hubertus Schmidt (Borchen-Etteln) mit Valentino und vierte Reserve Monica Theodorescu (Füchtorf) mit Whisper.

    16.07.2011 - Ehning zum 2.Mal Papa geworden

    Sein Sohn ist in der Nacht geboren

    Das Baby-Timing scheint ganz auf den CHIO Aachen, Weltfest des Pferdesports, ausgerichtet zu sein. In der Nacht zum Samstag wurden Nadia und Marcus Ehning stolze Eltern ihres zweiten Kindes. Der kleine Junge ist wohlauf und soll Davy heißen, wie Marcus Ehning Bundestrainer Otto Becker am Telefon mitteilte. Seine Schwester Yula Ekatherina wird am morgigen Sonntag zwei Jahre alt. „Wir gucken immer, wann das CHIO ist“, hatte Nadia Ehning, unter dem Namen Zülow Voltigier-Weltmeisterin, schon während der Voltigiertage in Aachen vor der Geburt ihres zweiten CHIO-Kindes gescherzt.

    Die bevorstehende Geburt war der Grund, dass Marcus Ehning auf eigenen Wunsch nicht für das deutsche Nationenpreis-Team nominiert wurde.

    16.07.2011 - Jung gewinnt den DHL-Preis

    Michael Jung gewinnt den DHL-Preis in der Vielseitigkeit. Großbritannien siegt vor Neuseeland und Schweden, Deutschland wird Fünfter

    Als Favorit ging Einzel-Weltmeister Michael Jung auf die Strecke, und als strahlender Sieger beendete er sie. Nach Dressur und Springen lag er mit dem elfjährigen Stan the Man xx-Heraldik xx-Sohn in Führung und gab diese Position nach einem fehlerfreien Gelände in der Zeit von 7:06 Minuten nicht mehr ab. Insgesamt verbuchte er 34,70 Minuspunke. „Sam hat seine Qualität hier vom Allerfeinsten in allen drei Disziplinen bewiesen, es ist fast schon unheimlich, wie er das macht. Das Gefühl, wie er springt, wie er galoppiert, ist einfach toll. Sicher bin ich nun Favorit für die Europameisterschaft in Luhmühlen, aber es geht immer wieder neu von vorne los, und die Karten werden immer wieder neu gemischt.“

    Auf den zweiten Platz gelangte der Italiener Stefano Brecciaroli mit Apollo van de Wendi Kurt Hoeve. Das Paar beendete den Cross mit 41,40 Minuspunkten. „Aachen ist ein fantastisches Turnier, und mein Pferd hat hier einen überragenden Job gemacht. Es ist für mich toll, als Zweiter hinter dem Weltmeister platziert zu sein“, freute sich der Italiener.

    Dritter wurde der Brite William Fox-Pitt, der erstmals nach Aachen gekommen war. Ich bin super glücklich, hier zu reiten – es war mein erstes Mal hier in Aachen. Die Zeit war sehr knapp, aber mein Pferd Neuf des Coeurs war fantastisch, und ich hatte super viel Spaß hier in dieser tollen Atmosphäre, die uns sehr beflügelt hat.“

    In der Teamwertung siegte Großbritannien, Deutschland rutschte auf Platz fünf ab.

    Zweitbester Deutscher war Andreas Diboswki, der mit seiner Stute Fantasia auf den fünften Platz kam. „Die Strecke hat sehr viel Spaß gemacht, Fantasia ist sehr routiniert, und so brauchte ich keine Angst zu haben vor den sehr technischen Aufgaben. Doch ich war schon etwas im Zwiespalt, nachdem zwei Teamreiter Fehler hatten, war die Devise „Sicher nach Hause“, aber natürlich habe ich auch auf die Zeit geschaut“ so Dibowski, der für Deutschland dreimal bei Olympischen Spielen startete, wo er 2008 mit dem Team Gold holte. „Wir hoffen, dass unser Abschneiden hier ein gutes Omen für die Europameisterschaft im eigenen Land ist. Auf den Europameisterschaften der vergangenen Jahre haben wir leider bisher kläglich versagt, das wollen wir unbedingt ändern.“

    FRH Butts Avedon, mit dem er als Einzelreiter gesetzt war, zog er vor dem Gelände zurück, da das Paar nach Dressur und Springen nur auf Platz 32 lag. Auch Marina Köhncke musste ihren Start mit Calma Schelly absagen. Sie war durch eine Migräne-Attacke gehandicapt. Simone Deitermann musste im Parcours einen Sturz verbuchen und schied somit aus.

    Neben Dibowski standen Andras Ostholt mit Franco Jeas, Kai Rüder mit Leprince des Bois und Michael Jung mit Leopin im Team. „Ich bin begeistert von unserem Ritt. Ich weiß, dass Leopin ein sehr schnelles Pferd ist und man in Aachen keine Zeit verlieren darf. Das ist uns gut gelungen. Wir haben hier wirklich optimale Bedingungen vom Boden, Wetter und vom Publikum her. Die Zuschauer feuern uns an, und wenn man zum Schluss ins Stadion einreitet, ist das noch mal ein richtig tolles Gefühl“, berichtete Michael Jung, der mit Leopin auf den zehnten Platz kam (47,80).

    Einen guten Anfang hatte der von der Ostsee-Insel Fehmarn kommende deutsche Teamreiter Kai Rüder (40). „Dann hatten wir im Normandie-Komplex ein kleines Missgeschick. Wir sind zu weit nach unten gesprungen, haben den Weg so schnell nicht mehr gefunden und hatten einen Vorbeiläufer“, berichtet Rüder. „Während 2010 die meisten Fehler am Rolex-Komplex passierten, waren die Klippen in diesem Jahr über die ganze Strecke verteilt“, so der Olympiareiter von 2000, der mit 86,30 Minuspunkten auf den 30. Platz kam.

    Pech hatte auch Andreas Ostholt mit seinem Franco Jeas – Platz 28 mit 89,60. „Jetzt bin ich etwas enttäuscht und bin ganz schnell auf dem Boden der Tatsachen zurück gekommen. So ist es halt“, berichtet Ostholt, der Mitte Juni Deutscher Meister geworden war. Die deutsche Einzelreiterin Julia Mestern ritt mit Schorsch auf den 14. Platz.

    Vorjahressieger Andrew Nicholson/Neuseeland: „Ich habe ein ganz schnelles Pferd und war am Anfang fast zu schnell, aber wenn man einmal seinen Rhythmus hat, soll man dabei bleiben. Ein großes Lob geht an den Kursdesigner, denn die Strecke war super zu reiten.“

    Ingrid Klimke (Münster): „Knapp daneben ist auch vorbei aber ich bin dennoch glücklich, dass ich dabei war.“ Die Einzelreiterin, die für den verletzten Dirk Schrade nachgerückt war, ging als Fünfte in den Cross, fiel aber durch Zeitfehler auf Rang 27 zurück.

    16.07.2011 - Rath siegt im Meggle-Preis

    Totilas und Matthias Alexander Rath siegen im Meggle-Preis, Grand Prix Spécial CDIO

    Würde er erneut siegen? Die Spannung der Zuschauer war auf den Ritt von Matthias Alexander Rath und Totilas gerichtet – könnte er von seinen Hauptkonkurrenten Laura Bechtolsheimer/Großbritannien und Adelinde Cornelissen geschlagen werden? Bevor Totilas das Viereck betrat, waren 79,71 Prozent von der Niederländerin Cornelissen zu schlagen.

    Das beste deutsche Ergebnis hatte Isabell Werth mit dem zehnjährigen El Santo NRW und 78,271 Prozent erzielt. Doch Matthias Alexander Raths Nerven hielten stand, und Totilas überzeugte mit einem nahezu fehlerfreien Ritt und wurde mit 83,083 Prozent Sieger: Das war der Sieg für Totilas und das Team um Matthias Alexander Rath strahlte. „Es macht wahnsinnig Spaß, die Begeisterung der Zuschauer zu spüren und ich bin sehr froh über unseren Erfolg“, freute sich Matthias Rath.

    Deutschland vor den Niederlanden – der ewige „Zweikampf“ zwischen den Nachbarländern geht weiter. Mit ihrem 14-jährigen Jazz-Sohn Jerich Parzival, der das Dressur-Weltcup-Finale 2011 in Leipzig gewonnen hat, setzte Cornelissen auf Angriff. Mit 79,771 Prozent wurde sie Zweite vor Isabell Werth, die sich über die Aachener Erfolge ihres zehnjährigen „Ernie“ sehr freute.

    Laura Bechtolsheimer musste Fehler verbuchen und landete mit 77,29 Prozent auf dem vierten Platz.

    16.07.2011 - Sparkassen-Youngsters-Cup

    Amerikanischer Sieg im Finale des Sparkassen-Youngster-Cups nach zwei Umläufen durch Laura Kraut

    Sie steuerte ihren achtjährigen KWPN-Wallach Woodstock O in der schnellsten Zeit fehlerfrei durch den Parcours: 43,84 Sekunden – das war von keinem der zehn Reiter, die sich für den zweiten Umlauf qualifiziert hatten, einzuholen. Damit ging die US-Amerikanerin Laura Kraut als Siegerin im Finale des Sparkassen-Youngsters-Cup hervor.

    Die Plätze zwei und drei blieben im Gastgeber-Land: Philipp Weishaupt (Riesenbeck), Bereiter im Stall von Ludger Beerbaum, wurde mit der siebenjährigen Holsteiner Stute Urmel Zweiter in 44,05 Sekunden. Damit setzte er sich vor Lars Nieberg (Homberg/Ohm), der mit der achtjährigen Hannoveraner Stute Coco Mademoiselle von Cento-Landadel in 44,46 Sekunden auf den dritten Platz kam.

    Die 45-jährige US-Amerikanerin Laura Kraut ist bei zahlreichen wichtigen Championaten für ihr Heimatland als Teamreiterin an den Start gegangen – sie ritt in den Mannschaften der Olympischen Spiele von Sydney und Hongkong. 2008 wurde sie mit dem Team Olympiasiegerin.

    Gar nicht erst in den zweiten Umlauf gelangte Petit Prince, der zuvor mit Hans-Dieter Dreher (Eimeldingen) beide Qualifikationsprüfungen gewonnen hatte. Das Paar musste im ersten Umlauf einen Fehler verbuchen.

    16.07.2011 - Preis der AachenMünchener

    Ludger Beerbaum siegt im „Preis der AachenMünchener“

    Nun war er endlich dran: Ludger Beerbaum (Riesenbeck) heimste in diesem Jahr seinen ersten Sieg beim CHIO Aachen 2011, dem Weltfest des Pferdesports, ein. Auf dem KWPN-Hengst Chaman siegte er im „Preis der AachenMünchener“, einer Springprüfung mit Stechen. In 42,19 Sekunden beendete er den Stechparcours als Schnellster und blieb fehlerfrei. „Das Stechen war vom Feinsten, das gelingt auch mir nicht alle Tage“, berichtete Beerbaum, der den Sohn von Baloubet du Rouet nun seit rund einem Jahr reitet. „Ich habe dieses Pferd von Luciana Diniz übernommen, er hatte damals Probleme mit dem Wasser. Er hatte nicht das größte Herz, war etwas schüchtern. Wir haben zu einer Superform zusammen gefunden, und es macht unheimlich Spaß, ihn zu reiten, weil er sehr ehrgeizig geworden ist.“ Platz zwei belegte der Schwede Rolf-Göran Bengtsson auf dem Holsteiner Hengst Casall La Silla in 42,73 Sekunden vor der Amerikanerin Laura Kraut mit der KWPN-Stute Teirra (42,80 Sekunden).

    Der Totilas-Hype habe dem Springsport keine Popularität gekostet. „Ich bekomme von all dem nicht viel mit, mein Job ist hier im Parcours, und Totilas habe ich in Aachen noch gar nicht gesehen. Für den gesamten Sport ist Totilas natürlich sehr gut, hoffen wir, dass sich die Leute an solche Preise gewöhnen“, sagte Beerbaum mit einem Augenzwinkern. Für ihn sei aber klar: „Für zehn Millionen Euro würde ich Chaman nicht hergeben.“ Für die Europameisterschaft plant er jedoch nicht mit dem zwölfjährigen Hengst, sondern mit der Goldfever-Tochter Gotha. „Ein Pferd, das Probleme mit dem Wasser hatte, ist keine sichere Bank für eine Mannschaftswertung. Wenn er mit mir Fehler macht, geht das auf meine Kappe, aber ich möchte nicht ein Team gefährden.“ Auch für den morgigen Rolex Grand Prix, der Große Preis von Aachen, setzt er auf die Fuchsstute.

    „Wir haben heute bisher fantastischen Sport gesehen. 119.000 Zuschauer besuchten die Soers am Samstag, das ausverkaufte Abendprogramm der Dressur mit eingerechnet“, berichtete Turnierleiter Frank Kemperman. „Direkt nach dem Turnier setzen wir uns mit einigen Aktiven zusammen, um zu erfahren, was wir noch verbessern können. Wir sind dankbar für Anregungen und Kritik.“

    16.07.2011 - U 25 überzeugt

    Kristina Sprehe und Desperados gewinnen den „Preis der Liselott und Klaus Rheinberger Stiftung“ – U 25 überzeugt mit guten Leistungen im Grand Prix

    Für die jungen Reiter ist der Sprung auf das höchste Level im Sport nicht leicht zu bewältigen, das gilt im Springen wie in der Dressur. Um den Umstieg in der Dressur auf Grand Prix-Niveau zu erleichtern, schrieb die Liselott- und-Klaus- Rheinberger-Stiftung einen Förderpreis für Reiter U 25, den Piaff-Förderpreis, aus, der sich national großer Beliebtheit erfreut. In Aachen wird die U 25-Prüfung im zweiten Jahr international geritten, zuerst eine Intermédiaire II als „Einlaufprüfung“, heute folgte der Grand Prix.

    Der sah Kristina Sprehe (Dinklage) vorne. Die 24-jährige BWL-Studentin gewann den Grand Prix auf Desperados mit 71,512 Prozent vor der Spanierin Mirgan Barbancon (71,349), die auf Painted Black tags zuvor vor Sprehe die Inter II gewonnen hatte. Die Spanierin hat den 14-jährigen Hengst, den sie von der niederländischen Olympiasiegerin Anky van Grunsven übernommen hat. Auf Rang 3 landete Hedda Doege (Osnabrück). Die 24-jährige Studentin verbuchte mit ihrem Ritt auf der 13-jährigen Florestan-Tochter 69,326 Prozent.

    Kristina Sprehes reiterliche Karriere begann bereits im Pony-Alter. So gewann sie bei Europameisterschaften sowohl bei den Ponys (2001), als auch bei den Junioren (2004) und Jungen Reitern (2006) Team-Gold. Hinzu kamen zwei Bronzemedaillen in der Einzelwertung 2004 und 2006 – um nur einige wenige Erfolge zu nennen. Mit dem zehnjährigen Hannoveraner-Hengst Desperados, einem Sohn von De Niro aus einer Wolkenstein-Mutter, hatte Sprehe unter anderem Platz 2 im Piaff-Förderpreis in Hagen und in Balve belegt.

    16.07.2011 - Wohnwelt Pallen Marathon

    Michael Brauchle gewinnt den „Wohnwelt Pallen Marathon“ – Der Australier Boyd Exell siegt im „Preis der Familie Richard Talbot“ – Im Nationenpreis führt Deutschland vor den Niederlanden – Entscheidung morgen im Hindernisfahren

    21 Jahre jung ist Michael Brauchle. Doch auch wenn er noch nicht so viel Erfahrung vorweisen kann, wie die meisten seiner Konkurrenten, hinderte ihn das nicht daran, seinen Sieg von 2009 hier zu wiederholen. Mit 89,36 Strafpunkten beendete er den „Wohnwelt Pallen Marathon“ vor dem Australier Boyd Exell (90.76) und dem Niederländer Ijsbrand Chardon mit 92,97 Strafpunkten.

    „Es ist hier sehr gut gelaufen für mich, es gab keine Klippen in der Geländestrecke“, resümierte Brauchle, der aus Baden-Württemberg stammt, zufrieden nach seinem Sieg. „2010 lief bei mir nicht ganz so gut, damals hatte ich andere Pferde im Gespann. Auch in der Dressur in diesem Jahr war ich nicht ganz zufrieden, die Pferden  bildeten keine Einheit, das war Pech für mich.“ Der Träger des Goldenen Fahrabzeichens kommt aus einer Fahrsport-begeisterten Familie. Als Fünfjähriger begann er mit dem Fahren, verlor jedoch dann das Interesse und widmete sich mehr der Reiterei. Als sein Vater Franz ihm jedoch die Leinen von vier Pferden in die Hand drückte, erwachte sein Interesse schnell wieder. Brauchle, der eine Ausbildung zum Metallbauer absolvierte, widmet sich seit 2006 dem Vierspänner-Fahrsport. Zwei Jahre später wurde er bereits in den Championatskader berufen und wurde Mannschafts-Vize-Weltmeister.

    An die Spitze der drei Prüfungen umfassenden kombinierten Einzelwertung fuhr der Australier Boyd Exell. Er hatte in der Gesamtwertung, die aus der Dressurprüfung, dem Hindernisfahren mit Stechen und dem Marathon bestand,  das beste Ergebnis mit 126,73 Fehlerpunkten erzielt. Damit hat er den „Preis der Familie Richard Talbot“ gewonnen. „In diesem Jahr haben wir kein Championat, dadurch ist Aachen für die meisten Fahrer der Saisonhöhepunkt“, so Exell, der den Großen Preis im Fahrsport nun zum dritten mal in Folge und vierten Mal insgesamt gewinnen konnte. „Ijsbrand Chardon und Michael Freund haben hier schon wesentlich öfter gesiegt. Ich möchte hier auch noch ein paar Mal mehr siegen“, schloss er selbstbewusst.

    Der Niederländer Chardon, der die kombinierte Einzelwertung in Aachen bereits elf Mal gewonnen hat, musste sich mit 133,73 Fehlerpunkten mit dem zweiten Platz zufrieden geben. „Es war hier zwar nicht so schwierig wie im vergangenen Jahr, doch waren drei Pferde meines guten Gespanns waren nicht dabei. Zuerst sah es so aus, dass ich gar nicht in Aachen starten konnte, doch dann bot mir Baron von Buchholz an, dass ich sein Pferd Tyron einspannen könne. Das war natürlich toll“,  bedankte sich Chardon. Toby, wie Tyron „privat“ genannt wird, gehört normalerweise zum Gespann des ALRV-Vizepräsidenten.

    Der dritte Platz im „Preis der Familie Richard Talbot“ ging an den Amerikaner Chester Weber mit 137,76 Fehlerpunkten. „Ich habe zwei Pferde vom Team Clark mit im Gespann, was sehr gut funktionierte“, war Weber, der im Marathon Platz 7 belegt hatte, zufrieden.

    In der Zwischenwertung um den „Fendt Nationenpreis“ führt Deutschland mit einem Punkt vor den Niederlanden sowieUngarn. Die kombinierte Team-Wertung wird am Sonntag mit dem abschließenden „Preis der Coca-Cola-Erfrischungsgetränke-AG“, dem Hindernisfahren mit Stechen, entschieden.

    16.07.2011 - Irischer Doppel-Erfolg

    Irischer Doppel-Erfolg im „Preis der Sparkasse“: Shane Breen jagt auf Magic Fox am schnellsten über den Kurs mit Gräben und Wällen und siegt vor Denis Lynch

    Die Zuschauer lieben den „Preis der Sparkasse“, schließlich hat man nicht allzu oft auf den Turnierplätzen dieser Welt die Gelegenheit, Reiter und Pferd über einen Parcours mit Gräben und Wällen jagen zu sehen. Den irischen Springreitern schien der Parcours mit den Naturhindernissen besonders zu liegen, denn sie feierten einen Doppel-Erfolg: Shane Breen gewann auf dem elfjährigen Holsteiner Magic Fox mit einer fehlerfreien Runde in 75,21 Sekunden vor seinem Landsmann Denis Lynch, der auf dem zwölfjährigen Wallach Night Train 75,83 Sekunden benötigte.

    Drei Reiter waren zwar schneller als das irische Duo, doch der Brite Guy Williams auf dem 15-jährigen Belgier Skip Two Ramiro (77,90), der Ire Dermott Lennon (78,31) auf der erst neunjährigen irischen Stute Loughview Lou-Lou und die US-Amerikanerin Beezie Madden (78,69) auf der zwölfjährigen KWPN-Stute Prima hatten sich aufgrund eines Abwurfs je vier Strafsekunden eingehandelt.

    Erstmals war das Springen über Gräben und Wälle offen für Spring- und Vielseitigkeitsreiter ausgeschrieben worden. Ingrid Klimke (Münster), die 2008 bei den Olympischen Spielen in Hongkong Gold mit dem deutschen Vielseitigkeitsteam gewann, nutzte die Gelegenheit und ging mit dem erst siebenjährigen Trakehner Parmenides auf die Strecke. Doch nach drei Abwürfen blieb nur der 15. Platz im „Preis der Sparkasse“.

    16.07.2011 - Peters gewinnt WOTAX-Preis

    Er hat es noch mal gemacht: Der Amerikaner Steffen Peters gewann mit Weltino’s Magic die Intermédiaire I um den „WOTAX-Preis“

    „Das hat sich super angefühlt“, freute sich der Wahl-Amerikaner nach seinem Ritt auf dem neunjährigen Weltino-Sohn Weltino’s Magic. „Bis zur ersten Pirouette bin ich noch auf Sicherheit geritten, danach fühlte sich alles so gut an, dass ich mit mehr Risiko geritten bin“, so Peters, der für seinen Ritt 73,947 Prozent im WOTAX-Preis, der Intermediare I, erhielt. Im Rheinland aufgewachsen, erfüllte er sich seinen Traum, in die Staaten auszuwandern mit 21 Jahren. Seitdem lebt er in Kalifornien und betreibt dort mit seiner Frau Shannon einen Dressurstall in San Diego. „Weltino’s Magic war unser Familienprojekt, wir haben ihn vierjährig bekommen. Erst hat ihn meine Frau geritten, dann habe ich ihn übernommen“, so der 46-Jährige.

    Auf den zweiten Platz kam mit 71,895 Prozent der Däne Andreas Helgstrand. Er hatte den neunjährigen Oldenburger Wallach Famaso von Fürst Heinrich-Aletto vorgestellt, sich aber einmal verritten: „Ich dachte, wir sind schon bei den Zweierwechseln, dabei waren erst die Dreierwechsel dran“, berichtete der Däne. „Das ist ein tolles Pferd, mit dessen Leistung ich sehr zufrieden bin. Schade, dass ich einmal den falschen Weg eingeschlagen habe“, so Helgstrand, der Famaso seit einem Jahr reitet.

    Hubertus Schmidt’ Neuzugang Imperio, achtjähriger Trakehner Hengst, gelangte mit 71,368 Prozent auf den dritten Platz. Der bildschöne Connery-Balfour xx-Sohn war sechsjährig Dressurpferde-Bundeschampion und kam vor einem halben Jahr in den Stall von Schmidt, der im westfälischen Borchen-Etteln liegt. „Das ist hier erst seine dritte S-Dressur überhaupt“, berichtete Schmidt. „Im St. Georges war er noch reichlich geladen, und auch heute war er noch etwas aufgeregt. Imperio muss in allem noch etwas reifer werden, aber ich schätze sein Potenzial sehr hoch ein“, so Schmidt.

    Isabell Werth (Rheinberg) landete mit dem Oldenburger Dormello-Sion-Sohn Der Stern auf dem sechsten Rang.

    16.07.2011 - „Hals über Kopf“ gewonnen

    Deutsche Fotografin Julia Rau erhält „Silberne Kamera“

    Normal stehen sie hinter der Kamera – am Samstagabend standen drei Pferdesportfotografen einmal davor: Arnd Bronkhorst (Niederlande), Caren Firouz (Iran) und Julia Rau (Deutschland) waren für das beste internationale Pferdesportfoto nominiert. Julia Rau durfte am Ende jubeln und sich über die „Silberne Kamera“ freuen. Sie überzeugte mit ihrem Foto „Hals über Kopf“ die Jury. Platz zwei ging an Firouz, den dritten Platz belegte Arnd Bronkhorst. Der Preis wird gemeinsam von der Sparkasse Aachen und dem Rheinischen Sparkassen- und Giroverband in Kooperation mit dem ALRV ausgeschrieben. Er ist mit 2500 Euro für den ersten Platz dotiert, der Zweitplatzierte erhält 1000 Euro, der Dritte 500 Euro.

    16.07.2011 - Ladies haben die Nasen vorne

    Janne-Friederike Meyer ist „Best of Champions“. Die Amazonen hängen wie erwartet die Männer im Sattel klar ab

    Wirklich überrascht hat das Ergebnis doch höchstens die Herren der Schöpfung: Das viel zitierte schwache Geschlecht hat die Nase im Kampf der Geschlechter deutlich vorne: Die sieben Ladies lagen mit vier Punkten vor den sieben Männern, die zehn Punkte verbuchten.

    Und in der Einzelwertung der Prüfung „Best of Champions“ stand natürlich auch eine hübsche junge Dame bei der Siegerehrung ganz vorne: Mit minus 4 Punkten in 44,29 Sekunden siegte nach zwei Runden Team-Weltmeisterin Janne-Friederike Meyer (Hamburg) auf dem zehnjährigen Holsteiner Holiday by Solitour vor dem Schweden Rolf-Göran Bengtson (-4/47,52) auf dem zehnjährigen Hengst Carusso la Silla und dem Iren Denis Lynch (0/41,53) auf dem 13-jährigen Holsteiner Lord Luis, der bis Anfang Juni erfolgreich unter dem Sattel von Lars  Nieberg (Homberg/Ohm) unterwegs war.

    Minus 4 – das ist kein Tippfehler. Denn die Organisatoren um Turnierchef Frank Kemperman hatten sich ein besonderes „Schmankerl“ für den „Kampf der Geschlechter“ ausgedacht, der in zwei Umläufen entschieden wurde: Nach dem Zieldurchritt konnten die Reiter noch einen Joker-Sprung machen und konnten bei fehlerfreiem Überwinden vier Strafpunkte gutmachen. Da aber Meyer und Bengtson in beiden Umläufen fehlerfrei blieben, lautete ihr Ergebnis minus vier. Lynch, der im ersten Umlauf einen Abwurf verbuchte, machte diesen im zweiten Umlauf mit dem fehlerlos überwundenen Jokersprung wieder gut und bereinigte sein Konto.

    „Best of Champions“ – der Name passt, denn mit Weltmeister Philippe Lejeune (Belgien) , Olympiasieger Eric Lamaze (Kanada), Europameister Kevin Staut (Frankreich), Team-Olympiasiegerin Beezie Madden (USA), den Team-Weltmeisterinnen Janne Friederike Meyer und Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen) – um nur einige zu nennen – war wirklich die Elite im Springsattel im Parcours unterwegs.

    16.07.2011 - Philips-Preis: Minderhoud siegt

    Hans Peter Minderhoud erzielt 2011 ersten niederländischen Sieg im „Philips-Preis“, Grand Prix Kür

    Sehr glücklich“, war Hans Peter Minderhoud nach seiner Kür mit der KWPN-Stute Exquis Nadine. „Sie hat toll mitgemacht und sich voll konzentriert“, freute sich der Team-Weltmeister von 2010. Die 16-jährige Fuchsstute, die von dem Trakehner TCN Partout abstammt, erhielt 76,025 Prozent für ihre Vorstellung im „Philips-Preis“, der Grand Prix Kür beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2011.

    An dieses Ergebnis kam keiner mehr heran. Mit 74,975 Prozent wurde die Britin Laura Bechtolsheimer hinter Minderhoud Zweite. „Mein Pferd Andretti hat super mitgemacht, und in dieser tollen Atmosphäre hier zu reiten, hat richtig Spaß gemacht.“ Freude hatte auch Monica Theodorescu (Sassenberg) im Sattel. Mit ihrem 13-jährigen Welt Hit I-Sohn Whisper war der prozentuale Unterschied zu Bechtolsheimer kaum spürbar: 74.925 Prozent erhielt Theodorescu: Rang drei. „Ich war ganz froh, dass mein Pferd hier auch zu so später Stunde noch so mitgemacht hat. Mir macht das Kürreiten immer Spaß, und ich glaube dem Publikum auch. Das war eine schöne Runde“, so Theodorescu.

    Ihre Aachen-Premiere hat auch die aus Kirchheimbolanden kommende Uta Gräf genossen. „Hier zu reiten, war schon toll. Es ist ganz anders, als auf anderen Turnieren. Ich bin als Neuling hier super aufgenommen worden. Erst dachte ich, das ist hier in Aachen vielleicht alles ganz angespannt, aber alle sind so freundlich und locker, dass es richtig Spaß macht“, berichtet Gräf, die mit dem Holsteiner Hengst Le Noir mit 72 Prozent auf den fünften Platz hinter Anabel Balkenhol und Rubins Royal (72,675 Prozent) gelangte.

    16.07.2011 - Cellagon-Preis: Lennon siegt

    Und zum Abschluss ertönt noch einmal die irische Nationalhymne im Springstadion: Dermott Lennon gewinnt den „Cellagon-Preis“

    Es ging schon auf Mitternacht zu, als im Springstadion noch einmal an diesem Tag die irische Nationalhymne ertönte:  Dermott Lennon gewann auf dem elfjährigen Z-gebrannten Wallach Hellmark Elite den „Cellagon-Preis“. Mit 65 Punkten in 53,69 Sekunden holte der Ire, der 2002 Weltmeister der Springreiter wurde, nicht nur die höchst mögliche Punktzahl, sondern absolvierte den von Parcourschef Frank Rothenberger gebauten Kurs auch in der schnellsten Zeit. Nur 0,09 Sekunden langsamer war der Brite Michael Whitaker auf der achtjährigen niederländischen Stute Big Star. Dritter wurde in 55,04 Sekunden der Franzose Simon Delestre auf der ebenfalls KWPN-gebrannten Stute Whisper. Bester Deutscher auf Rang 6 war Lars Nieberg (Homberg/Ohm) mit Quiletta du Domaine, der 65 Punkte holte und 57,02 Sekunden benötigte.

    Beim „Cellagon-Preis“ waren Rechenkünste gefragt: Ausgeschrieben als progressives Springen mit Joker erhöhte jeder fehlerfrei überwundene Sprung das Konto der Reiter. 45 Punkte waren es am Ende des Kurses – und dann folgte der Joker. Der brachte gleich 20 Punkte, wenn die Stange liegen blieb. Fiel sie, wurden die 20 Punkte aber auch wieder abgezogen. Wie etwa bei dem Belgier Dirk Demeersman, der mit Cicero Z van Paemel wie eine ganze Reihe anderer Reiter den Jokersprung riss und mit nun nur noch 25 Zählern im geschlagenen Feld landete.

    15.07.2011 - Petit Prince macht’s noch einmal

    Unter Hans-Dieter Dreher siegt er in der zweiten Qualifikation des Sparkassen-Youngsters-Cup

    Die Führung konnte ihm auch in der zweiten Qualifikation keiner nehmen: In fehlerfreien 58,81 Sekunden galoppierte Petit Prince durch den Parcours und ließ an seiner Vormachtsstellung keinen Zweifel. Keiner war schneller als der achtjährige Westfalenwallach, den sein Reiter Hans-Dieter Dreher pilotierte. Der Bezug auf den westfälischen Stempelhengst Pilot ist dabei kein Zufall: Denn den führt Petit Prince gleich zweimal im Pedigree. Der Start von Petit Prince ist quasi Familiensache, steht dessen Vater Pilotdino doch ebenfalls auf dem Gestüt Grenzland in Eimeldingen.

    Rang zwei ging an den siebenjährigen Oldenburger Hengst Balou Lover, der von Andreas Kreuzer (Mühlen)  vorgestellt wurde. Auch er vereint zwei international hoch erfolgreiche Vererber im Pedigree: Vater Baloubet du Rouet gewann mit Rodrigo Pessoa dreimal das Spring-Weltcup Finale, Muttervater Cento holte unter dem jetzigen Spring-Bundestrainer Otto Becker Olympisches Gold in Sydney. Der pompöse Schimmel war auch in der Aachener Soers eine feste Größe, gewann er doch im Jahr 2000 den Großen Preis.

    Der dritte Platz ging an den Lupicor-Burggraaf-Sohn Warrior unter René Tebbel (Emsbüren).

    Der Sieger im Finale des Sparkassen-Youngster-Cups bekommt als Sonderpreis ein Hengst-Fohlen. Es stammt ab von Cristallo II, dessen Vater Cornet Obolensky weltweit in Großen Preisen und Nationenpreisen mit Marco Kutscher erfolgreich ist.

    Mütterlicherseits steht Rodrigo Pessoas Erfolgshengst Baloubet du Rouet im Papier.

    15.07.2011 - Zentis Preis: Niederländer siegt

    Vierspänner-Hindernisfahren mit Stechen: Theo Timmermann fährt nach vorne

    Boris, Boy, Draco und Mister heißen die Fahrpferde des Niederländers Theo Timmermann, mit denen er im „ZENTIS-Preis“ an die Spitze fuhr. Dafür kann er 4.500 Euro einstecken. Timmermann fuhr im Stechen mit 86,92 Sekunden durch die Arena.

    Rang zwei ging an den Ungarn Jozsef Dobrovitz (88.96 Sekunden ) vor dem Australier Boyd Exell (91,53 Sekunden).

    Der ZENTIS-Preis, das Vierspänner-Hindernisfahren mit Stechen, zählt als zweite Teilprüfung für die Einzelwertung um den Preis der Familie Richard Talbot.

    Ein Blick auf den Zwischenstand sieht derzeit Boyd Exell in Führung vor dem Amerikaner Chester Webber und dem aus den Niederlanden stammenden Ijsbrand Chardon, der den „Großen Preis von Aachen“ bereits sechsmal gewonnen hat.

    Das Herzstück des Fahrsports in der Soers steht morgen an mit dem „Wohnwelt Pallen Marathon.“ Aachen gilt zudem als Saison-Höhepunkt für die Fahrer, für die in diesem Jahr kein Championat ansteht. „Das Teilnehmerfeld ist in diesem Jahr identisch mit dem einer Weltmeisterschaft. Weltweit gibt es nirgendwo so viele Fahrsport-Interessenten wie hier. Das schafft eine einmalige Atmosphäre“, betont der deutsche Starter Christian Plücker. Der aus dem hessischen Waldeck stammende Einzelfahrer hat seine jungen Pferde mit in die Soers gebracht.

    15.07.2011 - Tolle Stimmung beim Jump & Drive

    Irisch-niederländisches Team gewinnt den Tank & Rast-Preis

    Es ist die Prüfung, die das Publikum beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2011, so liebt: Mit Action und Spritzigkeit begeistert der Jump & Drive, bei dem erst ein Springreiter einen Parcours überwindet, abspringt, zur Kutsche rennt und dann als Beifahrer auf der Kutsche der Vierspänner durch die Soers galoppiert. Dabei geht es natürlich um die Zeit, und die war am kürzesten bei dem Team, das bestand aus dem irischen Nationenpreisreiter Shane Breen und den niederländischen Fahrer Ijsbrand Chardon. In 122,09 Sekunden Gesamtzeit flogen sie durch das Springstadion.

    Er gilt bereits als der Shooting-Star der Aachener Soers: Der baden-württembergische Springreiter Hans-Dieter Dreher, der bereits drei Siege bei seinem ersten Start beim CHIO Aachen verbuchen konnte. Der 39-jährige Bereiter und Gestütsleiter des im Dreiländereck in Baden-Württemberg gelegenen Gestüts Grenzland setzte auf volles Risiko mit seinem Pferd Embassy, doch eine Stange fiel, womit sich die Gesamtzeit um vier Sekunden erhöhte. Das konnte auch der Team-Bronzemedaillen-Gewinner von Kentucky, Christph Sandmann, nicht mehr heraus fahren. Das Gesamtergebnis für den Lähdener und Dreher lag damit bei 124,46 Sekunden: Platz zwei vor der dänisch-ungarischen Kombination aus Torben Frandsen und Zoltán Lázár.

    15.07.2011 - DHL Preis

    Weltmeister Michael Jung geht nach der Dressur um den DHL-Preis in Führung. In der Mannschaftswertung liegt Australien vor Deutschland und Neuseeland

    Mit seinem WM-Pferd La Biosthetique-Sam FBW, dem elfjährigen Stan the Man xx-Heraldik xx-Sohn, zählt Michael Jung zwar nicht zum Team, sondern geht als Einzelreiter an den Start. Das Paar erzielte 32,30 Minuspunkte und hatte damit das beste Dressurergebnis aller 41 Starter die im DHL-Preis Dressur an den Start gingen.

    Für die deutsche Mannschaft ist Jung mit Leopin, einem zwölfjährigen Legal Legend xx-Sohn, am Start. Mit diesem in Sachsen-Thüringen gezogenen Wallach erzielte er 44 Punkte und liegt damit auf Platz 18. Rang zwei nach der Dressur belegt Ingrid Klimke mit FRH Butts Abraxxas. Auch sie startet als Einzelreiterin, ist jedoch erst kurzfristig nachgerückt für Dirk Schrade, der sich einen Bruch an der Hand zugezogen hatte. Auch Klimke war verletzt, fühlt sich nun aber wieder fit genug, um in der Aachener Soers zu bestehen. Den dritten Platz belegt der Italiener Stefano Brecciaroli mit dem belgischen Wallach Apollo van de Wendi Kurt Hoeve. „Zufrieden“ war Eventing-Bundestrainer Hans Melzer mit der Leistung seines Teams. „In diesem Jahr haben wir ein doppeltes Kontingent mit zehn Startplätzen bekommen. Das freut mich persönlich sehr. Wenn wir gedurft hätten, wären wir noch mit einem zweiten Team an den Start gegangen“, so Melzer. Team-Mitglieder sind neben Jung und Leopin Andreas Dibowski auf FRH Fantasia, Andreas Ostholt auf Franco Jeas und Kai Rüder mit Leprince des Bois.

    Alle Augen sind auf die im August anstehende Vielseitigkeits-Europameisterschaft in Luhmühlen gerichtet. EM-Gold fehlt noch in der Sammlung der deutschen Eventer. „Luhmühlen wird ein Heimspiel für uns, und da möchten wir vorne sein.“

    Noch am Abend steht der Spring-Wettbewerb für die Eventer auf dem Plan, ehe es am morgigen Samstag in Gelände geht. Die Team-Wertung führt Australien mit den Reitern Sam Griffiths/Happy Times, Clayton Fredericks/Bendigo, Lucinda Fredericks/Flying Finish und Christopher Burton/Holstein Park Leilani mit insgesamt 116,80 Punkten an. Pech hatte die belgische Reiterin Lara de Liedekerke. Ihre Stute Nooney Blue ging in der Prüfung plötzlich lahm. Damit war ihre Prüfung vorzeitig beendet.

    15.07.2011 - NRW-Reitpony-Tag

    Kleine Energiebündel im Fahrstadion.

    Üblicherweise sind die Fahrer mit ihren Gespannen im Fahrstadion unterwegs. Heute wurde aber eine „kleine“ Ausnahme gemacht, denn beim NRW-Reitpony-Tag übernahmen die Reitponys das Regiment. Rund 100 Ponys aus ganz Nordrhein-Westfalen zeigten unter anderem Quadrillen und Dressuraufgaben, auch Ein-, Zwei- und Vierspänner fuhren im Stadion ein.

    Während des Show- und Zuchtprogramms zeigten die Ponys, dass sie nicht nur niedlich aussehen, sondern auch wahre Kraftpakete sind. So präsentierten sie die drei Disziplinen Springen, Vielseitigkeit und Dressur, letztere in Form einer wunderschönen Dressur-Pony-Quadrille mit 6 FEI-Ponys. Geritten wurden sie von jungen Reiterinnen, die alle dem Bundeskader angehören.

    Die Zucht stand bei der Veranstaltung im Vordergrund. Unter anderem wurden 3- bis 4-jährige Stuten, Hengste bis 8 Jahre sowie Stuten mit Fohlen präsentiert. Höhepunkt der Veranstaltung war die Verabschiedung des 20-jährigen Reitponys „Dornik“ aus dem internationalen Reitsport. Er hat im internationalen Reitsport alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Nun wird er wieder in der Zucht eingesetzt.

    Begeisterte Zuschauer, unter ihnen viele Familien, standen bei strahlendem Sonnenschein am Zaun des Fahrstadions oder saßen auf den Tribünen, um sich das abwechslungsreiche Programm anzusehen.

    15.07.2011 - Spanischer Sieg im RWE Preis

    Erster spanischer Sieg im „RWE Preis von Nordrhein-Westfalen“ seit 1954 geht an Sergio Alvarez Moya

    Er war der erste Starter im Stechen des „RWE Preis von Nordrhein-Westfalen“, und er gab ordentlich Gas. So ordentlich, dass keiner der folgenden neun Starter im Stechen mehr an seine Zeit von 40,77 Sekunden herankam. „Ich bin sehr froh, dass ich hier in Aachen reiten darf, das ist der Traum für jeden Reiter. Bisher habe ich ein erfolgreiches Turnier hier und hoffe, das hält an. Es wäre schön, wenn Frank Kemperman und die Veranstalter mich auch 2012 wieder einladen“, so Sergio Alvarez Moya. Dem Springreiter gelang auf seinem zwölfjährigen Wisconsin der erste Sieg für Spanien seit langem: Nur 1954 gewann der Spanier F. Goyoaga. Wisconsin ist ein belgischer Wallach, dessen Vater Darco erfolgreich unter Ludo Philippaerts (Belgien) auf vielen Championaten wie Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen startete und zu den besten Springvererbern weltweit zählt. Alvarez Moya reitet Wisconsin seit das Pferd acht Jahre alt ist – Wisconsin hat bereits Siege in Lyon und in Nationenpreisen erzielt.

    Das Publikum hätte den Sieg jedoch jenem Deutschen gegönnt, der die Aachener Soers in den letzten Tagen im Sturm erobert hat: Hans-Dieter Dreher blieb auf dem zehnjährigen Hengst Magnus Romeo zwar ebenfalls fehlerfrei, doch war er einen Wimpernschlag langsamer und musste sich mit 40.86 Sekunden geschlagen geben. Das Paar hat 2011 eine beachtliche Saison hingelegt: Sieg im Großen Preis von Mailand, gewann das erste Springen der Großen Tour in Balve und wurde dort auf den Deutschen Meisterschaften siebter. „Magnus Romeo reite ich erst seit drei Monaten, er war zuvor bei Beat Mändli. Unser zweites Turnier war direkt der Sieg in Italien. Für mich ist es eine große Ehre, in Aachen reiten zu dürfen, und wenn es so gut läuft, dann ist das natürlich umso schöner.“ Dreher ist Gestütsleiter auf dem baden-württembergischen Gestüt Grenzland, zweifacher Familienvater – Ehefrau Marion ist ebenfalls erfolgreiche Springreiterin – und startet 2011 das erste Mal in der Soers. „In den vergangenen Jahren hatte ich meist nur junge Pferde und bin mehr national geritten.“

    Den dritten Platz holte Marco Kutscher auf dem Holsteiner Cash in der Zeit von 41,39 Sekunden. „Zwischen Sprung eins und drei habe ich etwas Zeit verloren, dann habe ich richtig Gas gegeben, denn ich wollte mich unbedingt für den Großen Preis am Sonntag qualifizieren“, so der im Turnierstall von Ludger Beerbaum wirkende Reiter, dem die Qualifikation gelang. Die einzige Amazone im Stechen, die für Portugal reitende Luciana Diniz, hatte Pech: Ihr Schimmel Winningmood blieb einmal stehen und war nicht ganz vorsichtig: 15 Fehlerpunkte.

    15.07.2011 - Diagnose bei Dablino: Bluterguss

    Ultraschall zeigt bei Dablino einen leichten Bluterguss

    Es war ein Schreck für das deutschen Dressurteam in der Morgenstunde: Beim ersten Training war Dablino noch ebenso fit gewesen, wie bei der Vorbereitung auf den Grand Prix. Doch das WM-Pferd von Anabel Balkenhol (Rosendahl) muss sich wohl kurz vor dem Einreiten ins Viereck  vertreten habe. Der Wallach ging nicht ganz klar und musste zurückgezogen werden.

    "Beim Ultraschall haben wir einen kleinen Bluterguss entdeckt", berichtet Vater und Trainer Klaus Balkenhol von den tierärztlichen Untersuchungen. "Das Bein selbst ist nicht geschwollen. Wir haben Dablino heute vorgetrabt, und er ging wieder klar." Trotzdem ist der CHIO Aachen für Anabel Balkenhol und Dablino natürlich beendet.

    Sobald der Bluterguss sich zurückgebildet hat, soll der elfjährige Hannoveraner vorsichtshalber noch einmal geröntgt werden. "Aber ich bin optimistisch, dass es nichts Schwerwiegendes ist", so Klaus Balkenhol. Die Verletzung ist doppelt bedauerlich, denn seine Tochter Anabel war mit Dablino auf den Sprung ins EM-Team und muss nun um die Nominierung für das Championat Mitte August in Rotterdam bangen.

    15.07.2011 - Maria Höfl-Riesch in der Soers

    Ski-Star Maria Höfl-Riesch hat gemeinsam mit Ehemann Marcus Höfl das Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen, besucht. Die Beiden ließen sich das traditionsreiche Turniergelände zeigen und erlebten beim „RWE-Preis von Nordrhein-Westfalen“ im Hauptstadion die besondere Atmosphäre der Aachener Soers. Maria Höfl-Riesch diskutierte anschließend auf Einladung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes gemeinsam mit Doppel-Olympiasieger Hinrich Romeike, Michael Mronz (Geschäftsführer Aachener Reitturnier GmbH), München 2018-Geschäftsführer Bernhard Schwank und DOSB-Generaldirektor Dr. Michael Vesper über die Bedeutung von Sportgroßveranstaltungen. Maria Riesch holte unter anderem Doppel-Gold bei den Olympischen Winterspielen von Vancouver 2010, ist Weltcupsiegerin und wurde 2009 Weltmeisterin.

    15.07.2011 - IPS Painted Black siegt

    Anky van Grunsvens ehemaliges Erfolgspferd IPS Painted Black siegt für Spanien im Preis der Liselott und Klaus Rheinberger Stiftung

    Die Intermediaire II ist extra für Reiter unter 25 Jahren ausgeschrieben. Morgan Barbancon hat den Gribaldi-Ferro-Sohn von der niederländischen Olympiasiegerin Anky van Grunsven übernommen und ritt ihn mit 72,026 Prozent zum Sieg.

    Mit großem Abstand folgte auf Rang zwei die für Deutschland reitende Kristina Sprehe auf dem Deckhengst Desperados. Das Paar erzielte 68,816 Prozent. Der zehnjährige De Niro-Wolkenstein II-Sohn Desperados – Sieger im Deutschen Dressurderby 2010 – war bereits auf seiner Körung 2004 Prämienhengst, gewann zweimal Bronze auf den Bundeschampionaten und blickt auf eine kontinuierlich erfolgreiche Karriere.

    Rang drei ging in die Niederlande: Danielle Heijkoop erzielte auf dem Gribaldi-Sohn Siro 68,763 Prozent.

    15.07.2011 - Großbritannien vor Neuseeland

    Großbritannien liegt nach zwei Teilprüfungen des „DHL-Preises“ vor Neuseeland und Deutschland – Die Einzelwertung führt Weltmeister Michael Jung auf Sam an

    “Wir sind nach dem Springen ein bisschen enttäuscht. Dabei hatte es für uns in der Dressur so gut begonnen, auch wenn wir knapp hinter Neuseeland auf Platz zwei landeten“, haderte Bundestrainer Hans Melzer ein wenig mit den Springfehlern in der zweiten Teilprüfung des „DHL-Preises“, dem Springen. „Da das Starterfeld eng beieinander liegt, waren es teilweise teure Fehler. So wie etwa der eine Abwurf von Leopin unter Michael Jung.“

    Nach den beiden Teilprüfungen Dressur und Springen um den „DHL-Preis“  liegt vor dem morgigen Cross Country das Team aus Großbritannien (William Fox-Pit/Neuf de Coeurs; Mary King/Imperial Cavalier; Polly Stockton/Westwood Poser; Nicola Wilson/Opposition Buzz) mit 133,0 Minuspunkten auf Rang 1 vor den nach der Dressur führenden Neuseeländern (138,50) und Deutschland (139,40). In der Einzelwertung führt Weltmeister Michael Jung (Horb),  der als Einzelreiter startet, auf Sam mit 32,30 Minuspunkten klar vor dem Italiener Stefano Brecciaroli (39.80)  auf Apollo van de Wendi Kurt Hoeve und der Australierin Lucinda Fredericks (41,00) auf Flying Finish. Zweitbeste Deutsche ist Einzelreiterin Ingrid Klimke (Münster/42,20) mit Abraxxas auf Rang 5.

    Im deutschen Team stockte nur Andreas Dibowski (Döhle) auf FRH Fantasia sein Punktekonto nicht auf – ohne Springfehler rangiert Dibowski mit 43,10 Punkten aus der Dressur auf Platz 7. Einen Abwurf  verbuchte Weltmeister Michael Jung auf Leopin und liegt mit 48 Punkten auf Rang 15. Auf den Plätzen 17 bzw. 19 folgen Kai Rüder (Fehmarn/48,30), der Leprince de Bois gleich drei Abwürfe verbuchte, und der Deutsche Meister Andreas Ostholt (Warendorf/43,80) mit Franco Jeas.

    „Das Klassement wird mit Sicherheit nach dem dritten Teilabschnitt anders aussehen. In den vergangenen Jahren blieben im Cross Country stets nur ein, zwei Pferde in der Zeit“, mutmaßt Melzer. „Im Gelände wird es mit Sicherheit spannend.“ Der Bundestrainer und seine Reiter haben die Strecke bereits „unter die Füße“ genommen – sprich die Strecke zu Fuß besichtigt. „Die Voraussetzungen sind gut: Das Geläuf ist super, der Kurs toll aufgebaut. Und es gibt zahlreiche neue Aufgaben. Vor allem im letzten Drittel müssen die Reiter aufpassen, bei der Aufgabenstellung könnten einige Pferde schnell vorbeilaufen“, freut sich Melzer auf einen spannenden Geländeritt, der morgen um 10.30 Uhr beginnt.

    15.07.2011 - Preis des Handwerks: Wesel vorne

    Wesel siegt erneut im Quadrillen-Championat

    „Das hat Spaß gemacht, zuzuschauen. Die Vorstellung war geprägt von einem hohen Schwierigkeitsgrad, taktreinen Verstärkungen mit den gewünschten Überraschungen in der Choreographie und einem herrlichen Teamgeist“, so kommentierte Richter Dr. Dietrich Plewa die Quadrille des Teams vom Kreisverband Wesel. Wie bereits im Vorjahr gewann  Wesel und erzielte eine Wertnoten-Summe von 17.1.  Im Team standen Julia Miß auf Loresco, Mareike Mondrowski auf Baumann’s Leonardo, Martina Binnenbrücker mit Cayetano und Daniela Wendel auf Pedro Gonzales. Die Mannschaft trat zu einem Potpourri aus Schlagern wie „Ein Stern“ oder „Ein Bett im Kornfeld“ auf. Mannschaftsführerin war Helmi Abeck.

    Platz zwei ging an die Mannschaft vom Kreisverband Aachen mit einer Wertnoten-Summe von 16.4 Punkten. „Vier patente Pferde mit fantastischer Trabarbeit, sehr schön korrekter Stellung und Biegung und einer auffällig guten Choreographie“, so kommentierte Plewa ihren Auftritt. Am Start waren Bianca Lüttgens auf Don Miguel, Manuela Hein mit Real Pleasure, Sabine Winkens-Bähr auf Diamond Boy und Paulina Krafft mit Desperado. Als Mannschaftsführerin wirkte Susanne Rüben.

    Der dritte Platz ging mit einer Wertnoten-Summe von 15,9 Punkten an das Team vom Kreisverband Mettmann, die ihren Einritt mit „Samba aus Mettmann“ unterlegt hatten und dann zu fetzigen Disko-Klängen wie Poker Face ritten. „Eine ganz tolle Kür, sehr ideenreich aufgebaut, ein Kompliment an den Mannschafts-Geist“, lobte Dr. Plewa. Mannschaftsführer Diethelm Löckenhoff hatte sein Team aus Gina Langenbach mit Revan, Chantal van de Gried auf Torina, Caren Lietke mit Scotch und Lara-Kim Batz auf Don Giovann an den Start gebracht.

    Pech hatte der Kreisverband Bergisches Land, bei dem ein Pferd die Nerven verlor und zur Sicherheit des Teams die Vorstellung abgeläutet wurde. Auch der Kreisverband Neuss hatte keinen Grund zur Freude: Da ein Pferd auf dem Abreiteplatz lahm ging, konnte das Team erst gar nicht einreiten.

    15.07.2011 - Lindt-Preis: Langehanenberg siegt

    Helen Langehanenberg und Damon Hill unterstreichen mit dem Sieg im „Lindt-Preis“  ihre Ambitionen auf einen Equipe-Platz

    Das Duo wäre sicher mehr als nur eine Reserve für die deutsche Europameisterschafts-Equipe: Nach dem Grand Prix der CDI-Tour am Mittwochabend gewannen Helen Langehanenberg (Havixbeck) und Damon Hill heute Abend auch den Grand Prix Spécial um den „Lindt-Preis“. „Damy hat ganz toll mit gekämpft. Nur das Äppeln in den Einerwechseln war teuer, das müssen wir noch lernen, auch wenn er genau da äppeln muss, die Wechsel sicher weiter zu springen“, so die 29-Jährige. Sie siegte auf dem elfjährigen westfälischen Hengst  mit 74,125 Punkten vor Isabell Werth (Rheinberg/72,250) auf dem 15-jährigen Hannoveraner Warum nicht und Hubertus Schmidt (Borchen/71,854) auf dem erst neunjährigen, niederländisch gezogenen Valentino.

    „Warum nicht war heute ein bisschen unkonzentriert und abgelenkt. Das fing schon damit an, dass sich die Zeiten etwas verschoben haben und wir erst zehn Minuten später einreiten konnten. Dann war er noch durch die Dame, die abgeäppelt hat, irritiert. Aber so was kommt vor, da muss man durch“, berichtete Isabell Werth.

    Auch bei Hubertus Schmidt gab es am Anfang eine Irritation. „Ich dachte, die Zeit sei später angeklingelt worden, und plötzlich hatte ich nur noch wenige Sekunden und musste im Galopp die lange Seite entlang schiessen, um rechtzeitig einzureiten. Das war kein optimaler Start“, so Hubertus Schmidt. Den Ferro-Sohn Valentino reitet Schmidt erst seit vier Monaten. „Heute habe ich noch etwas zu viel Gas gegeben.“

    Die Siegerin  Helen Langehanenberg, die mit ihrem Mann Sebastian in Havixbeck einen Ausbildungsstall betreibt, ist erste Anwärterin hinter der Aachen-Equipe auf einen Startplatz bei der EM Mitte August in Rotterdam. Schon bei den Deutschen Meisterschaften Mitte Juni in Balve hatte die 29-Jährige, die Damon Hill vor rund einem Jahr von Team-Olympiasiegerin Ingrid Klimke (Münster) übernahm, hinter dem Quartett drei Mal Platz 5 belegt. Durch den Ausfall von Anabel Balkenhols Dablino, der sich am Donnerstag vor dem Einreiten ins Viereck vertreten hatte, steht die Dressurreiterin in Aachen noch stärker bei Bundestrainer Holger Schmezer und dem Dressurkomitee im Blickpunkt.

    Erst ein halbes Jahr auf Grand Prix-Niveau reitet Fabienne Lütkemeier den elfjährigen De Niro-Sohn D’Agostino, mit dem sie auf den vierten Rang gelangte. „Hier in Aachen einzureiten, das ist ein ganz tolles Gefühl. Erst hatte ich ein wenig Angst, ob er sich auch in dieser Stimmung voll auf mich konzentriert. Aber das hat er getan und ich bin sehr glücklich, wie gut er ging. Und hier vierter zu werden, das ist für mich ein ganz tolles Ergebnis“, freute sich die erst 21-Jährige .

    14.07.2011 - Balkenhol verzichtet

    Erste deutsche Starterin im Grand Prix CDIO – Anabel Balkenhol – muss auf ihren Start verzichten. Ihr Pferd Dablino hat sich auf dem Abreiteplatz vertreten.

    Es sollte ein guter Auftakt werden. Doch Anabel Balkenhol, erste Starterin des deutschen Dressur-Teams im Grand Prix, Preis der TESCHINKASSO, konnte gar nicht erst einreiten. Ihr elfjähriger Hannoveraner Wallach Dablino ging auf dem Abreiteplatz während einer Trabverstärkung plötzlich lahm. „Wir haben ihn dann noch einmal am langen Zügel traben lassen, doch auch da war die Lahmheit zu sehen“, berichtete ein bestürzter Bundestrainer. „Bei den Olympischen Spielen wäre durch den neuen Modus, bei dem nur drei Reiter an den Start gehen, das Team dadurch geplatzt“, so Holger Schmezer weiter.

    Für Anabel Balkenhol, die zum Bronze-Team der Weltreiterspiele in Kentucky zählte und auf der Deutschen Meisterschaft in Balve 2011 Bronze im Special holte, ist damit die CDIO-Tour, die Wertung für den Lambertz Nationenpreis, vorzeitig beendet. Die deutsche Mannschaft ist damit zwar geschwächt, jedoch nicht geplatzt, denn für die Wertung werden die Ergebnisse der drei besten Starter gerechnet. Ein Streichergebnis wird es aber nun nicht mehr geben. Nun kommt es auf die Ritte von Christoph Koschel mit Donnperignon, Isabell Werth und El Santo NRW sowie Matthias Alexander Rath auf Totilas an.

    Neun Mannschaften aus Deutschland, Australien, Belgien, Dänemark, Spanien, Großbritannien, Schweden, USA und den Niederlanden gehen im Lambertz Nationenpreis an den Start. Die 30 besten Reiter daraus sind startberechtigt für den MEGGLE-Preis, den am Samstag stattfindenden Grand Prix Spécial.

    14.07.2011 - Petit Prince wie ein König gefeiert

    Der achtjährige Westfale gewinnt unter Hans-Dieter Dreher die erste Qualifikation im Sparkassen-Youngsters-Cup

    Er führt das berühmte Pilot-Blut gleich auf beiden Seiten – und Pilot-Nachkommen können meist gut springen: So wie der achtjährige Westfale Petit Prince, der unter Hans-Dieter Dreher (Eimeldingen) die erste Qualifikation im Sparkassen-Youngsters-Cup gewann. Mit einer fehlerfreien Runde in 63,31 Sekunden siegte das Paar vor Marcus Ehning (Borken; 0/63,76) auf der achtjährigen Oldenburger Stute Appearance und Rene Tebbel (Emsbüren, 0/65,04) auf dem gleichaltrigen Niederländer Warrior. Der Sparkassen-Youngsters-Cup bietet für die internationalen Springreiter die Gelegenheit, dass ihr Top-Nachwuchs auf höchstem Niveau Erfahrung sammeln kann. Zahlreiche international erfolgreiche Pferde haben im Sparkassen-Youngsters-Cup ihre ersten Runden in Aachen gedreht – so wie der unvergessene E.T., der unter dem Österreicher Hugo Simon 1998 den „Großen Preis von Aachen“ gewann.

    Petit Prince ist ein Sohn von Pilotdino, dessen Vater Pinocchio ein direkter Sohn des berühmten westfälischen Stempelhengstes Pilot ist. Auch seine Mutter stammt von Pilot ab. Sein Reiter, Hans-Dieter Dreher, ist erstmals beim CHIO Aachen am Start. Der 39-jährige Springreiter aus Baden-Württemberg lebt und trainiert auf dem Gestüt Grenzland in Eimeldingen, wo auch Petit Prince’ Vater Pilotdino deckt.

    14.07.2011 - Preis des Handwerks

    „Prima ist prima gegangen, und sie ist prima“ – würde Beezie Madden formulieren, wenn sie der deutschen Sprache fließend mächtig wäre. Prima bedeutet auf Latein „die Erste“ – und die Erste war die zwölfjährige niederländische Stute Prima heute im „Preis des Handwerks“ auch. Mit einer fehlerfreien Runde in 62,19 Sekunden absolvierte das Duo das Zeitspringen und siegte. Der Brite Guy Williams auf dem belgischen Wallach Skip Two Ramiro war zwar schneller als das Siegerpaar, kassierte aber für einen Abwurf vier Strafsekunden und wurde mit insgesamt 64,19 Sekunden Zweiter vor dem Venezoelaner Pablo Barrios, der den zwölfjährigen Niederländer G&C Sinatra in 64,75 Sekunden über den Kurs pilotierte.

    Beezie Madden ist seit vielen Jahren eine der erfolgreichsten Reiterinnen aus den USA und beim CHIO Aachen ein gern gesehener Gast. Die sympathische Springreiterin gewann 2007 mit ihrem Top-Pferd Authentic den Rolex Grand Prix, „Der Große Preis von Aachen“, ein Jahr zuvor hatte sie an gleicher Stelle hinter dem Belgier Jos Lansink die Silbermedaille bei den Weltreiterspielen gewonnen. 2004 in Athen und 2008 in Hongkong gehörte sie zum US-Team, das jeweils Gold gewann. 2008 holte Madden zudem Einzel-Bronze.

    Bester Deutscher war Frederik Knorren. Der 24-jährige Aachener stellte den zwölfjährigen Hannoveraner Esquire vor, blieb ebenfalls ohne Abwurf und benötigte 66,77 Sekunden. Knorren hat mit dem Escudo-Sohn ausschließlich eine Startgenehmigung in der sogenannten Speed-Tour – und seine erste Chance nutzte er am heutigen Donnerstag eindrucksvoll.

    14.07.2011 - Rath und Totilas siegen

    Deutschland siegt im Lambertz Nationenpreis – Matthias Alexander Rath und Totilas gewinnen den Preis der TESCHINKASSO

    Die Erleichterung und Freude stand ihm nach seinem Ritt ins Gesicht geschrieben: Mit 82.149 Prozent siegte Matthias Alexander Rath mit dem Ausnahmehengst Totilas im Grand Prix CDIO und sicherte damit den deutschen Sieg in der Teamwertung im Lambertz Nationenpreis. Damit siegte Deutschland (233,341 Prozent) zum nunmehr 32. Mal im Preis der Nationen und verdrängte die in den vergangenen beiden Jahren, 2009 und 2010, führenden Niederlande (218,957 Prozent)  noch hinter Großbritannien (220,873 Prozent) auf Platz drei. „Es begann sehr schlecht mit dem Ausfall von Anabel Balkenhols Dablino, der auf dem Abreiteplatz plötzlich lahm ging, und endete umso schöner mit dem Sieg“, so Bundestrainer Holger Schmezer. „Matthias und Totilas haben bewiesen, dass sie nun zusammen gefunden haben. Der Reiter hat alles umgesetzt, was dieses Pferd braucht.“

    In der Einzelwertung im Preis der TESCHINKASSO setzte sich die Britin Laura Bechtolsheimer auf Mistral Hojris auf Rang zwei vor Isabell Werth und El Santo NRW. „Der Druck auf den deutschen Reitern war nach dem Ausfall von Dablino natürlich noch größer“, so Schmezer. Unter den Erwartungen blieb Christoph Koschel, der mit Donnperignon 73,362 Prozent erreichte und damit auf dem sechsten Platz landete. „Pepe, wie wir ihnen nennen, war auf dem Abreiteplatz fast zu brav. Ich hätte ihm vor dem Einreiten einmal sagen müssen „Komm, jetzt geht’s los“ aber das habe ich leider nicht. So war er in der ganzen Prüfung etwas introvertiert, aber der Fehler lag bei mir. Ich war einfach  nicht kämpferisch genug und habe mich über mich selbst geärgert“, so Koschel. Der zum deutschen Bronze-Team der Weltreiterspiele in Kentucky zählende 35-Jährige gewann auf der Deutschen Meisterschaft  in der Kür die Silbermedaille.

    Das zweitbeste Ergebnis des deutschen Teams erzielte Isabell Werth mit dem erst zehnjährigen rheinischen Wallach El Santo NRW. Mit 77,83 Prozent platzierte sie sich auf Rang drei hinter Totilas und Mistral Hojris. „Isabell hat hier mit diesem Pferd ihren bisher besten Ritt gezeigt. El Santo beeindruckte mit sehr viel Gleichmaß und man sieht, dass er in Ruhe reifen konnte“, so Bundestrainer Schmezer.

    „Ernie“, wie der Ehrentusch-Sohn im Heimatstall nur genannt wird, blickt in seiner noch jungen Karriere im Dressurviereck bereits auf eine stattliche Anzahl an Siegen zurück: Die goldene Schleife erhielt er in diesem Jahr bereits zweimal in Lingen und Dortmund, 2010 siegte er in Stuttgart, München und Mannheim. Den großrahmigen Braunen, der bereits 2009 einen Grand Prix für Nachwuchspferde gewann, hat Isabell Werth als junges Pferd in ihren Stall bekommen. Mit ihm hofft die „deutsche Dressurkönigin“, die zehnmal Deutsche Meisterin war, fünfmal Einzel-Europameisterin, je einmal Einzel-Weltmeisterin und Olympiasiegerin war und für Deutschland eine enorme Anzahl an Championats-Medaillen holte, berechtigterweise auf einen Platz im EM-Team für Rotterdam.

    14.07.2011 - Weber verdrängt Exell

    Chester Weber verdrängt Boyd Exell auf Rang zwei im „Preis der Martello Immobilienmanagement GmbH & Co. KG.“ Im Zwischenstand der Nationenpreiswertung führen die Niederlande vor Deutschland

    Sie haben die Plätze vertauscht: Während Boyd Exell am Vortag in der für die Einzelwertung relevanten Dressurprüfung führte, schnitt im „Preis der Martello Immobilienmanagement GmbH & Co KG“ Chester Weber am Besten ab. Mit 78,3 Prozent setzte sich der US-Amerikaner vor den Australier Boyd Exell (76,8 Prozent) und den Niederländer Ijsbrand Chardon, der mit 75,7 Prozent auf den dritten Rang fuhr. Bester deutscher Starter wurde Christoph Sandmann (Lähden), der mit 72,7 Prozent auf den vierten Rang gelangte. Der „Preis der Martello Immobilienmanagement GmbH & Co. KG“ zählt für die Teamwertung im Nationenpreis.

    Der in England lebende und amtierende Weltmeister Boyd Exell  gewann bereits dreimal den Großen Preis von Aachen im Fahren, zuletzt im vergangenen Jahr. Den Rekord hält jedoch mit zehn Siegen im Zeitraum von 1987 bis 2008 der Niederländer Ijsbrand Chardon, der in Kentucky Vize-Weltmeister wurde.

    Die kombinierte Einzelwertung wird am Samstag nach dem am Freitag stattfindenden „ZENTIS-Preis“, dem Hindernisfahren mit Stechen, sowie dem Herzstück des Fahrsports, dem „Wohnwelt Pallen Marathon“ entschieden. Für die kombinierte Mannschaftswertung stehen neben dem Marathon noch das Hindernisfahren mit Stechen, dem Preis der „Coca-Cola-Erfrischungsgetränke“ aus.

    14.07.2011 - H&T Automotive Components

    Französischer Sieg im Preis der H&T Automotive Components: Simon Delestre gewinnt mit VDHL Vancouver

    Mit dem neunjährigen KWPN-Hengst von Pacific-Wellington beendete der Franzose den Parcours in fehlerfreien 55,34 Sekunden. Der 30-jährige Simon Delestre siegte beim CHIO Aachen 2011, dem Weltfest des Pferdesports, vor dem Deutschen Hans-Dieter Dreher mit Constantin B. Der aus Baden-Württemberg stammende Springreiter steuerte den neunjährigen Contendro-Espri-Sohn in fehlerfreien 55,34 Sekunden durch den Parcours. Dreher machte in diesem Jahr bereits durch Siege in Italien und Balve auf sich aufmerksam.

    Rang drei ging an den Brasilianer Alvaro Miranda, der mit dem in Zangersheide gezogenen Picasso Z-Numero Uno-Sohn AD Wilbert Z den Parcours in fehlerfreien 55,52 Sekunden beendete.

    14.07.2011 - Klaus Pavel ausgezeichnet

    Klaus Pavel mit dem „Preis der Stadt Aachen“ ausgezeichnet

    Wer den CHIO Aachen kennt, der kennt auch Klaus Pavel. 17 Jahre lang, von 1993 bis 2010, war er der Präsident des Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV). Im letzten Jahr trat er von diesem Amt zurück, bleibt dem Weltfest des Pferdesports jedoch als Ehrenpräsident weiter erhalten.

    Für seine Verdienste um die international renommierteste Pferdesportveranstaltung ist Pavel heute Abend der „Preis der Stadt Aachen“ im Hauptstadion verliehen worden. Er hat in seiner 17-jährigen Amtszeit die Entwicklungen des CHIO Aachen entscheidend mitgeprägt. Der Höhepunkt dieser Zeit waren ohne Frage die Weltreiterspiele im Jahr 2006, die in Aachen ausgetragen wurden. „Diese Auszeichnung möchte ich im Geiste an alle Zuschauer, Mitarbeiter und Menschen weitergeben, die zu dem Erfolg dieses Turniers beigetragen haben“, sagte Klaus Pavel, nachdem Oberbürgermeister Marcel Philipp ihm den Preis in Form einer Pferdeskulptur übergeben hatte. Auch Carl Meulenbergh, der neue Präsident des ALRV, gehörte zu den Gratulanten.

    Erst im Juni feierte Pavel seinen 75. Geburtstag. Zur Ruhe setzen möchte er sich jedoch noch lange nicht. Neben seinen neuen Aufgaben als Ehrenpräsident liegt ihm vor allem das soziale Engagement am Herzen. Vor 18 Jahren gründete der Honorarkonsul der Föderativen Republik Brasiliens gemeinsam mit seiner Frau Gudrun die „Fundação Pavel“. Mit dieser Stiftung setzt sich Pavel für hilfsbedürftige Menschen in Brasilien ein. Sein Motto: Etwas zurückgeben, wenn es einem selbst so gut geht.

    Der „Preis der Stadt Aachen“ wird seit 1995 jedes Jahr vergeben. Die Preisträger können unterschiedlicher nicht sein, denn neben Dr. Dieter Zetsche und der Familie Talbot haben auch schon die ehrenamtlichen Turniermitarbeiter und das treue Publikum des CHIO Aachen diesen Preis erhalten.

    14.07.2011 - Mercedes-Benz Preis

    Die Niederlande siegen im Mercedes-Benz Preis, Teil des FEI Nationenpreis.  Drei Nationen gelangen punktgleich auf den zweiten Platz, darunter Deutschland.

    Nach einem spannenden zweiten Umlauf setzte sich das niederländische Team mit insgesamt zwölf Fehlerpunkten an die Spitze. Ein Null-Fehlerritt von Ludger Beerbaum im zweiten Umlauf hätte einen deutschen Sieg möglich gemacht, doch seine Stute Gotha musste zwei Fehler verbuchen. „Die Witterungsbedingungen haben hier allen Pferden zu schaffen gemacht, im zweiten Umlauf hatten sehr viele Pferde Fehler“, kommentierte Marcus Ehning, der im Nationenpreis nicht an den Start ging. Der Grund: Der Familienvater erwartet jeden Augenblick sein zweites Kind. „Sobald es bei meiner Frau Nadia los geht, darf ich den CHIO verlassen“, berichtet der 2006-er Sieger des Großen Preises von Aachen.

    Rang zwei ging mit jeweils 16 Fehlerpunkten gleich an drei Nationen: Deutschland, Irland und Großbritannien. Die Niederlande waren mit Eric van der Vleuten auf VDL Group Utascha SFN, Gerco Schröder auf Eurocommerce New Orleans und Jeroen Dubbeldam mit BMC van Grunsven Simon stark besetzt. Das Streichergebnis bildete Jur Vrieling auf VDL Bubalu.

    Bester deutscher Starter war mit zwei fehlerfreien Runden Carsten-Otto Nagel auf der Holsteiner Schimmelstute Corradina. Das Paar zählte bereits bei der Europameisterschaft 2009 zum Bronze-Team und 2010 zum siegreichen WM-Team von Kentucky. Einen Fehler am letzten Sprung im zweiten Umlauf musste die einzige Frau im Team, Janne Friederike Meyer, mit ihrem ehrgeizigen Cellagon Lambrasco verzeichnen. Das Holsteiner Paar stand 2010 ebenfalls im siegreichen deutschen WM-Team von Kentucky, siegte im Großen Preis von Frankfurt und holte auf der Deutschen Meisterschaft 2011 Bronze. Christian Ahlmann hatte den elfjährigen KWPN-Hengst Taloubet Z gesattelt, mit dem er das 2011-er Weltcup-Finale in Leipzig gewonnen hatte. Der Sohn des selbst international erfolgreichen Hengstes Galoubet – Team-Weltmeister 1982 in Dublin und dreifacher Champion Frankreichs   musste jedoch genau wie Ludger Beerbaum und Gotha zwölf Fehlerpunkte verbuchen. Der gekörte Hengst Taloubet Z war bereits 2010 siegreich im Großen Preis von Hannover und Helsinki und siegte in mehreren Weltcup-Qualifikationen.

    Gothas Vater ist für den dreifachen Team-Olympiasieger Beerbaum kein Unbekannter: Goldfever war sein Erfolgspferd, mit dem er 2002 und 2003 zweimal in Folge den Großen Preis von Aachen gewann. Gotha selbst siegte 2009 im Weltcup-Springen von Stuttgart, gewann die Gesamtwertung der Riders Tour und wurde 2010 Zweite im Weltcup-Finale. „Früher war sie sehr eigen, heute ist sie ein kleiner Star“, sagt ihr Reiter über die Hannoveraner-Stute.

    Der Zwischenstand in der FEI Nationenpreis-Serie sieht die Niederlande vor Irland und Deutschland. Aachen ist die nunmehr fünfte Etappe in der laufenden Wertung.

    13.07.2011 - 5.600 Kinder beim Schülertag

    Buntes Showprogramm im Hauptstadion

    Beim CHIO-Schülertag standen am Mittwoch vormittag die kleinen Turnierbesucher im Mittelpunkt. Bei bester Stimmung auf den Tribünen war es auch für die Akteure auf dem Rasen ein schönes Spektakel.

    5.600 Schüler der Klassen 1 bis 4 aus Grund- und Förderschulen der Aachener Region besuchten auf Einladung des Aachen-Laurensberger Rennvereins das Turniergelände in der Soers. Im Hauptstadion erlebten sie ein spaßiges und informatives Programm rund um das Pferd und den Pferdesport. Zunächst präsentierte sich das Partnerland Italien mit den rasanten Pariglias und den Cavalieri di Maremma (Pferdehirten aus der südlichen Toskana). Anschließend erklärte je ein Profisportler die CHIO-Disziplinen: Dressur (Helena Langehanenberg), Springen (Marcus Ehning), Vielseitigkeit (Ingrid Klimke), Fahren (Christian Plücker) und Voltigieren (Kai Vorberg) wurden demonstriert und von den Experten anschaulich erklärt. Tanzend und singend ging es weiter, mit der Kinderband „Philis und Mike“, auch das CHIO-Maskottchen Karli tanzte über den „Heiligen Rasen“. Der Höhepunkt war der Auftritt der Gruppe „Offroad Kjöring“. Die Fahrer, die mit speziellen Offroad-Rollerblades ausgerüstet waren, wurden von berittenen Pferden durch einen Parcours samt Sprungschanzen gezogen. Der CHIO-Schülertag fand in Kooperation mit der Sparkasse, den Aachener Nachrichten und der Aachener Zeitung statt.

    13.07.2011 - Ingrid Klimke ersetzt Dirk Schrade

    Der einen Pech ist des anderen Glück, ist man versucht, salopp zu schreiben. Doch für Dirk Schrade (Haßlinghausen) ist die ganze Angelegenheit schmerzhaft: Der Vielseitigkeitsreiter, der mit King Artus beim CHIO Aachen am Freitag und Samstag im Rahmen des DHL-Preises antreten wollte, musste seinen Start heute absagen. Der 33-Jährige brach sich beim Geländetraining mit einem jungen Pferd in Warendorf die rechte Hand. Ich habe zwar noch probiert, ob ich reiten kann, aber es geht leider nicht“, teilte Schrade mit.

    Für ihn rückt Ingrid Klimke nach. Die 43-jährige hatte in diesem Jahr eigentlich auf den CHIO Aachen verzichten wollen, da sie eine Verletzung nicht ganz auskuriert hatte. Inzwischen sitzt die Team-Olympiasiegerin von 2008 jedoch wieder im Sattel und wird umgehend nach Aachen reisen. Ein besonderes Highlight: Im DHL-Preis wird die Vielseitigkeitsreiterin mit Abraxas starten, zudem meldete sie den achtjährigen Trakehner Parmenidis für das Springen über Gräben und Wälle am Samstagabend. Erstmals wurde diese bei den Zuschauern sehr beliebte Prüfung offen für Spring- und Vielseitigkeitsreiter ausgeschrieben. Neben Klimke wird sich zudem Vielseitigkeits-Weltmeister Michael Jung (Horb) mit den Springreitern in dem Zeitspringen über Gräben und Wälle messen.

    13.07.2011 - Silbernes Pferd verliehen

    Im Rahmen der offiziellen Eröffnungsfeier des Weltfests des Pferdesports, CHIO Aachen, wurde der renommierte Medienpreis „Das Silberne Pferd“ verliehen. In den Kategorien „Print“, „TV“ und „Hörfunk“ wurden herausragende journalistische Beiträge aus dem Pferdesports geehrt.

    Zwei besondere Persönlichkeiten überreichten in diesem Jahr die Preise: Der vierfache Boxweltmeister Wladimir Klitschko war als Warsteiner-Markenbotschafter in die Aachener Soers gekommen. Warsteiner ist seit vielen Jahren einer der Generalsponsoren des CHIO Aachen „Ich bin heute das erste Mal in einer Kutsche gefahren, das war toll. Und ich freue mich hier in Aachen zu sein, ihr seid ein tolles Publikum“, begrüßte Klitschko die 37.500 Zuschauer im Aachener Hauptstadion. Gemeinsam mit Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen wurde Klitschko im prächtigen Warsteiner-Kaltblutgespann in das Stadion gebracht.

    In der Kategorie „TV“ konnte sich Barbara Luzi (NDR) mit ihrer Reportage „Die Pferdepolizei – Hamburgs neue Reiterstaffel“ durchsetzen, in der Kategorie „Print“ Maik Großekathöfer (SPIEGEL) mit dem Artikel „Der tanzende König“ und in der Kategorie „Hörfunk“ Silke Frenzel (WDR) mit der Beitragsreihe „CHIO – Zukunft für den Nachwuchs“.

    Hannelore Brenner, erfolgreiche Paraequestrian-Athletin, wurde stellvertretend für den deutschen Behindertenreitsport in der Rubrik „Persönlichkeit“ geehrt. Ursula von der Leyen brachte auf den Punkt, wieso Hannelore Brenner diesen Preis verdient hat: „Ihr Credo ist: Jeder Mensch ist besonders, jeder Mensch kann irgendetwas besonders gut. Für diese Möglichkeiten, die jeder Mensch im Leben hat, stehen Sie. Sie lassen sich einfach ,nicht behindern´“.

    13.07.2011 - Deutscher Doppelsieg beim CHIO

    Meredith Michaels-Beerbaum gewinnt den WARSTEINER-Preis, Preis von Europa – Ludger Beerbaum Zweiter

    Selten hat man Meredith Michaels-Beerbaum so emotional erlebt. Bei der Siegerehrung im WARSTEINER-Preis, Preis von Europa, konnte die Springreiterin ihre Tränen nicht zurückhalten. „Das war schon ein emotionaler Moment für mich. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mit Shutterfly noch einmal eine der wichtigen Prüfungen beim CHIO Aachen gewinnen würde. Schließlich ist er schon 18 Jahre alt“, freute sich Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen) daher um so mehr über ihren Sieg. Mit einer fehlerfreien Runde in 46,27 Sekunden verwies sie ihren Schwager Ludger Beerbaum (Riesenbeck) auf Chaman, der 47,18 Sekunden benötigte, und die US-Amerikanerin Laura Kraut auf Teirra (0/49,92) auf die Plätze. Sieben der 47 Starter hatten das Stechen erreicht. Auf der Linie zum überbauten Wassergraben ging Meredith Michaels-Beerbaum volles Risiko. „Ich hatte zuvor von Sprung 2 auf 3 etwas Zeit verloren, da musste ich etwas riskieren. Shutterfly hat volles Vertrauen zu mir, er hat ganz toll mitgezogen“, sagte die 42-Jährige strahlend. „Wir sind eingespielt wie ein altes Ehepaar. Ich werde auch fühlen, wenn er nicht mehr will. Aber im Moment ist er noch topfit und kämpft für mich.“

    Aachens Turnierdirektor Frank Kemperman, der sich trotz des Regenwetters über 38.500 Zuschauer freuen durfte (6000 davon kamen morgens zum Schülertag), hatte einmal ganz schnell nachgerechnet: „Das war der zehnte CHIO, den Shutterfly in Aachen gegangen ist. Dazu kommt noch eine Weltmeisterschaft 2006, als er mit Meredith die Bronzemedaille in Aachen gewonnen hat. Chapeau – ich denke, diese Statistik kann kaum ein 18-jähriges Pferd vorweisen“, zog Kemperman seinen Hut vor dem erfolgreichen Duo.

    Doch auch Ludger Beerbaum war mit dem Ergebnis im Warsteiner-Preis hochzufrieden. „Super – wie Chaman gesprungen ist, das war vom Feinsten“, haderte der 47-Jährige nicht einen Moment wegen Platz 2. „Im Umlauf ist Chaman wie in einer Springpferdeprüfung gesprungen, so einfach. Ebenso im Stechen, einfach toll – das Pferd ist jetzt zu 100 Prozent auf einem Top-Niveau.“

    Das dritte Springen und zum dritten Mal der dritte Platz: „Ich bin happy, so kann es bei diesem Turnier weitergehen. Wenn ich am Sonntag Dritte im Rolex Grand Prix werde, wäre ich überglücklich“, freute sich Laura Kraut. Die Amerikanerin sitzt erst seit Mai im Sattel der elfjährigen, niederländischen Stute Teirra. „Toll, wie sie sich macht und wie schnell wir zusammengefunden haben. Im Stall wird es bald Krach geben, wenn sie Cedric die Position als Top-Pferd streitig machen will“, scherzte Kraut, die im Nationenpreis am Donnerstag eben jenen Cedric satteln wird.

    13.07.2011 - Peters siegt im Preis der VUV

    Die Reise nach Europa startet mit einem Erfolg – der amerikanische WM-Dritte gewinnt die erste Dressur, den Preis der VUV-Vereinigte Unternehmerverbände Aachen

    Die Reise nach Europa beginnt mit einem Erfolg: Ausschließlich für den CHIO Aachen hat der US-Amerikaner Steffen Peters, auf Ravel Dritter der Weltreiterspiele in Kentucky 2010 und 2009 Sieger im „Großen Dressurpreis von Aachen“, in diesem Jahr den Weg über den großen Teich nach Europa angetreten. Mit Ravel wird er sich morgen im Grand Prix mit der absoluten Weltelite im Viereck messen. Heute stellte er seinen Nachwuchs, den neunjährigen

    Westfalen Weltino’s Magic im Preis der VUV-Vereinigte Unternehmerverbände Aachen, dem Prix St. Georges, vor. Und seine Darbietung wurde mit 72,579 Prozent und den Sieg belohnt.

    Platz 2 belegte der neunjährige Oldenburger Famoso unter dem Dänen Andreas Helgstrand (72,342) vor dem dreifachen Weltmeister aus den Niederlanden, Edward Gal. Gal, der im vergangenen Jahr auf Totilas neben den WM-Titel auch den „Großen Dressurpreis von Aachen“ gewonnen hatte, erhielt auf seinem neunjährigen, in den Niederlanden gezogenen De Niro-Sohn Voice 71,763 Prozent. Beste Deutsche war Isabell Werth (Rheinberg/71,447) auf dem zehnjährigen Oldenburger Der Stern. Die Aachenerin Nadine Capellmann (67,211) belegte auf der erst achtjährigen Diamond Girl Platz 11.

    Die Premiere lief noch nicht so wie erhofft. Zum ersten Mal durfte Jill de Ridder beim CHIO Aachen an den Start gehen. Internationale Erfahrung hat die 18-jährige Aachenerin schon: 2007 wurde sie Doppel-Europameisterin der Junioren, 2010 holte sie Team-Gold mit der deutschen EM-Equipe. Der Start beim CHIO Aachen war für die Tochter von Team-Olympiasiegerin Alexandra Simons-de Ridder ein Traum, doch bei der Premiere musste die junge Reiterin noch Lehrgeld zahlen. Mit 61,763 Prozent belegte sie im Prix St. Georges den 17. und letzten Platz. Wellington, zu Hause nur Werner genannt, machte es der 18-Jährigen nicht ganz einfach. An die Abfolge der Grand-Prix-Lektionen baute der großrahmige Wallach einige Lektionsfehler ein, galoppierte in der Verstärkung an und hatte auch Wechselfehler.

    „Jill hat beim Einreiten in einer Sekunde die falsche Entscheidung getroffen. Da war das Ding schon verloren. Sie ist zu früh eingeritten“, erläuterte Vater und Trainer Ton de Ridder. Seine Tochter hatte noch Zeit, dachte aber, dass die letzte Sekunde lief und überfiel den 16-jährigen Wallach mit dem plötzlichen Abwenden. Wie gut das Paar sein kann, hatte es in Balve im Grand Prix des U 25-Förderpreises gezeigt, was mit der Nominierung für den U 25-Nationenpreis im Rahmen der Nachwuchs-EM nächste Woche in Dänemark honoriert wurde.

    13.07.2011 - Boris Becker besucht den CHIO

    Der Mercedes-Benz Markenbotschafter ist am Donnerstag zu Gast in der Soers

    Boris Becker wird am Donnerstag das Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen, besuchen. Er wird gemeinsam mit Springreiterin Meredith Michaels-Beerbaum um 14:30 Uhr am Mercedes-Benz-Ausstellungsgelände zu einer Talkrunde erwartet. Die beiden populären Mercedes-Benz-Markenbotschafter gelten als die Gesichter ihres Sports. Nach der Gesprächsrunde werden beide für Autogramme zur Verfügung stehen. Abends wird Becker dann den Mercedes-Benz-Preis, Teil des FEI Nations´ Cup live im Stadion verfolgen.

    13.07.2011 - Preis der StädteRegion

    Der zweite deutsche Sieg in einem Springen am Mittwoch: Ludger Beerbaum und Couleur Rubin gewinnen den Preis der StädteRegion Aachen

    Zum alten Eisen gehört Couleur Rubin noch lange nicht – und richtig schnell gehen kann er immer noch. Das bewies der 15-jährige Hengst in der Siegerrunde um den „Preis der StädteRegion Aachen“. Mit einem fehlerfreien Ritt in 45,51 Sekunden gewann er unter Ludger Beerbaum, der knapp eine Stunde zuvor im WARSTEINER-Preis, Preis von Europa, hinter seiner Schwägerin Meredith Michaels-Beerbaum mit Chaman Platz 2 belegt hatte.

    Couleur Rubin war 0,23 Sekunden schneller als Ingliston Twister, ein zehnjähriger Hengst, unter dem Briten Michael Whitaker und 0,55 Sekunden schneller als der der 14-jährige Belgier Ulysse unter dem Schweizer Pius Schwizer. 20 Reiter hatten sich mit fehlerfreien Ritten über den Kurs, den Parcourschef Frank Rothenberger ihnen in den Weg gestellt hatte, für die Winning-Round qualifiziert, zwölf waren erneut fehlerfrei geblieben.

    13.07.2011 - Preis der Firma Horsch

    Der Weltmeister triumphiert zum Auftakt der Fahrprüfungen: Der Australier Boyd Exell steuert seine vier Pferde zum Sieg im „Preis der Firma Horsch, Der Entsorger“

    2009 und 2010 gewann Boyd Exell den „Preis der Familie Richard Talbot“ – die Gesamtwertung der Vierspänner. Und anno 2011 hat der Australier, der im Herbst 2010 Weltmeister in Kentucky wurde, gleich zu Beginn seine „Duftmarke“ gesetzt. Mit seinen vier Pferden Capone, Monty, Rambo und Sam gewann er heute zum Auftakt der Fahrprüfungen im Rahmen des CHIO Aachen den „Preis der Firma Horsch, Die Entsorger“. Die Dressur für Vierspänner ist die erste Teilprüfung der Einzelwertung, die am Samstag ebenso wie die Mannschaftswertung mit dem Marathon entschieden wird.

    Mit 35,97 Punkten, das sind 77,5 Prozent, verwies der Weltmeister den US-Amerikaner Chester Weber (37,25/76,7 Prozent) und den niederländischen WM-Zweiten Ijsbrand Chardon (37,76/76,4 Prozent) auf die Plätze. Chardon hatte im vergangenen Jahr in Aachen die Teilprüfung im Gelände gewonnen und bereits sieben Mal in der Gesamtwertung triumphiert – dabei von 2006 bis 2008 drei Mal in Folge.

    Bester Deutscher war Christoph Sandmann (Lähden) auf Platz 4 mit 45,31 Punkten bzw. 71,7 Prozent. Sandmann war im vergangenen Jahr in Kentucky mit der deutschen Equipe auf den Bronze-Rang gefahren.

    13.07.2011 - Deutscher Sieg im HAVENS Preis

    Deutscher Sieg im Grand Prix CDI: Helen Langehanenberg unterstreicht mit Damon Hill ihre Ansprüche durch einen Sieg im HAVENS Pferdefutter-Preis

    Die Equipe von Aachen wird – sofern Reiter und Pferde gesund und fit bleiben – wohl auch die Equipe sein, die die deutschen Farben im August bei der Europameisterschaft in Rotterdam vertritt. Ausruhen auf ihren Leistungen können sich Isabell Werth, Anabel Balkenhol, Christoph Koschel und Matthias Alexander Rath aber nicht, denn ein junges Paar ist ihnen dicht auf den Fersen: Mit drei fünften Plätzen (Grand Prix, Spécial und Kür) waren Helen Langehanenberg (Havixbeck) und Damon Hill schon bei den Deutschen Meisterschaften Mitte Juni in Balve hinter dem Quartett aufgefallen. Heute Abend unterstrich das Paar seine Ambitionen auf einen Platz in der deutschen Dressur-Equipe mit einem Sieg im HAVENS Pferdefutter-Preis, dem Grand Prix der CDI-Tour.

    Helen Langehanenbergund Damon Hill siegten mit 73,106 Prozent vor Isabell Werth (Rheinberg/72,915) auf Warum nicht und dem niederländischen Mannschafts-Weltmeister Hans Peter Minderhout (71,994) auf Exquis Nadine. Hinter Vize-Weltmeisterin Laura Bechtolsheimer (Großbritannien/71,447) auf Andretti belegte die Aachenerin Nadine Capellmann (70,681) auf Elvis den fünften Rang.

    „Die Reiter in der CDI-Tour haben beim CHIO ebenfalls noch die Chance, sich für ein EM-Ticket zu empfehlen“, hatte Bundestrainer Holger Schmezer im Vorfeld des CHIO gesagt. Nach dem Verzicht von Ulla Salzgeber, die aus privaten Gründen eine Auszeit nimmt, ist Helen Langehanenberg erste Anwärterin auf eine Nominierung nach dem Aachen-Quartett. „Wenn ich als Reserve nominiert werde, freue ich mich, ich nehme aber auch gerne mehr“, sagt die 29-jährige Westfälin, die mit ihrem Mann Sebastian, ebenfalls Dressurreiter bis Klasse S, einen Ausbildungsstall betreibt. „Auf jeden Fall werden wir bis zur letzten Sekunde kämpfen.“ Langehanenberg wurde im Stall von Vielseitigkeits-Olympiasiegerin Ingrid Klimke (Münster) ausgebildet. Mit dem jetzt elfjährigen Donnerhall-Sohn Damon Hill, der von Klimke ausgebildet wurde, gewann sie 2005 die Weltmeisterschaft der jungen Pferde. Im vergangenen Jahr übernahm Langehanenberg den hübschen Hengst in ihren Beritt.

    12.07.2011 - Irischer Sieg zum Auftakt

    Irischer Sieg zum Auftakt der Springprüfungen – Dermott Lennon gewinnt den NetAACHEN-Preis – Lokalmatador Thomas Weinberg und David Will gemeinsam auf Platz 4 beste Deutsche.

    Um Punkt 9.30 Uhr ritt die Portugiesin Luciana Diniz als erste Starterin zur ersten Springprüfung, dem NETAACHEN-Preis, in den Parcours. Mit dem Hannoveraner Lacontino testete sie die Anforderungen, die Parcourschef Frank Rothenberger den Reiter stellte. Mit einer ruhigen Runde blieb sie fehlerfrei und wurde 22. unter insgesamt 90 Springreitern, die um den NETAACHEN-Preis kämpften. Ihre Erkenntnisse aus dem ersten Ritt setzte die gebürtige Brasilianerin dann auf Licapo bestens um und ritt mit einer fehlerfreien Runde in 62,39 Sekunden auf Platz 2. Sie musste sich um 0,48 Sekunden nur dem Iren Dermott Lennon geschlagen geben, der die Prüfung auf einer neunjährigen irischen Stute mit dem klangvollen Namen Loughview Lou-Lou gewann. Dritte wurde die US-Amerikanerin Laura Kraut auf Dona Evita in 2,77 Sekunden.

    Dermott Lennon stammt aus Bandridge in Nordirland, wo er einen Ausbildungs- und Handelsstall betreibt. Der größte Erfolg des heute 42-Jährigen war 2002 der Sieg bei den Weltmeisterschaften in Jerez de la Frontera mit Liscalgot.

    Bester deutscher Teilnehmer wurde Thomas Weinberg, der auf Escobar mit einer fehlerfreien Runde in 63,15 Sekunden gemeinsam David Will (Pfungstadt) auf Lenny Kravitz auf Platz 4 rangierte. Für Thomas Weinberg, Sohn der international erfolgreichen Springreiter Peter Weinberg und Helena Stormanns, hat den kürzesten Weg hinunter in die Soers. Er kommt aus Kohlscheid, nur wenige Kilometer vom Turnierplatz entfernt. Dort betreibt der 24-Jährige gemeinsam mit Vater Peter einen Ausbildungs- und Handelsstall. Mit dem jetzt zwölfjährigen Escobar hatte Thomas Weinberg 2008 bei der Europameisterschaft der Jungen Reiter die Silbermedaille in der Einzelwertung gewonnen.

    12.07.2011 - Miranda gewinnt STAWAG-Preis

    Laura Kraut hat den richtigen Tipp: Der Brasilianer Alvaro Miranda gewinnt den STAWAG-Preis mit der schnellsten fehlerfreien Runde. Ludger Beerbaum auf Rang 5 bester Deutscher

    Als Alvaro reingeritten ist, habe ich gleich zu unseren Equipechef Georg Morris gesagt, dass er der Sieger sein wird.“ Laura Kraut hätte wetten sollen, denn ihr Tipp auf den Sieger war goldrichtig. Der Brasilianer Alvaro Miranda gewann auf Ad Norson den STAWAG-Preis. Hinter dem Iren Billy Twomy auf Tinka’s Serenade belegte Laura Kraut (USA) auf Teirra Platz 3. Bester Deutscher hinter dem Vorjahressieger-Paar aus der Schweiz, Steve Guerdat auf Jalisca Solier, wurde der amtierende Deutsche Meister Ludger Beerbaum (Riesenbeck) auf seinem zwölfjährigen Hengst Chaman.

    „Der Kurs von Frank Rothenberger war sehr gut zu reiten. Und Ad Norson ist in der Tat ein sehr schnelles Pferd“, freute sich der Brasilianer über den Sieg im mit insgesamt 42.200 Euro dotierten STAWAG-Preis, der zugleich Qualifikationsprüfung für den Preis der AachenMünchener am Samstag sowie den Rolex Grand Prix, „Großer Preis von Aachen“, am Sonntag ist. Für den Brasilianer, der jetzt in den Niederlanden lebt, ist Europa längst zur Heimat geworden. „Ich bin 1995 nach Europa gekommen, weil hier die Möglichkeiten im Springsport besser sind, als bei uns zu Hause in Brasilien. Am Anfang war das nicht einfach, weil meine Familie ja in Brasilien lebt. Inzwischen ist Europa aber längst meine Heimat, und ich fühle mich sehr wohl hier“, sagt Miranda, der mit der griechischen Springreiterin Athina Onassis verheiratet ist.

    Der zehnjährige Ad Norson ist seit fünf Jahren in seinem Beritt. „Als er zu mir kam, war er fünf Jahre alt, und ich habe ihn selbst auf Grand-Prix-Niveau gebracht“, berichtet Miranda. Ad Norson führt über seinen Vater Quidam de Revel und Mutter-Vater Grand Veneur bestes französisches Blut. Bei seiner fehlerfreien Runde war das Duo 0,22 Sekunden schneller als der Ire Twomey im Sattel der 14-jährigen anglo-europäischen Stute Tinka’s Serenade, und 1,01 Sekunden schneller als die elfjährige KWPN-Stute Teirra unter Laura Kraut. Insgesamt beendeten 26 der 61 gestarteten Reiter den STAWAG-Preis mit einer fehlerlosen Runde.

    12.07.2011 - Eröffnungsfeier des CHIO

    Das Hauptstadion in der Aachener Soers wurde kurzerhand in eine wilde Arena verwandelt: Streitwagen, die Cavalieri di Marenna (Pferdehirten aus der Toskana) und die Pariglias (Stuntreiter zu Pferde). Italien, Partnerland des Weltfests des Pferdesports, CHIO Aachen 2011, zeigte sich bei der offiziellen Eröffnungsfeier, präsentiert von airberlin, am Dienstagabend voller Lebenslust und Freude.

    Ob die stolzen Carabinieri in ihren Gala-Uniformen auf ihren Schimmeln, die prächtigen Stelzenläufer in italienischen Kostümen oder 100 Vespas und Lambrettas auf dem „Heiligen Rasen“: 37.500 Zuschauer feierten das Spektakel der südeuropäischen Gäste begeistert. Für Gänsehaut-Stimmung sorgten die drei römischen Sopranistinnen von Appassionante. Mit italienischen Klassikern wie „Funiculi, Funicula“ oder „Nessun Dorma“ brachten sie großartige italienische Melodien nach Aachen.

    Carl Meulenbergh, Präsident des Aachen-Laurensberger Rennvereins e.V. begrüßte zudem zwei besondere Gäste, die vor mehr als einem halben Jahrhundert Reitsportgeschichte in der Aachener Soers geschrieben haben: Italiens Piero d’Inzeo, mit vier Siegen im Großen Preis immer noch alleiniger Rekordhalter, und Hans Güner Winkler. Sie fuhren gemeinsam in einer Kutsche in das Stadion ein.

    12.07.2011 - Glamour bei der Media Night

    Toller Sport, eine prächtige Eröffnungsfeier und ganz viel Glamour

    Längst hat sich das Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen, als gesellschaftliches Ereignis etabliert. So kamen am Dienstagabend zahlreiche Gäste aus Sport und Medien, Politik, Show und Wirtschaft zur traditionellen „Media Night“ auf das weltberühmte Turniergelände in der Aachener Soers.

    Box-Weltmeister Wladimir Klitschko, der als Warsteiner-Markenbotschafter in die Aachener Soers gekommen war,  zeigte sich tief beeindruckt von seinem Besuch: „Es ist toll, so ein Event hier in Deutschland zu haben“ sagte der 35-jährige. Er fühlte sich pudelwohl auf dem Turniergelände, schon lange vor Beginn der Media Night war er angereist. Gemeinsam mit Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen verlieh Klitschko vor 37.500 Zuschauern den Medienpreis „Das Silberne Pferd“. Neben von der Leyen waren auch die Bundesminister Peter Ramsauer – er brachte seine Frau Susanne mit – und Daniel Bahr nach Aachen gekommen. Dort trafen sie den früheren Handball-Bundestrainer Heiner Brandt ebenso wie Bundesminister a.D. Hans-Dietrich Genscher, die Fußballtrainer Christoph Daum und Lothar Matthäus oder Air-Berlin-Boss Joachim Hunold. Bis in die Nacht feierten die Gäste im Champions´ Circle.

    11.07.2011 - Cumano verlässt die Sportbühne

    2006, Weltreiterspiele in Aachen – die Bilder sind unvergessen. Drei zierliche Springreiterinnen müssen mit Cumano den WM-Parcours bewältigen. Und der weiße Hengst, den im Vorfeld die meisten als das schwierigste Pferd des Final-Quartetts eingestuft hatte, ließ sich auch von den drei Damen, Beezie Madden (USA), Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen) und Edwina Alexander (Australien) mit leichter Hand über den Parcours führen. Im Stechen zeigte Cumano dann unter seinem gewohnten Reiter Jos Lansink, dass er auch schnell über die Hindernisse gehen kann. Das Duo triumphierte, und der Belgier wurde Weltmeister der Springreiter. Kein Wunder also, dass Lansink für Cumanos letzten Auftritt die Stätte seines größten Triumphes auswählte: Am Samstagabend wird der inzwischen 18-jährige Hengst vor der Siegerrunde des Springens „Best of Champions“ aus dem aktiven Sport verabschiedet.

    „Cumano ist fantastisch.“ Jos Lansink strahlt, wenn er über Cumano spricht. „Er ist ein unglaublicher Kämpfer, hat mich nie im Stich gelassen. Und er hat ein unglaubliches Potenzial, ist die schwersten Springen in der Welt gegangen.“ Doch der Schimmelhengst, mit dem Lansink neben Team-Gold 1992 bei den Olympischen Spielen in Barcelona (damals auf Egano und noch im Dress der Niederlande) den größten Erfolg seiner Springreiter-Karriere feierte, hat es dem 50-Jährigen auch nicht immer leicht gemacht. „Er wollte der Chef sein, er ist ja auch ein Hengst. Aber Cumano hat schnell akzeptiert, dass ich im Parcours der Chef bin und immer mit ganzem Engagement für mich gekämpft.“

    Cumano, geboren 1993, ist ein Sohn des unter Franke Sloothaak erfolgreichen Hengstes Cassini I. Seine Mutter stammt von Landgraf I ab und führt über Caletto II weiteres Holsteiner Leistungsblut. Schon in jungen Jahren beeindruckte der Hengst durch sein harmonisches Bild, seinen leichtfüßigen Galopp und die unglaubliche Sprungkraft, die bei ihm mit perfekter Technik gepaart ist. Unter Lansink gewann Cumano nicht nur WM-Gold 2006, 2007 gab es zudem Silber bei der EM in Mannheim. Außerdem gewann das paar 2004 in Calgary den hochdotierten Großen Preis. Bereits 2004 in Athen gehörte Lansink bei den Olympischen Spielen mit Cumano zum belgische Team (Einzelwertung Platz 28), 2008 in Hongkong rangierte das Paar bei Olympia auf Platz 9. Zudem verpasste das Duo 2005 bei den Europameisterschaften in San Patrignano als Vierter eine Medaille nur knapp.

    Cumano wird künftig nur noch in der Zucht eingesetzt. Schon jetzt kann der Deckhengst eine ganze Reihe guter Nachkommen im Springsport vorweisen.

    11.07.2011 - Italienischer Karneval in Aachen

    Das Partnerland Italien wird begeistert von den „Öchern“ empfangen

    Tausende Aachener riefen: Benvenuta Italia – Willkommen Italien! Südländisches Flair auf dem Aachener Marktplatz bei strahlendem Sonnenschein: Am Montag präsentierte sich das diesjährige Partnerland des CHIO Aachen, Italien, mitten in der Innenstadt. Stelzenläufer in italienischen Kostümen und mit venezianischen Masken, Live-Musik, Pferdehirten aus der Toskana und die Carabinieri a Cavalloeine berittene Einheit der italienischen Carabienieri mit ihren Instrumenten. Diese ritten stolz auf ihren Schimmeln vor der Kulisse des Aachener Rathauses ein. Unter anderem gaben sie Lieder wie „Volare“ und die italienische Nationalhymne zum Besten. Römische Streitwagen verwandelten den Aachener Markt kurzerhand in eine Arena. Aber nicht nur Pferde gab es zu sehen: Zum Schluss der Veranstaltung fuhren laut knatternd zehn Vespas über den Marktplatz.

    Tausende Aachener und CHIO-Maskottchen Karli begrüßten die italienischen Gäste mit viel Beifall. Dieses bunte Fest ließ sich auch eine wahre italienische Reitsportlegende nicht entgehen: Piero d’Inzeo, der in den 50er und 60er Jahren einer der besten italienischen Springreiter war – und bis heute mit vier Siegen im Großen Preis Rekordhalter in Aachen.

    Morgen werden viele der Gruppen auch im Rahmen der offiziellen Eröffnungsfeier um 17 Uhr im Hauptstadion auftreten. Karten gibt es noch an der Hotline 0241-9171111 oder hier.

    10.07.2011 - Una Notte Italiana

    „Pferd und Sinfonie“ versprüht italienisches Lebensgefühl im ausverkauften Deutsche Bank Stadion.

    Außergewöhnlicher Sport trifft italienische Musik, und das an einem lauen Sommerabend in der Aachener Soers. Ein ganz besonderes Showprogramm, live begleitet vom Sinfonieorchester Aachen, begeisterte die 4600 Zuschauer im ausverkauften Deutsche Bank Stadion. Venezianischer Karneval, Römische Wagenrennen, der italienische Dressurstar Valentina Truppa und natürlich jede Menge Pferde verbreiteten für einige Stunden italienisches Flair in der Aachener Soers.
    Una Notte Italiana – unter diesem Motto nahmen die einzelnen Gruppen die Zuschauer mit auf eine Reise quer durch Italien. Für die stimmungsvolle musikalische Begleitung sorgte das Sinfonieorchester Aachen, erstmals unter Leitung des Ersten Kapellmeisters und Stellvertretenden Generalmusikdirektors Péter Halász. Die Sopranistin Michaela Maria Mayer und der Tenor Louis Kim sorgten mit Soloauftritten für Gänsehaut-Stimmung. Gemeinsam präsentierten sie im Duett „Brindisi“ (Trinklied) aus der Oper „La Traviata“ von Giuseppe Verdi. Der Höhepunkt des Abends war der Auftritt der derzeitig besten italienischen Dressurreiterin Valentina Truppa. Sie zeigte eine eigens für diese Veranstaltung einstudierte Kür zu einem Italien-Medley. Stolz und präzise zeigten Reiter und Hengste des Landgestüts Warendorf eine 6er-Quadrille. Farbenfroh und majestätisch waren hingegen die Stelzenläufern des „Ensemble Finesse“ – eine wunderschöne Komposition aus italienischen Kostümen, venezianischen Masken, Fächern und edlen Stoffen. Ordentlich Dampf machten sechs rheinische Ponyreiter zum Allegretto moderato aus dem Ballett „La Boutique Fantasque“ von Ottorino Respighi. Dass Hufschmiede nicht nur Hufeisen herstellen können, sondern auch das richtige Taktgefühl haben, dafür gibt es nun den Beweis. Denn ein Instrument beherrschen sie nicht nur bei ihrer Arbeit: Den Amboss. Dieser wurde gestern kurzerhand zum Musikinstrument umfunktioniert, zu Musik aus der Oper „Il Trovatore“ (Der Troubadour) von Guiseppe Verdi. Furios wurde es mit den drei Quadrigen der Excalibur Horse Show: Zur – na klar - Filmmusik von Ben Hur lieferten sich die drei Streitwagen mit jeweils vier vorgespannten Pferden ein rasantes „Römisches Wagenrennen“ durch die Arena. Beeindruckend dann Patric Looser, der Voltigier-Weltmeister zeigte sein artistisches Können auf einem frei laufenden Pferd. Begleitet wurde seine Kür von dem Liebesthema aus dem Film „Der Pate“ und dem Charleston aus dem Film „Giulietta Degli Spirit“.
    Aber was wäre Italien ohne Mode? Daher wurde gestern im Deutsche Bank Stadion ein ganz besonderer Catwalk aufgebaut. Die Mannequins und Dressman saßen hoch zu Ross und präsentierten fantasievolle Reitmode unterstützt von „Animo Italia“. Aber nicht nur auf dem Rücken der Pferde kann man sich durch das Deutsche Bank Stadion bewegen, auch auf Rollen. Das zeigte die Tessiner Gruppe „Offroad Kjöring“ mit einem einzigartigen Auftritt: Zu einer „Tarantella“ wurden Fahrer, die mit speziellen Offroad-Rollerblades ausgerüstet waren, von berittenen Pferden durch einen Parcours samt Sprungschanzen gezogen.
    Traditionell geht ein Teil der Einnahmen von „Pferd und Sinfonie“ an UNICEF. Am gestrigen Abend kamen 11.250 Euro zusammen, die Kindern in Nepal zugute kommen. Carl Meulenbergh, Präsident des Aachen-Laurensberger Rennvereins, überreichte den Scheck an das Vorstandsmitglied von UNICEF Deutschland, Anne Lütkes.

    10.07.2011 - 20. Schaufensterwettbewerb

    Fantasievolle Dekorationen im Zeichen des Partnerlandes Italien

    In diesem Jahr feiert der Schaufensterwettbewerb, der im Rahmen des CHIO Aachen stattfindet, sein 20-jähriges Jubiläum. Wie beliebt diese Aktion ist, zeigt die große Teilnehmeranzahl: 97 Geschäfte haben mit ihren Schaufensterdekorationen auf den CHIO Aachen eingestimmt. Und natürlich auch auf Italien, das diesjährige Partnerland des Weltfests des Pferdesports. Oberbürgermeister Marcel Philipp lobte vor allem die Kreativität der einzelnen Geschäftsinhaber und betonte, wie wichtig der Schaufensterwettbewerb ist: „Der CHIO Aachen ist der Botschafter für die Stadt Aachen, Sie als Teilnehmer des Schaufensterwettbewerbs sind die Botschafter für das Weltfest des Pferdesports.“

    Am heutigen Soerser Sonntag wurden die Gewinner des Schaufensterwettbewerbs bei einem Sektempfang im Soerser Zelt geehrt. Philipp, ALRV-Aufsichtsratsmitglied Hans Kauhsen und Manfred Piana, Geschäftsführer MAC, überreichten die Gewinne. Auch das beliebte CHIO-Maskottchen Karli schaute im Soerser Zelt vorbei. Die Teilnehmer hatten die Chance, in zwei unterschiedlichen Kategorien zu punkten: Bei der Jury-Wertung und beim Publikumspreis. Die Fachjury bewertete die Schaufenster in punkto Kreativität, Unterhaltungswert, Themenbezug, zum CHIO Aachen und handwerkliche Leistung.

    In der Jury-Wertung hat vor allem ein Geschäft überzeugt: Die Goldschmiede Thomas Giesen, sie gewann den ersten Preis. Inhaber Thomas Giesen hat sich sofort für den Schaufensterwettbewerb angemeldet, als er hörte, dass Italien das Partnerland des diesjährigen CHIO Aachen ist. Er funktionierte seine Goldschmiede kurzerhand in eine Pizzeria um, zumindest optisch. In seinen Schaufenstern gibt es zurzeit „Pizzen“, die mit Schmuck belegt sind, und Ketten aus Nudeln zu sehen. „Italien ist für meine Familie und mich seit einigen Jahren das Reiseland Nummer 1. Außerdem sind wir jedes Jahr beim CHIO Aachen. Daher fanden wir die Kombination in diesem Jahr besonders spannend“, sagt der Gewinner.

    Beim Publikumspreis stimmten 8.000 Menschen für ihren Favoriten ab. Die meisten Stimmen erhielt das Geschäft „Brille am Jahnplatz“. Katharina Hick und ihr Team haben sich etwas ganz besonderes für ihr Schaufenster einfallen lassen: „Was gehört außer Nudeln und Pizza noch zu Italien? Natürlich die Vespa. Daher habe ich mir die Vespa von meinem Sohn ausgeliehen, um sie ins Schaufenster zu stellen.“

    Der Schaufensterwettbewerb wurde in Zusammenarbeit von ALRV, Zeitungsverlag Aachen, Märkte- und Aktionskreis City e.V. (MAC) und der Stadt Aachen organisiert. Die geschmückten Schaufenster sind noch währen der ganzen Turniertage des CHIO Aachen 2011 (08. -17. Juli) zu bestaunen.

     

    Die Gewinner und die Preise:

    Jury-Wertung:

    1. Platz: Goldschmiede Thomas Giesen

    2. Platz: Blumen NOS

    3. Platz: Blumen Dückers

    4. Platz (zweimal vergeben): Bürozentrum Frankenne/Nobis Printen am Münsterplatz

    5. Platz: Blumen Geduldig Herzogenrath

    6. Platz: Spielmix GmbH

     

    Publikumspreis:

    1.Platz: Brille am Jahnplatz

    2. Platz: Roswithas Blumen

    3. Platz: Strasser Kaffeehaus

    10.07.2011 - Ukraine zeigte sich in Bestform

    Der Japaner Taizo Sugitano gewinnt Olympiaticket für London

    Beim CHIO Aachen lockte am traditionellen Soerser Sonntag neben dem Show- in diesem Jahr auch ein Sportprogramm. 38 Springreiter aus 12 osteuropäischen und asiatischen Ländern kämpften um die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2012 in London, neun Nationalmannschaften gingen an den Start. „Wir haben ein interessantes Teilnehmerfeld gesehen, das für Spannung bis zum Schluss gesorgt hat. Unseren Besuchern am Soerser Sonntag konnten wir somit eine besondere Attraktion bieten“, freut sich Frank Kemperman, Vorstandsvorsitzender des Aachen-Laurensberger Rennvereins.

    Nach zwei Durchläufen setzte sich die Amazone Katharina Offel aus der Ukraine mit ihrem Pferd Vivant an die Spitze (1 Fehler / 163.71 Sekunden). Damit erhält sie auch die Starterlaubnis für den CHIO Aachen 2011. Platz 2 erreichte ihr Landsmann Björn Nägel auf Niack de L´Abbaye (2 Fehler / 162.89 Sekunden), Dritter wurde Jamal Rahimov aus Aserbaidschan auf Warrior (3 Fehler / 170.97 Sekunden). Das ukrainische Team erreichte Platz 1 und darf somit bei den Olympischen Spielen als Nation teilnehmen. Die Türkei kam auf den zweiten Platz, gefolgt von Polen. Der Japaner Taizo Sugitano hat einen Einzelstartplatz für Japan bei den Olympischen Spielen erreicht. Der Sieg des ukrainischen Teams ist keine Überraschung: Bereits bei den Weltreiterspielen 2006 in Aachen holte das Team den vierten Platz.

    Alle Ergebnisse finden Sie hier.

    10.07.2011 - Die Favoriten triumphieren

    Die Weltmeister Patric Looser und Joanne Eccles siegen auch in Aachen – Deutschland I gewinnt den Nationenpreis

    Die Generalprobe ist gelungen: Es wurde knapp, doch in der Endabrechnung rückten die Favoriten beim Voltigieren die Verhältnisse zurecht. Nach dem Samstag war auch der Voltigier-Sonntag beim CHIO Aachen 2011 ausverkauft, die Stimmung in der Albert-Vahle-Halle riesig.

    Das hat mal wieder richtig viel Spaß gemacht mit unseren Voltis“ bilanzierte ein zufriedener Turnierdirektor Frank Kemperman. „Der Sport war hochklassig, teilweise dramatisch und die Stimmung wie immer überragend.“ Angefeuert von dieser Atmosphäre rückte Patric Looser die Kräfteverhältnisse in Europa und der Welt zurecht. Der Weltmeister aus der Schweiz, der seine neue Kür in Aachen präsentierte, gewann das Einzel-Voltigieren der Männer mit der Gesamtpunktzahl 8,180 vor dem französischen WM-Dritten und Europameister von 2009, Nicolas Andréani (8,151), und dem deutschen Youngster Jannik Heiland (Maschen/8,028).

    „Nach dem Astronauten-Kostüm und der dazu passenden Musik im vergangenen Jahr wollte ich in diesem Jahr etwas ganz anderes machen“, erläutert Looser, der beim deutschen Vize-Weltmeister Kai Vorberg in Köln trainiert. Das spiegelte sich auch in seinem neuen, weißen Kostüm wider: „Dort finden sich viele Elemente, die für mich wichtig sind, aber auch im Voltigiersport eine Bedeutung haben“, verriet der Schweizer.

    Deutlicher fiel der Sieg der britischen Weltmeisterin Joanne Eccles aus. Mit 8,206 Gesamtpunkten gewann die hübsche Blondine vor der Kölnerin Pia Engelberty (7,929), Die Schülerin von Kai Vorberg, die schon die beiden EM-Sichtungen gewonnen hat, hatte in der zweiten Wertungsprüfung die hohe Favoritin überrascht und knapp geschlagen. Nach der US-Amerikanerin Mary McCormick (7,901) folgte Kristina Boe (Hamburg/7,893). Dass sie als Top-Favoritin zur EM reist, weiß die Britin auch. „Aber ich muss auch erst einmal eine fehlerfreie Kür zeigen“, sagt Eccles in der Pressekonferenz mit einem Seitenblick auf Pia Engelberty.

    Bundestrainerin Ursula Ramge und die Voltigier-Kommission hatten angesichts der Leistungen ihrer jungen Schützlinge eigentlich keine größeren Schwierigkeiten, die Tickets für die EM in Le Mans zu verteilen. Der Nachwuchs muss ran, da bei den Herren Vize-Weltmeister Kai Vorberg (Bandscheiben-OP) und Daniel Kaiser (beendete die Saison vorzeitig aufgrund gesundheitlicher Probleme) sowie bei den Frauen die WM-Dritte Simone Wiegele und Antje Hill (konzentrieren sich 2010 auf das Team Neuss-Grimlinghausen, das bereits für die EM qualifiziert ist) in diesem Jahr nicht zur Verfügung stehen. Neben Neuss-Grimlinghausen, in Aachen unter dem „Label“ Deutschland I am Start, werden Jannik Heiland, Viktor Brüsewitz, Pia Engelberty und Kristian Boe die deutschen Farben bei der EM in Le Mans vertreten.

    Den „Preis der Sparkasse“ für die Teams, die nicht am Nationenpreis teilnahmen, gewann Dänemark II (7,743) vor den USA II (7,205) und Großbritannien (6,950). Abschließendes Highlight der dreitägigen Voltigierwettbewerbe war vor begeisterten Zuschauern der Nationenpreis. Erwartungsgemäß setzte sich Deutschland I mit dem Team Neuss-Grimlinghausen und den Einzelvoltigierern Pia Engelberty (Köln) und Jannik Heiland (Maschen) mit der Gesamtnote 25,420 vor dem Team Deutschland II (25,016) und Österreich (23,511) durch.

    Nicht nur in der Halle, auf dem gesamten Turniergelände sah man heute fröhliche und zufriedene Gesichter: 33 000 Besucher nutzten den „Soerser Sonntag“, um schon einmal am „Tag der offenen Tür“ Turnierluft zu schnuppern und sich an den Schaubildern zu erfreuen.

    10.07.2011 - Aachen empfängt Italien

    Montag auf dem Markt: Aachen empfängt Italien zum CHIO Aachen 2011

    „benvenuta Italia – Willkommen Italien!“ Eine Delegation von 70 Pferden und 100 Personen wird bei der Eröffnungsfeier am Dienstag auftreten. Aber schon am Montag präsentiert sich Italien mit einem bunten Programm auf dem Aachener Marktplatz. Alle Aachener Bürger sind eingeladen, ab 17.30 Uhr das Partnerland vor der wunderschönen Kulisse des historischen Rathauses zu empfangen. Für viele Einwohner hat dieses großartige Event mittlerweile einen festen Platz im Terminkalender. Es lohnt sich auch in diesem Jahr, zum Marktplatz zu kommen. Unter anderem werden das berittene Fanfarencorps der Carabinieri a Cavallo, Römerwagen und die Pariglias, eine italienische Stuntgruppe zu Pferde, zu sehen sein. Aber es wurde nicht nur an Pferdeliebhaber gedacht. Stelzenläufer in italienischen Kostümen und Vesparoller geben sich bei diesem Empfang ebenfalls die Ehre und verbreiten italienisches Lebensgefühl in der Aachener Innenstadt.

    09.07.2011 - CHIO Aachen 2011 im TV

    Live-Übertragungen in die ganze Welt

    Rund 30 Stunden Reitsport in ARD, WDR und ZDF

    Viele Prüfungen beim CHIO Aachen (8. bis 17. Juli 2011) können wieder live im TV verfolgt werden. Neben interessanten Hintergrund-Reportagen zum Weltfest des Pferdesports werden in ARD, WDR und ZDF rund 30 Stunden Reitsport zu sehen sein. Auch in allen Ländern der Welt werden Bilder aus der Soers zu sehen sein.

    Hinter den Kulissen von ARD, WDR, ZDF und verschiedenen Produktionsfirmen arbeiten während der Turniertage rund 250 Mitarbeiter. Mit ihnen kommen mehrere große Übertragungswagen sowie knapp 50 Kameras zur Produktion der Fernsehbilder von Springen, Dressur, Vielseitigkeit, Fahren und Voltigieren. Allein 60 Mitarbeiter sind an der Übertragung der Geländeprüfungen am Samstag, 16. Juli, beteiligt. Der Ü-Wagen zur Geländeproduktion war bereits 2008 bei den Olympischen Spielen der Leichtathletik in Beijing im Einsatz. Bei der Vielseitigkeits-Übertragung gibt es zudem eine Besonderheit: Die „Towercam“, ein vertikales Kamerahubsystem.

    Auch die Lokalzeit Aachen wird mit vielen Live-Berichten und bunten Reportagen über Veranstaltungen in der Soers informieren. Privatsender werden vom CHIO Aachen in Nachrichten- und Magazin-Formaten berichten.

    Die vorläufigen TV-Zeiten CHIO 2011 finden Sie hier.

    Lieber vor Ort dabei sein? Tickets gibt es hier oder an der Ticket-Hotline: 0241-917-1111.

    09.07.2011 - Die Favoriten lassen Federn

    Die Weltmeister Patric Looser und Joanne Eccles müssen sich am zweiten Tag der Konkurrenz beugen – Deutschland I gewinnt den „Preis der Sparkasse“

    0,007 Punkte – das ist weniger als der viel zitierte Wimpernschlag – war Nicolas Andréani diesmal besser. Der Franzose, hinter Patric Looser (Schweiz) und Kai Vorberg (Köln) im Herbst 2010 Dritter der Weltreiterspiele im US-amerikanischen Kentucky, gewann am zweiten CHIO-Tag die zweite Wertungsprüfung der Voltigierer, eine Kür, in der Albert-Vahle-Halle. Der 26-jährige, im Mai Zweiter beim Weltcup-Finale in Leipzig, ist der noch amtierende Europameister der Voltigierer, einen Titel, den er in diesem Jahr in seinem Heimatland verteidigen möchte: Denn die Europameisterschaften finden vom 16. bis 21. August im französischen Le Mans statt. Die Voltigierwettbewerbe beim CHIO Aachen sind einmal mehr die wichtigste internationale Standortbestimmung vor dem Championat – und die wichtigste Möglichkeit für die USA, sich in diesem Jahr mit der europäischen Konkurrenz zu messen.

    Die Männer-Konkurrenz entwickelt sich in Abwesenheit von Deutschlands Vorzeigeturner Kai Vorberg, der in diesem Jahr aufgrund seiner Bandscheiben-OP nur als Longenführer bzw. Trainer von Patric Looser, Lukas Klouda (Tschechien) und Pia Engelberty in Aachen dabei ist, wie erwartet zu einem Zweikampf zwischen Andréani (8,707 Punkte) und Weltmeister Looser (8,700), der am Freitag zum Auftakt klar die Konkurrenz dominiert hatte. Erfreulich aus deutscher Sicht: Die Plätze 3 und 4 der jungen Voltigierer Jannik Heiland (Maschen/8,380) und Viktor Brüsewitz (Garbsen/8,187). Die Entscheidung in der Gesamtwertung fällt am Sonntag mit der dritten Wertungsprüfung, dem Technikteil.

    Auch bei den Frauen gab es eine faustdicke Überraschung – und aus deutscher Sicht eine erfreuliche dazu: Pia Engelberty (Köln), frisch gebackene Rheinische Meisterin, rangierte in der zweiten Wertungsprüfung mit 8,427 Punkten und somit zwei Zehnteln vor Weltmeisterin Joanne Eccles (8,407) und deren Landsmännin Lucy Philipps (beide Großbritannien/8,267). Engelberty, die so etwas wie der Shooting-Star der Saison im deutschen Lager ist, wird von Kai Vorberg in Köln trainiert. Engelberty gewann beide nationalen EM-Sichtungen und ist die erste Kandidatin auf ein EM-Ticket von Bundestrainerin Ursula Ramge.

    Morgen fällt mit der Teilprüfung Technik nicht nur die Entscheidung in der Frauen-Wertung beim CHIO Aachen – im Abschluss an das Turnier wird Ramge auch die Nominierungen für die Europameisterschaften im August verkünden. „Wir sind ja mit ganz jungen Leuten in Aachen am Start, die sich hier bisher toll geschlagen haben“, zog die Bundestrainerin zufrieden Zwischenbilanz. Denn das Team, das sie in Aachen und bei der EM an den Start schickt, ist ausgesprochen jung, bis auf einen Starter sind alle U 21.

    Das EM-Ticket in der Tasche haben bereits die Team-Voltigierer von Neuss-Grimlinghausen, die in Aachen als Team Germany I am Start sind. Nach der Kür am Freitag gewannen sie auch heute klar vor Germany II, Vize-Weltmeister VV Ingelsberg. 8,779 Punkte gab es für ihre Kür, mit 8,087 Punkten insgesamt gewannen sie den „Preis der Sparkasse“. Die Neusser, angeführt von Longenführerin Jessica Schmitz (siehe Foto), waren schon 2006 in Aachen Weltmeister geworden, hatten national aber 2008 und 2010 das Nachsehen gegenüber Ingelsberg. Doch in diesem Jahr hatten die Rheinländer bereits beim „Preis der Besten“ in Warendorf ihre Überlegenheit gegenüber den Bayern demonstriert. Diese verbuchten in der zweiten Wertungsprüfung 8,507 Punkte und kamen insgesamt auf 7,867 Zähler. Auch Platz 3 blieb unverändert. Mit 7,569 Punkten – 7,131 – kam die Abordnung aus Österreich auf den dritten Platz. Insgesamt war der Abstand zu den deutschen Teams erneut deutlich.

    Groß war der Jubel nach dem Pas de Deux: Theresa-Sophie Bresch (Tübingen) und Torben Jacobs (Delmenhorst) jubelten gemeinsam mit Longenführerin Doris Marquardt: Das Duo hatte auch in der zweiten Wertung die Nase vorne und gewann somit verdient die Gesamtwertung. Eine Veränderung gab es auf den folgenden Plätzen: Das britische Geschwisterpaar Joanne und Hannah Eccles – Vater John komplettiert als Longenführer und Trainer das Familienteam – schob sich mit 8,231 und somit insgesamt 8,053 Zählern nach zwei Kürdurchgängen noch auf Platz 2. Die Geschwister Florian und Anna Kraft (Essen), die in der ersten Kür Platz 2 belegt hatten, mussten heute auch noch das US-Duo Devon Maitozo und Rosalind Ross, das eine dramatische Vampir-Kür zeigte, ganz knapp vorbeilassen. In der Endabrechnung lagen die Amerikaner mit 7,911 Punkten 0,7 Zähler vor den Deutschen.

    Der Voltigiersport ist vor allem beim jungen Publikum, das die Darbietungen mit lautem Beifall begleitete, sehr beliebt. 1200 Zuschauer – damit war das Voltigieren ausverkauft – verfolgten heute in der Albert-Vahle-Halle die Darbietungen auf dem galoppierenden Pferd, 500 waren es am Freitag zum Auftakt gewesen. Auch der morgige Sonntag ist mit 1200 Fans bereits ausverkauft.

    Weitere 4600 Gäste werden heute Abend im Deutsche Bank Stadion zu „Pferd und Sinfonie“ erwartet. Das Sinfonieorchester Aachen wird wieder die abwechslungsreichen Schaubilder aus allen Bereichen des Reitsports musikalisch begleiten.

    Morgen geht es um 7.45 Uhr mit dem Voltigieren in der Albert-Vahle-Halle weiter. Um 11.30 Uhr läutet der Ökumenische Gottesdienst im Deutsche Bank Stadion den „Soerser Sonntag“ ein. Dann sind bei freiem Eintritt alle Aachener und Freunde des Reitturniers auf das Turniergelände eingeladen. Neben Schaubildern wird auch hochklassiger Sport geboten: Ab 13 Uhr werden 46 Springreiter aus 13 osteuropäischen und asiatischen Nationen, wie die Türkei, die Ukraine oder auch Philippinen und Aserbaidschan, um die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2012 in London kämpfen. Das siegreiche Team und der beste Einzelstarter sind für Olympia qualifiziert, zusätzlich erhält der Einzelsieger eine Startgenehmigung für die Springprüfungen des CHIO Aachen 2011, die am Dienstag beginnen. Der erste Umlauf des Qualifikationsspringens beginnt um 13 Uhr im Fahrstadion, der zweite folgt um 15.30 Uhr.

    08.07.2011 - airberlin Fan-Award

    "airberlin Fan-Award powered by 100'5 DAS HITRADIO."

    Auch in diesem Jahr haben Sie beim CHIO Aachen wieder die Chance, Ihren Lieblingssportler auf die oberste Stufe des Treppchens zu wählen.

    Wer also ist für Sie die Nummer 1, wer darf den "airberlin Fan Award powered by 100'5 DAS HITRADIO." am 17. Juli 2011 mit nach Hause nehmen?

    Stimmen Sie jetzt ab und gewinnen Sie tolle Preise!

    08.07.2011 - Aktion „aachen hilft“

    „Öcher Kenger“ engagieren sich für Therapeutisches Reiten

    Mit 5 Euro Gutes tun: Der CHIO Aachen unterstützt das Projekt „aachen hilft“. Kinder aus der Region Aachen haben einen Song auf CD aufgenommen, die während der Turniertage gekauft werden kann. Die CD kostet 5 Euro.

    Die erste live gesungene Kostprobe des Songs „Hey Ya“ gab es bereits am Freitag von den rund 20 Kindern. Während der Aufführung drehte ein alter Bekannter seine Runden durch das Dressurviereck: Das Fjord-Pferd „CHIO“. Dieses wurde vor einigen Jahren vom Aachen-Laurensberger Rennverein dem Lohner Hof für das Therapeutische Reiten geschenkt. Auch mit dem Erlös der Aktion „aachen hilft“ werden reittherapeutische Einrichtungen der Region Aachen unterstützt. Turnierdirektor Frank Kemperman war begeistert von dem Einsatz der Kinder: „Ich finde es toll, was die Kinder hier auf die Beine stellen. Wir haben von Anfang an das Projekt „aachen hilft“ unterstützt. Therapeutisches Reiten, Kinder und Musik – das passt prima zum CHIO Aachen.“

    Die CD mit einer Auflage von 5.000 Exemplaren ist für 5 Euro in den Fan-Shops im CHIO-Village erhältlich. Der gesamte Erlös kommt Therapiehöfen in der Region zugute. „Das wichtigste an dem Song ist, dass er eine unheimlich positive Grundstimmung hat“, erzählt Frank Stumvoll, der den Song auch komponiert und produziert hat. Gemeinsam mit Jörg Krupp ist Stumvoll auch Initiator des Projekts.

    Im Laufe der Turniertage wird der Song zu mehreren Terminen live gesungen, unter anderem am Soerser Sonntag auf der AZ-Bühne und am Samstag, 16. Juli, um 15.30 Uhr im Hauptstadion. Claudia Schönborn vom Lohner Hof betonte, wie wichtig solche Aktionen für die Therapiehöfe sind: „Wir sind eine gemeinnützige Einrichtung und auf solche Aktionen angewiesen. Ohne Spenden gäbe es uns gar nicht mehr.“

    08.07.2011 - Die Favoriten überzeugen

    Weltmeister Patric Looser (Schweiz) und Joanne Eccles (Großbritannien) nach Tag 1 vorne

    Team Deutschland I vor Deutschland II – die Gastgeber dominieren die Konkurrenz am ersten Tag des CHIO Aachen in der Albert-Vahle-Halle. Nach der Pflicht um den „Preis der Sparkasse“ rangieren die beiden Teams mit 7,395 bzw. 7,228 Punkten mit deutlichem Abstand vor Österreich, das mit 6,693 Zählern derzeit Platz 3 belegt.

    Hinter Deutschland 1 „verstecken“ sich die Voltigierer aus Neuss-Grimlinghausen, die 2006 bei den Weltreiterspielen in Aachen die Goldmedaille gewonnen hatten. Und hinter Deutschland II der VV Ingelsberg, der 2008 Weltmeister sowie 2010 Vize-Weltmeister bei den Weltreiterspielen in Kentucky geworden war. Anno 2011 ist der Kampf zwischen den beiden Top-Teams um die Vorherrschaft längst entschieden: Schon beim „Preis der Besten“ im Mai in Warendorf hatte Neuss-Grimlinghausen die Bayern klar hinter sich gelassen. Und auch beim Turnier in Wiesbaden zeigten die Rheinländer, die am vergangenen Wochenende erwartungsgemäß überlegen Rheinische Meister wurden, die besten Runden. Noch im vergangenen Jahr hatten die Neusser verletzungsbedingt kein Team zusammenbekommen und sich für den CHIO Aachen eigens mit der Konkurrenz vom Team Wintermühle der JRG Köln, das damals ähnliche Personalprobleme hatte, zusammengeschlossen, um ein Team für die Soers stellen zu können. Im vergangenen Jahr hatte Ingelsberg das WM-Ticket frühzeitig in der Tasche – so wie in diesem Jahr Neuss-Grimlinghausen frühzeitig das EM-Ticket gesichert hat.

    Offen ist dagegen, wer im Einzel die deutschen Farben bei der EM vertreten wird. Die Entscheidung fällt an diesem Wochenende in Aachen. Bundestrainerin Ursula Ramge und die Voltigier-Kommission haben je vier Männer und Frauen ins Rennen geschickt, die um die beiden EM-Tickets kämpfen. „Es sind alles junge Voltigierer, die teilweise aber schon im Junioren-Bereich Medaillen und Titel gewonnen haben“, erläutert Ramge. Denn die Bundestrainerin hat in diesem Jahr Sorgen, muss auf die etablierten Voltigierer verzichten: Vize-Weltmeister Kai Vorberg (Köln) kuriert sich nach einer Bandscheiben-OP noch aus, ob er noch einmal in den Sport zurückkehren wird, ist noch offen. Daniel Kaiser (Delitzsch), der den „Preis der Besten“ gewann, beendete seine Saison verletzungsbedingt vorzeitig. Und bei den Frauen müssen Simone Wiegele, die in Kentucky WM-Bronze gewann, sowie Antje Hill passen. Beide stehen im Team von Neuss-Grimlinghausen – „und die Team-Nominierung geht für mich vor die Einzelnominierung“. So muss also der Nachwuchs ran.

    Überlegen steht nach Tag 1 die britische Favoritin Joanne Eccles, die in Kentucky die Goldmedaille gewonnen hat, vorne. Nach Pflicht und Kür führt die Weltmeisterin, die von ihrem Vater John Eccles betreut wird, mit 8,194 Punkten vor der Dänin Rikke Lauman (7,901) und Sarah Kay (Sörup/7,834), die bereits zweifache Junioren-Europameisterin war.

    Hinter der US-Amerikanerin Mary McCormick (7,808) folgen Kristina Boe (Hamburg/7,802) und Pia Engelberty (Köln/7,798). Die Kölnerin ist die Senkrechtstarterin der Saison und gewann die beiden bisherigen Sichtungen, wurde zudem am vergangenen Wochenende überlegen Rheinische Meisterin. Die Vierte im Bunde ist Regina Burgmayr (Ingelsberg/7,674), die auf Platz 10 landete.

    Bei den Herren steht erwartungsgemäß Weltmeister Patric Looser, der in Köln bei Kai Vorberg lebt und trainiert, vorne. Mit 8,428 Zählern rangiert der Schweizer vor dem französischen WM-Dritten Nicolas Andreani (8,159). Beim Turnier in Wiesbaden im Juni hatte der Schweizer sich überraschend dem Tschechen Lukas Klouda geschlagen geben müssen, der ebenfalls von Vorberg trainiert wird. Klouda (7,989)  liegt nach Tag 1 hinter  Jannick Heiland (Maschen/7,997), der wie Engelberty bei den Frauen selbst bei den Männern auf dem Durchmarsch ist, auf Platz 4. Das deutsche Aufgebot komplettieren Viktor Brüsewitz (Garbsen/7,895) auf Platz 5, Thorben Hoppe (Kriftel/7,555) auf Platz 8 und Torben Jacobs (Delmenhorst/7,498) auf Rang 10.

    Jacobs ist im Doppel-Einsatz: Im Pas de Deux führen das gemischte Doppel Jacobs und Theresa-Sophie Bresch (Delmenhorst/Tübingen) nach der ersten Kür mit 8,131 Punkten vor den Geschwistern Florian und Anna Kraft (Essen/7,905) und dem britischen Geschwisterpaar Joanne und Hannah Eccles (7,874). Auch für die Duos geht es neben dem Sieg in Aachen noch um die Fahrkarten zur Europameisterschaft.

    07.07.2011 - Erste Top-Favoritin angereist

    Der erste Superstar ist schon da: Die britische Voltigiererin Joanne Eccles ist nicht nur die CHIO Aachen-Vorjahressiegerin, sie ist auch amtierende Welt- und Europameisterin. Dienstagnacht sind Vater John Eccles, Schwester Hannah, Joanne und Pferd WH Bentley in ihrer schottischen Heimat nordöstlich von Glasgow gestartet. Von Dover ging es mit der Fähre nach Calais und dann durch Nordfrankreich, Belgien und die Niederlande nach Aachen. Die meiste Zeit saß die 22jährige Eccles übrigens höchstpersönlich am Steuer des LKWs. Zur Vorbereitung auf die morgen beginnenden Wettkämpfe turnte sie sich schon einmal auf dem Mercedes-Benz-Gelände im CHIO-Village warm, ihre Erwartungen sind klar: „Aachen ist ein großartiger Wettbewerb, ich hoffe, ich kann so erfolgreich wie im Vorjahr sein.“

    Wer Joanne Eccles live erleben möchte, muss sich sputen: Nur für den morgigen Freitag sind noch Tickets für die Voltigierprüfungen in der Albert-Vahle-Halle erhältlich.

    07.07.2011 - Patric Looser in Aachen unterwegs

    Patric Looser, Voltigierweltmeister von Kentucky 2010 und Weltcup-Sieger 2011, startet morgen mit seiner ersten Prüfung beim CHIO Aachen. Heute machte er sich bereits mit einem ungewöhnlichen Trainingsprogramm warm. Dafür tauschte er sein „lebendiges“ Pferd mit bekannten Aachener Pferdestatuen. Ob die Pferdegruppe vor dem Aachener Hauptbahnhof, der Lachende Hengst vor dem Stadttheater Aachen oder die Spielenden Pferde auf dem CHIO-Gelände - Patric Looser lernte so - gemeinsam mit einem Kamerateam unseres Medienpartners WDR - die Pferdestadt Aachen einmal von einer ganz anderen Seite kennen.

    07.07.2011 - Publikumsbefragung beim CHIO 2011

    Jedes Jahr besuchen mehr als 350.000 Zuschauer das Weltfest des Pferdesports in Aachen. Die Zufriedenheit der Besucher liegt dem Organisator des CHIO Aachen besonders am Herzen.

    Daher wird dieses Jahr zum sechsten Mal während des Turniers eine Besucherbefragung durchgeführt. Für die Umsetzung ist das Institut für Sportsoziologie der Deutschen Sporthochschule unter der Leitung von Dr. Hans Stollenwerk verantwortlich.

    Auf der Grundlage der Publikumsbefragung konnten bereits viele Bereiche, wie z.B. Wettbewerbe und Infrastruktur, verbessert werden. Die Befragung wird auch in Zukunft ein fester Bestandteil des CHIO Aachen sein. Die Bögen werden auf dem Turniergelände verteilt.

    06.07.2011 - Fendt beim CHIO 2011

    AGCO/Fendt steigt in diesem Jahr weiter in das Sponsoring im Reitsport ein. Als offizieller Produktpartner für Landmaschinen ist Fendt erstmalig beim CHIO vertreten. Mehr als 1.000 PS „AGCO/Fendt-Power“ werden vom 12. bis zum 17. Juli 2011 auf dem riesigen Turniergelände im Einsatz sein. Die überragende Technik des innovativen Landtechnik-Unternehmens wird auf der 250 m² großen Ausstellungsfläche zu sehen sein.

    Mit acht Fendt Traktoren erledigen die fleißigen Helfer des CHIO Aachen unterschiedlichste Aufgaben wie zum Beispiel die Pflege des „heiligen Rasens“ im großen Springstadion oder den Parcoursdienst. 70 bis 90 PS haben die wendigen Traktoren und repräsentieren damit die kleineren Baureihen 200 Vario des umfassenden Fendt-Produktprogramms mit Traktoren von bis zu 390 PS und Erntetechnik. Die Schwestermarke Massey Ferguson – wie Fendt unter dem Dach der Landtechnikgruppe AGCO Corporation – stellt zudem 19 MF Bulls für die Veranstaltung zur Verfügung. Diese praktischen Nutzfahrzeuge mit Pritsche sind für schnelle Transportfahrten auf dem großen Gelände unverzichtbar. „Wir freuen uns sehr, mit den hochmodernen Landmaschinen arbeiten zu können. Die Hochwertigkeit und Qualität von Fendt passt perfekt zu unserer hochklassigen Veranstaltung“, meint Frank Kemperman, Turnierchef des CHIO Aachen.

    In der 250 m² großen Ausstellung von Fendt können die Traktoren genauestens unter die Lupe genommen werden. Im CHIO Village präsentiert Fendt die neuesten Innovationen bis hin zum 900 Vario. Der liebevoll gestaltete Stand lädt zum Verweilen ein, auch dank professioneller Beratung der Experten von Fendt und des Vertriebspartners RWZ Köln.

    90 Meter Bandenwerbung im großen Springstadion, Banden im Dressur- und Fahrstadion sowie ein das AGCO/Fendt-Hindernis in der Teilprüfung Gelände beim Eventing runden die Präsenz von Fendt beim CHIO Aachen ab.

    05.07.2011 - Spektakuläre Eröffnungsfeier

    WDR überträgt live – Ursula von der Leyen und Wladimir Klitschko überreichen Medienpreise.

    Die Eröffnungsfeier zum Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2011, präsentiert von airberlin, verspricht spektakulär zu werden. Knapp 300 Beteiligte und 90 Pferde werden am Dienstag, 12. Juli 2011, ab 17 Uhr im Hauptstadion zu erleben sein.

    Das CHIO-Partnerland Italien wird die Eröffnungsfeier prägen – und einen ganz besonderer Gast wird dabeisein: Piero d´Inzeo ist nicht nur ein alter Rivale der deutschen Reitsportlegende Hans Günter Winkler, sondern mit vier Siegen auch Rekordgewinner im Großen Preis von Aachen, dem Rolex Grand Prix. Er wird sich wie zu Hause fühlen, denn die rund 35.000 erwarteten Besucher werden ganz viel „bella Italia“ erleben. Ob rund 100 Vespa-Roller oder römisches Wagenrennen, berittene Carabinieri oder italienische Pferdehirten – mit einem abwechslungsreichen Show-Programm und ganz viel südeuropäischer Begeisterung wartet die Eröffnungsfeier auf. Traditionell wird im Rahmen der Feier auch der renommierteste Medienpreis im Bereich des Pferdesports überreicht: Das Silberne Pferd“ wird für außergewöhnliche Beiträge in den Bereichen TV, Print und Hörfunk verliehen. In diesem Jahr dürfen sich die Preisträger neben der Auszeichnung auch wieder über prominente Paten freuen: Bundesministerin Ursula von der Leyen und der alte und neue Box-Weltmeister Wladimir Klitschko werden die Trophäen übergeben. Klitschko kommt als Markenbotschafter des langjährigen CHIO Aachen-Partners Warsteiner in die Soers. Hier oder an der Hotline (0241-917-1111) gibt es noch Karten, wer es nicht ins Stadion schafft, kann die Live-Übertragung im WDR verfolgen.

    05.07.2011 - 20. Schaufensterwettbewerb

    Der Aachen-Laurensberger Rennverein e.V. (ALRV) organisiert jedes Jahr zum CHIO Aachen gemeinsam mit dem Zeitungsverlag Aachen, dem Märkte- und Aktionskreis City (MAC) und der Stadt Aachen den traditionellen Schaufensterwettbewerb.

    Der Wettbewerb feiert in diesem Jahr sein 20. Jubiläum, umso mehr haben wir uns über die liebevoll gestalteten Schaufenster gefreut.

    Rund 100 Geschäfte aus Aachen und der Region haben in diesem Jahr am Schaufensterwettbewerb teilgenommen. Die 20 kreativsten Geschäfte wurden von der Hauptjury noch einmal genau unter die Lupe genommen. Am 10. Juli werden die drei Bestplatzierten bei der Preisverleihung im Soerser Zelt bekanntgegeben. Die Geschäfte, die nicht den Sprung unter die zwanzig besten geschafft haben, können immer noch den Publikumspreis gewinnen.

    04.07.2011 - Die Superstars des Pferdesports

    Die aktuellen Welt- und Europameister sind da, die Olympiasieger und auch die Top-Platzierten der Weltranglisten fehlen nicht. Wenn das Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen, am 8. Juli beginnt, sind alle Superstars des Pferdesports dabei.

    „Ich war überwältigt, ich werde diesen Moment nie vergessen, ein außergewöhnliches Gefühl“, so beschreibt die Deutsche Meisterin der Springreiterinnen Janne Friederike Meyer ihre Premiere im Mercedes-Benz Preis, Teil des FEI Nations Cup™, im Vorjahr. Auch in diesem Jahr wird sie gemeinsam mit Marcus Ehning, Ludger Beerbaum, Christian Ahlmann und Carsten-Otto Nagel zum deutschen Team gehören. Das wurde im Rahmen eines Pressegesprächs vor dem CHIO-Start bekannt gegeben. Fürs Dressur-Team gesetzt ist Matthias Alexander Rath im Sattel von Totilas. Ihn erwartet in Aachen erstmalig auch die bärenstarke internationale Konkurrenz. Rath sieht`s gelassen, „wir müssen nicht jede Prüfung gewinnen, auch wenn das vielleicht der Ein oder Andere erwartet“, so Rath.

    Über die Hochkaräter in Parcours, Viereck, Gelände und im Voltigierzirkel freut sich naturgemäß Turnierdirektor Frank Kemperman: „Wir werden großen Sport in der einmaligen Aachener Atmosphäre erleben“, so der Niederländer. Denn auch in der Vielseitigkeit reisen mit Michael Jung, William Fox-Pitt und Andrew Nicholson die absoluten Superstars auf das traditionsreiche Turniergelände in der Aachener Soers. Und wenn am Freitag die Voltigierer das Turnier eröffnen, wird – angeführt vom Schweizer Weltmeister Patric Looser – ebenfalls die absolute Weltklasse zu erleben sein.

    Entsprechend groß ist die Nachfrage nach Karten. Auch wenn einige Tage bereits ausverkauft sind, „können wir sogar für manche Top-Prüfungen und auch für die Eröffnungsfeier am Dienstag noch Karten anbieten“, so Michael Mronz, Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH. Mronz informierte zudem über einen leicht auf 10,5 Millionen Euro gestiegenen Etat (Vorjahr 10,3 Millionen), die Gesamtdotierung beträgt 1,79 Millionen Euro. Als neue Wirtschaftspartner unterstützen Fendt, Cellagon, die Metro AG, Samsonite und die Autobahn Tank & Rast GmbH das international renommierteste Pferdesportereignis. Mit Tank & Rast werden die CHIO-Organisatoren eine echte CHIO-Spezialität anbieten: Blaubeeren mit Vanille-Sahne. Diese wird es dann sicherlich auch 2015 bei den Europameisterschaften geben – sollten denn die CHIO-Organisatoren den Zuschlag für ihr neuartiges Konzept mit fünf Disziplinen bekommen. Mit dem Slogan „be part of it“ wollen die Organisatoren Zuschauer, Sponsoren, Medien und Sportler gleichermaßen für ihre Bewerbung begeistern.

    Und dies bei bestem Wetter – das versprach zumindest Carl Meulenbergh, Präsident des Aachen-Laurensberger Rennvereins. Schließlich sei Italien das diesjährige Partnerland, wer zweifele da noch an gutem Wetter, schmunzelte Meulenbergh. Neben viel Sonne, gutem Essen und südländischer Begeisterung werden die Italiener auch einen ihrer bekanntesten Sportler mitbringen: Der mittlerweile 88-jährige Piero d`Inzeo lieferte sich in den 50er und 60er Jahren legendäre Duelle mit Hans Günter Winkler – „so einen alten Kämpen hier bei uns zu haben, ist eine tolle Sache.“

    Zum Stadion wird auch Piero d`Inzeo (mit vier Siegen erfolgreichster Starter im Großen Preis von Aachen, dem heutigen Rolex Grand Prix) sicher mit den Limousinen des Mercedes-Benz-Fahrdienstes gebracht werden. Mercedes ist seit 1954 Partner des Turniers, mit rund 40 Fahrzeugen wird der Service organisiert. Eine kleine Auswahl hatte Matthias Hindemith, Direktor der Niederlassung mit zum Aachener Markt gebracht, in einem reiste Janne Meyer vom Flughafen an : „Ich wäre am liebsten drin sitzen geblieben“, schmunzelte sie.

    Das Foto zeigt von links: Frank Kemperman, Matthias Alexander Rath, Janne Friederike Meyer, Matthias Hindemith, Carl Meulenbergh, Marcel Philipp.

    01.07.2011 - Im Gespräch mit Totilas

    Als Mann der Stadion-Interviews ist Manfred Kutsch vom Zeitungsverlag Aachen dem Aachener Publikum bestens bekannt. Nun hat er nach vielen Jahren und unzähligen Gesprächen mit den Protagonisten des Pferdesports auch sein erstes Pferd interviewt. Die Antworten musste dennoch Reiter Matthias Alexander Rath liefern - Pferd Totilas war zu sehr mit dem Fressen beschäftigt.

    Das Video zum Interview finden Sie hier.

    01.07.2011 - Bequeme Anreise per Bus

    Noch eine Woche – dann startet der CHIO Aachen 2011. Rund 350.000 Besucher werden auch in diesem Jahr in der Aachener Soers erwartet. Öffentliche Verkehrsmittel sind die beste Möglichkeit, bequem zum Turniergelände und wieder zurück zu kommen. „Seit Jahren besteht zwischen dem Aachen-Laurensberger Rennverein und ASEAG und APAG eine ausgezeichnete Partnerschaft. Auch dieses Jahr können sich unsere Besucher wieder auf den gewohnten Service verlassen“, so Frank Kemperman, Vorstandsvorsitzender des Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV).

    Am Freitag überzeugte sich Kemperman gemeinsam mit Michael Carmincke, Vorstand ASEAG, und Pressevertretern persönlich von der bequemen Anreise per Bus. Entlang an den Stallungen, der Albert-Vahle-Halle, der Geländestrecke und mitten durch das CHIO-Village genossen sie eine kleine Rundfahrt. „Reiseführer“ Kemperman erläuterte dabei den Stand der Vorbereitungen: So ist der Aufbau der Zelte bereits fertig, ab der nächsten Woche Mittwoch beziehen die 180 Aussteller ihre Ausstellungszelte. Auch in der Geländestrecke sind fast alle Hindernisse für die Disziplinen Vielseitigkeit und Fahren aufgebaut.

    „Die CHIO-Besucher können wieder auf das bewährte Kombi-Ticket zurückgreifen“, so Sander Lutterbach, Leiter Verkehrslenkung und Betriebssteuerung ASEAG. Mit der Eintrittskarte können so auch die Busse genutzt werden. Zusätzlich werden Parkplätze und Shuttle-Dienste während der Turniertage zur Verfügung gestellt. Zu den Veranstaltungen „Pferd und Sinfonie“, dem Mercedes-Benz Nationenpreis, Teil des FEI Nations‘ Cup am Donnerstagabend, dem Geländetag (16.7.) und dem CHIO-Schülertag werden zusätzliche Busse eingesetzt und die Fahrtzeiten erweitert. Michael Carmincke: „Alle unsere Angebote werden ausgiebig genutzt, im letzten Jahr haben wir rund 100.000 Fahrgäste befördern dürfen.“

    Für Gäste, die mit dem Auto anreisen, stehen genügend Parkplätze und –flächen in der Nähe des Turniergeländes zur Verfügung. „Parktickets sollten vorab im Online-Shop bei der APAG bestellt werden“, so Jörg Peter von der APAG.

    Alle Infos zu Parken und Anreise

    30.06.2011 - Perfekter Pinselstrich

    Die Baskenmütze sitzt ebenso perfekt wie jeder Pinselstrich. Schon seit vielen Jahren ist Werner Melech aus Roetgen auf der Turnieranlage des Weltfests des Pferdesports, CHIO Aachen, unterwegs. Ob Hindernisgestaltung, das Verzieren von ehemals blanken Betonwänden oder aktuell das Bemalen der „Aachen 2015-Bar“: Wann immer es gilt, Farbe künstlerisch aufzubringen, ist Werner Melech da. „Die Kreativität von Werner Melech tut dem Gelände richtig gut“, sagt Turnierdirektor Frank Kemperman. Er muss es derzeit am besten wissen, denn von seinem Büro aus schaut er genau auf die „Aachen 2015-Bar“.

    28.06.2011 - 80 Hostessen beim CHIO

    Dieses Jahr werden 79 Hostessen den CHIO Aachen unterstützen. Dazu kommt ein glücklicher Mann, ein sogenannter Host, der die Eingangskontrolle im Champions‘ Circle übernimmt. Am Wochenende wurden sie bereits in der ALRV-Geschäftsstelle auf ihre Aufgaben vorbereitet. Die Hostessen werden während des Turniers in verschiedenen Bereichen eingesetzt, z.B. an der Information im Foyer, als Siegerehrungshostessen, als Empfangsdamen im Eingangsbereich oder bei der Gästebetreuung auf den Tischtribünen. Auch Carolin Ifländer und Hanni Wegner werden wir als Hostessen beim CHIO Aachen 2011 sehen, beide im Champions‘ Circle: Erstere am Eingang, wo sie für die Verteilung der Bändchen verantwortlich ist und Auskünfte erteilt, Hanni Wegner wird als Springerin eingesetzt.

    Für die Ausstattung der Hostessen ein herzliches Dankeschön an SinnLeffers und Hermès

    28.06.2011 - Silberne Kamera: Alle Bilder online

    Seit einer Woche stehen die Nominierten der Silbernen Kamera 2011 fest. Insgesamt haben Fotografen aus 15 Nationen 97 Pferdesportfotos eingesendet. „Alle Beiträge sind sehr hochwertig, daher war die Nominierung der drei besten Fotos keine leichte Entscheidung“, sagt Frank Kemperman, Vorstandsvorsitzender des Aachen-Laurensberger Rennvereins e.V. Die Fachjury bestand aus der spanischen Dressurreiterin Beatriz Ferrer-Salat, Anke Fleig von der Fotoagentur Sven Simon (Vorjahressiegerin), Nele Toye (Leiterin Marketing Zeitungsverlag Aachen), Erich Timmermanns (Sparkasse Aachen) und CHIO Aachen-Turnierdirektor Frank Kemperman. Der Gewinner der „Silbernen Kamera“ wird im Rahmen des CHIO Aachen 2011 bekannt gegeben.

    Alle Beiträge können Sie sich jetzt hier ansehen. In der Bildergalerie finden Sie bestimmt auch Ihren ganz persönlichen Favoriten.

    25.06.2011 - Sicherheitsübung war ein Erfolg

    Rund 150 Rettungskräfte und 200 Ordner übten den Ernstfall. Nach einem angenommenen Teileinsturz eines Tribünendachs galt es, schnellstmöglich Verletzte zu versorgen und in die Krankenhäuser zu transportieren. Insbesondere das Zusammenspiel zwischen Feuerwehr, Polizei, Sanitätern und Ordnungsdienst sollte getestet werden. „Die Übung war ein Erfolg, die Zusammenarbeit hat ausgezeichnet funktioniert“ analysierte Jürgen Wolff, Leiter der Feuerwehr Aachen. Auch die CHIO Aachen-Organisatoren waren zufrieden, „der Ordnungsdienst hat sehr gut gearbeitet“ so Oberst a.D. Hans-Joachim Schaprian, Sicherheitskoordinator des Veranstalters. Auch die Versorgung der „Verletzten“ (Statisten waren extra geschminkt worden, um Verletzungen bestmöglich zu simulieren) hat gut funktioniert, wusste Prof. Karl Walter Zilkens, der Koordinator der medizinischen Betreuung des CHIO Aachen, zu berichten. „Wir haben seit vielen Jahren ein ausgezeichnetes Sicherheitskonzept, aber die praktische Übung bleibt die beste Vorbereitung“, sagte Frank Kemperman, Vorstandsvorsitzender des Aachen-Laurensberger Rennvereins. Lob für die professionelle Arbeit von Feuerwehr, Polizei und Sanitätern gab es von Heinz Lindgens, dem verantwortlichen Dezernenten der Stadt Aachen: „Es ist sehr gut zu wissen, dass wir auf eventuelle Notfälle ausgezeichnet vorbereitet sind.“ Mit zahlreichen Beobachtern hat die FH Köln die Übung unter die Lupe genommen. Ihr sehr detaillierter Bericht wird in einigen Wochen vorliegen und dann auch noch Verbesserungen in Nuancen zulassen.

     

    24.06.2011 - Italienische Pferdestärken

    Wie an einer roten Ampel im Zentrum von Rom: Motoren brummen wie tausend Wespen, der Geruch nach Benzin-Öl-Gemisch liegt in der Luft: Rund 80 Vespa- und Lambretta-Roller waren jetzt in der Aachener Soers unterwegs – Generalprobe für die CHIO Aachen-Eröffnungsfeier, präsentiert von airberlin, am 12. Juli ab 17 Uhr.

    „Ein tolles Bild, Italien pur“, freute sich CHIO-Turnierdirektor Frank Kemperman. Mit wehenden Fahnen knatterten die Zweiräder über den „heiligen Rasen“. Die Vespa gehört zu Italien wie die Pferde zum CHIO – und da Italien das diesjährige Partnerland des CHIO Aachen ist, dürfen die kleinen italienischen Flitzer natürlich nicht fehlen. Ob Picknickkorb, Helme in den Farben rot –weiß – grün oder Italienaufkleber: Die Fahrer zeigten sich bei der Probe bereits bestens vorbereitet – und voller Vorfreude auf den CHIO Aachen. „Ich bin Aachenerin, dass ich beim CHIO dabei sein darf, ist eine Riesensache“ freut sich Verena Willms, die eine silberne Vespa PX 200 durch die Soers steuert – stilecht mit CHIO-Aachen-Aufkleber auf der Rollerbacke.

    Natürlich gibt es neben italienischen Pferdestärken auch echte Pferde: Die Besucher dürfen sich auf römische Wagenrennen, die berühmten berittenen Carabinieri, die italienischen Stuntreiter „Pariglias“ oder die Cavalieri die Maremma (Pferdehirten aus der südlichen Toskana) freuen. Für die passende italienische Musik sorgen die drei Sopranistinnen von „Appassionante“. Ein wundervolles Programm, das das italienische Lebensgefühl in die Aachener Soers holt. Die gute Nachricht: Tickets für die Eröffnungsfeier, präsentiert von airberlin, am 12. Juli sind noch erhältlich, entweder hier oder direkt an der Hotline: (0241) 917-1111.

    23.06.2011 - Walk of Fame in der Soers

    Zwei Wochen vor Beginn des Weltfests des Pferdesports weht ein Hauch von Hollywood in der Soers: Der CHIO Aachen hat seinen „Walk of Fame“. Und wie könnte es in Aachen anders sein? Natürlich sind es Pferdenamen, die unter den Sternen leuchten. Im Stern ist kein Abdruck, sondern ein Hufeisen des jeweiligen vierbeinigen Superstars eingelassen. Und viele der ganz großen Namen sind dabei: „Halla“ und „Gigolo“, „E.T.“ und „Ratina Z“, „Totilas“ und Hickstead“ – 17 Namen von Spring- und Dressurpferden sind dabei, alle haben entweder den Deutsche Bank Preis, Großer Dressurpreis von Aachen, oder den Rolex Grand Prix, Großer Preis von Aachen gewonnen. Die Idee zu diesem ganz besonderen „Walk of fame“ hatte CHIO Aachen-Turnierdirektor Frank Kemperman. Von der Idee bis zur Realisierung verging mehr als ein Jahr: „Wir haben lange getüftelt, bis wir einen Weg gefunden haben, die Hufeisen in die Platten einzulassen“, so Kemperman. Die Platten werden derzeit einzementiert, zu finden ist der „Walk of fame“ auf dem Turniergelände gleich neben dem Eingang zur Geschäftsstelle des CHIO Aachen.

    22.06.2011 - EM 2015: FN unterstützt Aachen

    Im Rahmen der Deutschen Meisterschaften in Balve hat die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) entschieden, dass sie Aachen als Austragungsort der Europameisterschaften 2015 unterstützt. Frank Kemperman, Vorstandsvorsitzender des Aachen-Laurensberger Rennvereins e.V., vergaß nicht, dem deutschen Mitbewerber Hamburg für den „fairen Umgang miteinander“ zu danken. Die Aachener Organisatoren werden nun die nächsten Wochen intensiv nutzen, um das Konzept fertig zu stellen, um es dann fristgerecht bis Ende Juli 2011 dem Weltverband FEI zu übergeben. „Dieses Konzept wird sportlich attraktiv und finanziell seriös sein“, so Michael Mronz, Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH. Mronz kündigte zudem an, dass man bereits beim kommenden CHIO Aachen (8. bis 17. Juli) gemeinsam mit dem außergewöhnlichen Aachener Publikum Lust auf eine EM 2015 in Deutschland machen möchte.

    22.06.2011 - 100 Ponys in der Aachener Soers

    16 Tage vor Beginn des CHIO Aachen 2011 fühlten sich einige der Hauptdarsteller schon pudelwohl in der Soers: 4 Ponys und ein Fohlen waren auf das Turniergelände gekommen, um auf den Reitponytag am Freitag, 15. Juli einzustimmen.

    Unter ihnen war sogar ein Welt-Star, der 20-jährige Dornik. „Dornik hat im internationalen Ponyreitsport alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt und ist somit das erfolgreichste Dressurpony aller Zeiten. Er ist eine lebende Legende und hat in der Reitponyszene einen Stellenwert, der vergleichbar ist mit Hans Günter Winklers Erfolgspferd Halla“, schwärmt Martin Spoo vom Rheinischen Pferdestammbuch. Beim NRW-Reitpony-Tag wird er aus dem internationalen Reitsport verabschiedet. Am 15. Juli erwartet die Zuschauer im Fahrstadion ein spannendes Programm aus Show und Zucht. 100 Ponys aus ganz Nordrhein-Westfalen zeigen spektakuläre Quadrillen und erstklassige Dressuraufgaben, die erfolgreichsten Stuten, Fohlen und Hengste werden ebenso zu erleben sein wie Ein-, Zwei- und Vierspänner. Reitponys sind die idealen Partner für Kinder, ihre gutmütige Art schafft Vertrauen und die kleinen Reiter können behutsam an den Reitsport herangeführt werden. Viele Profisportler, die heute in den großen Stadien beim CHIO Aachen starten, haben ihre ersten Reitstunden auf einem Reitpony genommen.

    Grund genug, den kleinen Energiebündeln beim CHIO Aachen 2011 einen eigenen Tag zu widmen. Das findet auch Frank Kemperman, Vorstandsvorsitzender des Aachen-Laurensberger Rennvereins: „Dieses Jahr holen wir die kleinen Stars auf die Bühne. Wir sind uns sicher, dass wir viele tausend Zuschauer für die Reitponys begeistern können. Vor allem für Familien mit Kindern ist das ein tolles Angebot – CHIO und Ponys, das passt wunderbar zusammen.“ Das findet auch Martin Spoo. Der Chef des rheinischen Pferdestammbuches freut sich riesig auf die kleinen Superstars beim großen CHIO: „Toll, dass sich der Ponysport hier in diesem außergewöhnlichen Rahmen präsentieren kann. Wir werden die ganze Palette rund um Ponysport und Ponyzucht zeigen.“

    Für den Reitpony-Tag ist kein Extra-Ticket erforderlich. Jeder, der eine Karte für die Dressur- oder Springprüfungen des Tages kauft, kann sich das Show- und Zuchtprogramm im Fahrstadion anschauen. Tickets gibt es hier oder an der Hotline: 0241-917-1111.

    21.06.2011 - Wer gewinnt die Silberne Kamera?

    Ein Bild, so heißt es, sagt mehr als tausend Worte. Betätigt der Fotograf im richtigen Moment den Auslöser, kann ein einziges Foto eine ganze Geschichte erzählen. Eine Jury wählte nun das beste internationale Pferdesportfoto des Jahres. Verliehen wird die „Silberne Kamera“ für das beste Pferdesportfoto beim Weltfest des Pferdsports, CHIO Aachen 2011 (8. Bis 17. Juli).

    Nominiert wurden von der Jury die Fotografen (in alphabetischer Reihenfolge) Arnd Bronkhorst (Niederlande), Caren Firouz (Iran) und Julia Rau (Deutschland). 97 Fotografien von Fotografen aus 15 Nationen konkurrierten in diesem Jahr um das beste Foto. Keine einfache Wahl für die Jury, bestehend aus der spanischen Dressurreiterin Beatriz Ferrer-Salat, Anke Fleig von der Fotoagentur Sven Simon (Vorjahressiegerin), Nele Toye (Leiterin Marketing Zeitungsverlag Aachen), Erich Timmermanns (Sparkasse Aachen) und CHIO Aachen-Turnierdirektor Frank Kemperman.

    „Es haben sich viele der international renommiertesten Pferdesportfotografen beteiligt, wir mussten uns zwischen vielen außergewöhnlichen Beiträgen entscheiden“, sagte Frank Kemperman. Der Sieger wird am Samstagabend, 16. Juli 2011, im Rahmen der Springprüfungen im Hauptstadion ausgezeichnet. Der Erstplatzierte erhält 2500 Euro, der Zweite 1000 Euro und der Dritte 500 Euro. In Kürze werden alle Einsendungen auch online zu sehen sein.

    17.06.2011 - Parzival, Totilas und Co.

    Auf ein Weltklassefeld wie seit Jahren nicht mehr dürfen sich die Dressur-Fans beim CHIO Aachen 2011 freuen. Neben dem neuen Paar Matthias Rath und Totilas dürfen sich die Fans auf die erfolgreichsten Dressurpferde der Welt freuen: Neben Totilas kommen Ravel (mit Steffen Peters), Mistral Hojris (mit Laura Bechtolsheimer) und Parzival (mit Adelinde Cornelissen) nach Aachen. Die Attraktivität der Disziplin wurde in Aachen in den letzten Jahren kontinuierlich gesteigert und führt in diesem Jahr zu einem Boom bei der Kartennachfrage.

    „Allein für den Deutsche Bank Preis am Sonntag hätten wir schon weit mehr als zehntausend Karten verkaufen können. Die meistgestellte Frage an der Ticket-Hotline ist derzeit, ob wir nicht wie bei der WM 2006 mit der Dressur ins große Stadion gehen können“, so Michael Mronz, Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH. Dies wird beim CHIO 2011 nicht funktionieren, aber „sollten wir die Möglichkeit erhalten, die Europameisterschaften 2015 auszurichten, können wir schon heute sagen, dass wir dann wieder Dressurwettbewerbe im Hauptstadion erleben werden.“ Die meisten Dressurprüfungen im Deutsche Bank Stadion sind bereits ausverkauft, es gibt noch Karten für den Donnerstag. Beim Preis der Teschinkasso, Grand Prix CDIO, werden bereits alle Top-Stars mit ihren besten Pferden zu erleben sein. Auch das ewig junge Duell Deutschland – Holland wird an diesem Tag im Lambertz Nationenpreis entschieden werden – und die Frage, ob die starken Briten und US-Amerikaner eine Rolle spielen werden. Die Tickets können hier oder an der Hotline (0241-917-1111) bestellt werden.

    Beim CHIO Aachen 2011 werden all die großen Namen erstmalig aufeinandertreffen. Da ist natürlich Matthias Rath mit Totilas, dem Superhengst. Beide hatten einen guten Start, doch Konkurrenten auf allerhöchstem Niveau gibt es viele: Laura Bechtolsheimer und ihr Mistral Hojris, genannt „Alf“, zum Beispiel. Die dreifache Silbermedaillengewinnerin von Kentucky ist seit Monaten in überragender Form. Auch Hollands Adelinde Cornelissen, die jüngst das FEI-Weltcup-Finale gewann, reist mit guten Chancen in die Soers. Im Sattel von Parzival wurde sie zudem Zweite beim Deutsche Bank Preis 2010. Auch der Aachen-Sieger von 2009, Steffen Peters aus den USA, hat zugesagt. „Auf ihn freue ich mich besonders“, sagt CHIO Aachen-Turnierdirektor Frank Kemperman, „denn nach seinem Sieg in Aachen 2009 ist Steffen überhaupt nicht mehr in Europa an den Start gegangen und Aachen wird 2011 auch sein einziger Start in Europa sein.“ Wer also Steffen Peters mit Ravel erleben will, muss zum CHIO kommen. Sportlich überzeugte Peters im Sattel von „Ravel“ weiterhin, zuletzt machte er als WM-Dritter in Kentucky von sich reden. Auch auf Isabell Werth darf man gespannt sein und natürlich darauf, wer in die deutsche Mannschaft kommen wird. Obendrein wird es in Aachen zu einem interessanten Wiedersehen kommen: Der Niederländer Edward Gal wird erstmals auf sein Ex-Pferd Totilas treffen.

    16.06.2011 - "Appassionante" beim CHIO

    Sie kommen aus Rom, sehen umwerfend aus und können auch noch richtig gut singen. Die drei Sopranistinnen von „Appassionante“ – die Markenbotschafterinnen von airberlin – werden bei der „CHIO Aachen-Eröffnungsfeier, präsentiert von airberlin“ am 12. Juli ab 17 Uhr im Hauptstadion zu erleben sein.

    Es ist kaum eine passendere musikalische Begleitung zur Eröffnungsfeier des CHIO Aachen 2011 vorstellbar. Italien wird als das offizielle Partnerland die prächtige Feier bestimmen. Optisch mit den prächtigen berittenen Carabinieri, Hirtenreitern aus der Maremma oder der Stuntgruppe „Pariglias“. Nun werden auch die musikalischen Höhepunkte original italienisch sein. Die drei Sängerinnen Stefania Francabandiera, Mara Tanchis und Giorgia Villa, die allesamt eine klassische Ausbildung absolviert haben, haben bereits versprochen, große italienische Melodien mit nach Aachen zu bringen. Ob „Nessun Dorma“ oder ein Verdi-Medley – die Zuschauer dürfen sich auf echte Klassiker freuen. Auch der offizielle airberlin-Song „Wings“ wird dabei sein, der eigens für airberlin komponiert wurde. Darüber hinaus dürfen sich die Zuschauer auf eine italienische Springreit-Legende freuen: Bis heute ist Piero d`Inzeo mit vier Siegen im Großen Preis von Aachen, errungen zwischen 1952 und 1965, alleiniger Rekordhalter. Er wird gemeinsam mit seinem großen alten Rivalen Hans Günter Winkler an der Feier teilnehmen.

    Noch gibt es Karten für die Eröffnungsfeier. Die Tickets sind online, an der Hotline (0241-917-1111) oder in der Geschäftsstelle auf dem Turniergelände erhältlich, sie kosten zwischen 6 und 35 Euro. Natürlich sind die Karten den ganzen Tag über fürs Hauptstadion gültig. Der Tag beginnt um 9.30 Uhr mit dem NETAACHEN-Preis, ab 13.30 Uhr folgt der STAWAG-Preis, so dass der großen Show bei der Eröffnungsfeier bereits großer Sport vorausgehen wird. In den beiden Prüfungen werden bereits alle nationalen und internationalen Top-Springreiter mit ihren besten Pferden zu erleben sein.

     

    Tickets für die Eröffnungsfeier, präsentiert von airberlin gibt es hier.

    Ticket-Hotline: 0241-917-1111

    13.06.2011 - Top-Sport am Soerser Sonntag

    Traditionell ist der Soerser Sonntag, präsentiert von Warsteiner, der inoffizielle Eröffnungstag des Weltfests des Pferdesports, CHIO Aachen. Zehntausende Besucher kommen an diesem Tag der offenen Tür bei freiem Eintritt auf das Turniergelände in der Soers, um schon einmal Turnierluft zu schnuppern, das Show-Programm zu bestaunen und im CHIO-Village zu shoppen.

     

    Aktuell dürfen sie sich zudem auf Top-Sport freuen, denn „der CHIO Aachen ist in diesem Jahr für viele osteuropäische und asiatische Länder Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele 2012 in London“, so CHIO-Turnierdirektor Frank Kemperman. Rund 45 Starter aus 16 Nationen werden in den Parcours gehen, darunter Reitsport-Exoten wie die Philippinen, Aserbaidschan oder Israel. „Mit der Ukraine hat aber auch der WM-Vierte von Aachen 2006 gemeldet“, so Kemperman. Die Ukraine startet mit Alexander Onyshchenko, Katharina Offel, Björn Nagel und Cassio Rivetti. Das siegreiche Team und der beste Einzelstarter sind für Olympia qualifiziert, der Einzelsieger erhält zudem eine Starterlaubnis für den CHIO Aachen 2011.

     

    Die Springprüfung mit zwei Umläufen beginnt am Soerser Sonntag, 10. Juli, um 13 Uhr im Fahrstadion. In der Pause (ca. 15 Uhr) gibt es das Showprogramm auf dem Trainingsplatz direkt vor der Reitertribüne.

    10.06.2011 - Nominierungen für Silbernes Pferd

    Medienpreis "Das Silberne Pferd 2011": Hochkarätige Beiträge sind nominiert

    Welcher Artikel ist am lebendigsten, am spannendsten geschrieben? Welcher Hörfunk-Beitrag ist am informativsten, welche TV-Sendung wurde am besten umgesetzt und welche Geschichte am besten recherchiert? Der Medienpreis „Das Silberne Pferd“ hat sich zu einer renommierten Auszeichnung entwickelt. In den Kategorien Print, TV und Hörfunk wurden aktuell wieder die jeweils drei besten Beiträge der letzten zwölf Monate nominiert. Die Preise in den drei Kategorien sind mit jeweils 2.600 Euro dotiert und werden im Rahmen der offiziellen CHIO-Eröffnungsfeier, präsentiert von airberlin, am 12. Juli vom Deutschen Reiter- und Fahrerverband e.V. in Zusammenarbeit mit dem Aachen-Laurensberger Rennverein e.V. (ALRV) vergeben.

    Nominiert wurden (jeweils in alphabetischer Reihenfolge) in der Kategorie Print Maik Großekathöfer (DER SPIEGEL), Dr. Roger Repplinger (kicker Sportmagazin) und Jan Tönjes (St. Georg), in der Kategorie TV Ulla Lachauer (WDR), Barbara Luzi (NDR) und Kerstin Wrage (NDR) sowie in der Kategorie Hörfunk Silke Frenzel (ARD) und Kirsten Lemke (Deutschlandradio).

    Spannend bleibt es bis zum Schluss, denn die drei Gewinner werden erst bei der Preisverleihung im Rahmen der CHIO Aachen-Eröffnungsfeier am 12. Juli bekanntgegeben. In allen drei Kategorien wurden erstklassige und hochinteressante Beiträge – vom Interview bis zur Reportage - eingereicht. Zur Entscheidungsfindung hat die Jury unter anderem Kriterien wie Themenauswahl, Themenvermittlung, Recherche und journalistische Gesamtleistung angewandt.

    Die siebenköpfige Jury bestand aus den Vorjahressiegern Christina Hucklenbroich (Siegerin Kategorie Print 2010), Anja Nehls (Siegerin Kategorie TV 2010) und Marcus Tepper (Sieger Kategorie Hörfunk 2010) sowie Nadine Capellmann (ehem. Doppelweltmeisterin Dressur), Dr. Ute Gräfin Rothkirch (Vorstandsmitglied Deutscher Reiter- und Fahrerverband), Wolfgang Brinkmann (Präsident Deutscher Reiter- und Fahrerverband) und Michael Mronz (Geschäftsführer Aachener Reitturnier GmbH).

     

    Nominierte zum Medienpreis
    „Das Silberne Pferd“ 2011

    (in alphabetischer Reihenfolge)

    Print

    • Maik Großekathöfer für „Der tanzende König“, erschienen am 14. März 2011 in „DER SPIEGEL“
    • Dr. Roger Repplinger für „Schwarzes Gold“, erschienen am 14. Februar 2011 im „kicker Sportmagazin“
    • Jan Tönjes für „Deutschland, ein Winter-(Schulze)Märchen“, erschienen in der Ausgabe 1/2011 des „St. Georg“

    TV

    • Ulla Lachauer für „Wie der Reitsport nach Westfalen kam“, gesendet am 24. September 2010 im WDR
    • Barbara Luzi für die 2-teilige Reportage „Die Pferdepolizei – Hamburgs neue Reiterstaffel“, gesendet am 11. und 25. November 2010 im NDR
    • Kerstin Wrage für „Sieger, Hengste, Schockemöhle“, gesendet am 22. Oktober 2010 im NDR

    Hörfunk

    • Silke Frenzel für die Beitragsreihe „CHIO – Zukunft für den Nachwuchs“, gesendet im Juli 2010 in den Hörfunkwellen der ARD
    • Kirsten Lemke für „Nach dem ,Großen Wall’ in ,Pulvermanns Grab’“, gesendet am 13. Mai 2010 im Deutschlandradio Kultur

    06.06.2011 - Neue website online

    Organisatoren des Weltfests des Pferdesports stellen Innovationsoffensive vor

    Hochmodern und emotional – so sieht die neue Internetseite des Weltfests des Pferdesports, CHIO Aachen, aus. Das niegelnagelneue www.chioaachen.de steht im Mittelpunkt einer Innovationsoffensive, die die Organisatoren der weltweit renommiertesten Pferdesportveranstaltung nun vorstellten.

    Zentrales Element der neuen Seiten sind die großformatigen Bilder. Egal ob Sport, Konzert oder Gala-Abend: Großflächig werden Emotionen transportiert und die vielen Facetten des CHIO Aachen deutlich gemacht. Die Bedienung der Seite erfolgt nahezu intuitiv, über die großen Bilder können die Inhalte direkt angewählt werden. „Diesen ,Wisch-Charakter´ kennen die meisten bereits von den modernen Handys“, so Frank Kemperman, Vorstandsvorsitzender des Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV). Dieser sogenannte „Cover-Flow“ wird ergänzt durch sechs Navigationspunkte: Tickets, Programm/Sport, Service, CHIO & Co, News und Fan-Shop. „So garantieren wir das schnelle Auffinden aller benötigten Informationen“, erläutert Kemperman.

    „Viele internationale Sportveranstaltungen“, so Michael Mronz, Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH (ART), „sind noch nicht richtig im digitalen Medienzeitalter angekommen .“ Um sich aber dauerhaft auf hohem Niveau zu behaupten, seien Innovationen in allen Bereichen unerlässlich. Nachdem in den vergangenen Jahren umfangreich die Infrastruktur der traditionsreichen Turnieranlage in der Aachener Soers ausgebaut und erneuert wurde, wird nun zusätzlich im Bereich der neuen Medien investiert. Neben der neuen Internetseite stellte Mronz noch ein hochmodernes neues Ticketsystem sowie ein Presse-Intranet vor. Durch dieses Intranet landen alle Informationen ohne zeitliche Verzögerung direkt auf den Notebooks der Journalisten, zusätzlich werden die Medienvertreter mit zahlreichen Hintergrundinformationen versorgt.

    Gehostet werden die Internet-Seiten bei der NETAACHEN GmbH, die bereits seit 2000 offizieller Telekommunikationsdienstleister des CHIO Aachen ist. Geschäftsführer Andreas Schneider weiß folglich um die Besonderheiten der Veranstaltung und die daraus resultierenden Anforderungen: „Während des Turniers muss der Server mit mehr als 35 Millionen Klicks klarkommen, dazu kommt, dass Ergebnisse aus 5 Disziplinen parallel online dargestellt werden müssen“, nennt Schneider zwei der Herausforderungen.

    Layout und Programmierung der neuen Seite stammen von der Aachener Agentur „Power & Radach GmbH“, die die CHIO-Organisatoren vorab mit ihrem Konzept überzeugen konnten. „Das international führende Reitsportereignis multimedial zu präsentieren, ist eine fantastisch vielfältige Aufgabe, die wir mit Kreativität, Ehrgeiz und viel Spaß anpacken", so die Geschäftsführer Bernd Steinbrecher und Carlo Blatz.

    03.06.2011 - Der Ritter und sein edler Rappe

    Exklusiv für das neue CHIO Aachen-Magazin hat Dressur-Star Matthias Rath einmal Helm und Rüstung angezogen. Gemeinsam mit Freundin Franziska Eisenmann und Ausnahmepferd Totilas ließ er sich von Fotograf Holger Schupp ablichten. Entstanden ist eine außergewöhnliche Bilderstrecke.

    Das CHIO Aachen-Magazin erscheint Mitte Juni, bestellt werden kann es per Mail (conny.muetze@chioaachen.de), mehr Informationen zum CHIO Aachen-Magazin finden Sie hier.

    Hier geht`s zum Making of.

    01.06.2011 - Alle WM-Stars am Start

    Noch sind es 37 Tage bis zum Beginn des Weltfests des Pferdesports, CHIO Aachen 2011. Doch bereits heute steht fest, dass vom 8. bis zum 17. Juli wieder die besten Reiter der Welt am Start sein werden, einige der prominentesten Namen haben bereits zugesagt.

    Für alle Disziplinen sind beim diesjährigen CHIO Aachen bereits die besten deutschen Reitsportler gemeldet. Auch die deutsche Springmannschaft, die im Herbst den Weltmeistertitel in Kentucky holte, wird auf dem traditionsreichen Turniergelände in der Soers starten.

    Ganz aktuell haben die drei erstplatzierten Springreiter der WM 2010 für den diesjährigen CHIO Aachen gemeldet. Der amtierende Weltmeister Philippe le Jeune (BEL), Abdullah al Sharbatly aus Saudi Arabien und Eric Lamaze aus Kanada. Letzterer siegte 2010 im ROLEX Grand Prix in Aachen – mit einem gebrochenen Fuß. Europameister Kevin Staut aus Frankreich, Rodrigo Pessoa aus Brasilien und Jos Lansink aus Belgien sind weitere Weltklasse-Springreiter, die ihre Teilnahme bereits fest zugesagt haben.

    Auch im Dressursport sind alle großen Namen vertreten. Unter anderem haben Adelinde Cornelissen (NED), Laura Bechtolsheimer (GBR) und Steffen Peters (USA), der 2009 den Deutsche Bank Preis beim CHIO Aachen gewonnen hat, gemeldet. Weltmeister Edward Gal aus den Niederlanden wird nach dem Verkauf von Totilas im Sattel von Sisther de Jeu zu erleben sein.

    Fans der Vielseitigkeit können sich unter anderem auf die Buschreiter-Legende Mark Todd freuen, der jüngst im englischen Badminton eine der schwersten Prüfungen der Welt gewann. Das hochkarätige Teilnehmerfeld wird durch den Neuseeländer Andrew Nicholson ergänzt, Sieger im DHL-Preis beim CHIO Aachen 2010. Auch Weltmeister und Vielseitigkeits-Superstar Michael Jung wird in der Soers dabei sein.

    Für fast alle Prüfungen sind noch Tickets entweder online unter www.chioaachen.de oder an der Hotline (0241-917-1111) erhältlich.

    19.05.2011 - Rigoletto und Vespas

    Stelzenläufer in grün, weiß, rot, venezianische Masken, knatternde Vespas und Lambrettas, schwingende italienische Flaggen, dazu spielen ein Gitarrist und ein Geiger des Sinfonieorchesters Aachen Paganini – der CHIO Aachen sagt: „Benvenuta Italia“. Am Donnerstag stellten die Organisatoren viele Programmpunkte rund um das diesjährige Partnerland vor.

    Schon das Konzert „Pferd und Sinfonie“ am Samstag, 9. Juli, 20.30 Uhr, steht ganz im Zeichen Italiens. Hier trifft großer Sport auf große Musik. Höhepunkt des Abends ist der Auftritt des italienischen Dressurstars Valentina Truppa, die eine eigens für diese Veranstaltung arrangierte Kür vorbereitet hat. Für die musikalische Begleitung ist das Sinfonieorchester Aachen verantwortlich. „Wir werden wunderschöne italienische Melodien im Deutsche Bank Stadion spielen. Angefangen bei Opernmusik von Verdi und Rossini über Filmmusik aus „Der Pate“ bis hin zu Unterhaltungsmusik wie „Azzuro“ von Adriano Celentano ist alles dabei, was das Herz begehrt. Für uns ist es eine besondere Freude, bei diesem Spektakel dabei zu sein“, erzählt Péter Hálasz, 1. Kapellmeister des Sinfonieorchesters Aachen. Karten für „Pferd & Sinfonie“ gibt es online unter www.chioaachen.de oder an der Ticket-Hotline: 0241 – 917 – 1111.

    70 Pferde und 100 Personen werden das Rahmenprogramm des CHIO Aachen mitgestalten. Eine kleinere Delegation wird bereits am Montag, 11. Juli auf dem Aachener Marktplatz von vielen Aachenern empfangen. Bei der Eröffnungsfeier am Dienstag, 12. Juli werden unter anderem berittene Carabinieri in ihren prächtigen Gala-Uniformen, römische Streitwagen, die italienischen Stunt-Reiter „Pariglias“ und die Cavalieri di Maremma, berittene Pferdehirten aus der südlichen Toskana, zu sehen sein. Auch die Stelzenläufer der Gruppe „Ensemble Finesse“ werden beim CHIO Aachen 2011 mehrere Auftritte haben. „Wir freuen uns ganz besonders darauf, als Aachener Künstler bei solch einem großartigen Event mit dabei zu sein“, sagt Martin Fuhrberg, Geschäftsführer von „Ensemble Finesse“. Am Donnerstag stieg er mit zwei weiteren Kollegen schon mal auf die Stelzen. Die italienischen Gäste werden die gesamten Turniertage bestimmen, wie Turnierleiter Frank Kemperman erläuterte: „Die Besucher können sich auf die einmalige südländische Atmosphäre sowie auf italienische Musik und Folklore freuen. Außerdem werden wir dieses Jahr mit köstlichen italienischen Speisen verwöhnt."

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