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Aachen, 13. Februar 2006

CHIO Aachen ist für Hans Günter Winkler das "Nonplusultra"
Durch Umbau sogar noch Tickets fürs Wochenende

Fast so schön wie der Weltmeistertitel war für Hans Günter Winkler die spontane Reaktion seines unterlegenen Konkurrenten Raimondo d´Inzeo. "Er sprang vom Pferd, rannte auf mich zu und rief ,Hans, wunderbar, fantastisch´". Der legendäre deutsche Springreiter war am Montag beim Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV) zu Gast, um über seine Erlebnisse bei der ersten WM in Aachen 1955 zu plaudern. Schließlich wird das nächste Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2006 (17. bis 21. Mai), eine nostalgische Zeitreise in die Reitsportgeschichte seit eben 1955 ermöglichen. Unter dem Motto "50 Jahre plus 1". "Und so lange kenne ich meinen Freund Hans Günter Winkler auch schon", freute sich ALRV-Präsident Klaus Pavel über den prominenten Besuch. "Er ist die Legende, er hat zusammen mit Fritz Thiedemann den Reitsport nach dem Krieg in Deutschland populär gemacht." Welche Emotionen damals und in den folgenden Jahrzehnten in Aachen zu erleben waren, welche berühmten Sportler und ihre Pferde hier Triumphe feiern oder Niederlagen einstecken mussten, wird der CHIO 2006 noch einmal zeigen. "Eine Nostalgie-Ausstellung im Vorfeld des Turniers, ein stimmungsvolles Rahmenprogramm mit vielen Schaubildern, alten Prüfungen und früheren Reitern und natürlich die aktuellen sportlichen Höhepunkte machen den CHIO 2006 zu etwas Besonderem", sagte ALRV-Geschäftsführer Frank Kemperman. Erstmals wird es am Freitagabend, 19. Mai, auch Wettkämpfe der Voltigierer beim CHIO geben. Und die gute Nachricht: "Wegen der höheren Kapazität auf dem umgebauten Turniergelände können wir derzeit sogar noch einige Restkarten für das Wochenende anbieten. Besonders können sich die Besucher auf die Eröffnungsfeier am Mittwoch freuen, die so gefühlvoll und dramatisch wie eine italienische Oper wird", erklärte Michael Mronz, Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH. Auf fünf Tage ist das Weltfest des Pferdesports in diesem Jahr wegen der WM in sieben Pferdesportdisziplinen (20. August bis 03. September 2006) verkürzt. "Der CHIO ist für uns aber keine Generalprobe für die WM", sagte Mronz. "Das würde unserem Turnier mit seinem internationalen Ruf nicht gerecht. Der CHIO Aachen ist der CHIO Aachen." Mit einer langen Tradition, die auch das am Montag vorgestellte Plakat 2006 verdeutlichen soll, das eng angelehnt ist an das Design des Programmbuchs von 1955.

Für Hans Günter Winkler ist das Turnier "das Nonplusultra, das Wimbledon des Reitsports. Aachen war immer meine reiterliche Heimat. Es gibt viel große Turniere, aber keines, das so von der Bevölkerung gelebt wird. Hier muss man geritten sein und gewonnen haben, um im Reitsport jemand zu sein." Heute wie damals. Als Außenseiter hatte Winkler 1954 in Madrid den Weltmeistertitel geholt. "Aber dort fehlten einige große Sportler. Ein Jahr später wollte ich dann in Aachen allen zeigen, dass ich zurecht Weltmeister geworden war." Es gelang, im spannenden Stechen gegen d´Inzeo vor zehntausenden begeisterten Zuschauern. Der Italiener wurde - wie viele andere Sportler - zu "einem Freund fürs Leben. Trotz des erst kurz zurückliegenden Krieges waren wir alle eine große Familie. Mein Ziel war am Anfang aber nicht, Weltmeister zu werden, sondern aus dem Dreck herauszukommen." Und so kehrt Winkler immer wieder gern an die Stätte seines großen Triumphes zurück. "Unglaublich, wie sich in Aachen alles weiterentwickelt hat. Dieses wunderbare moderne Springstadion: Große Dinge werden am ehesten hier in der Soers verwirklicht."

Tickets für den CHIO Aachen 2006 gibt es hier.
Ticket-Hotline: 0241-917-1111.