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Aachen, 18. November 2005

Reit-WM in Aachen: Am 20. August 2006 hat das lange Warten ein Ende
Eröffnungsfeier wird spektakulär, bunt und rasant

Olympiasieger, Welt- und Europameister, deutsche Reitsportlegenden und die designierte Bundeskanzlerin Angela Merkel; hunderte Jugendliche aus der Region und natürlich viele Pferde: Spektakulär, bunt und rasant soll das Willkommen der Besucher aus dem In- und Ausland bei den Reit-Weltmeisterschaften in Aachen (20. August bis 03. September) werden.
Dass Pferde verschiedener Landgestüte gemeinsam ins Trainingslager fahren, kommt nicht so häufig vor. Für die Reit-WM wird eine Ausnahme gemacht. Schließlich wird die große Quadrille mit 64 Hengsten einer der Höhepunkte der farbenprächtigen Eröffnungsfeier am Sonntag, 20. August 2006. Eine Weltpremiere. Und damit alles klappt, heißt es üben, üben, üben. Um im Springstadion die dann über 40 000 Besucher für rund 90 Minuten auf eine emotionale Reise mitzunehmen. Dafür sorgt auch Jürgen Nees als Regisseur der Show. Wie man das Publikum begeistert, hat der Hamburger Dramaturg schon mit eigenen Theaterstücken und bei Tourneen von Peter Maffay und dessen "Tabaluga"-Kindermusical gezeigt.
"Wir wollen mit der Eröffnungsfeier Begeisterung für die zwei Wochen wecken. Die WM lebt vom Sport, vor allem aber von Emotionen," sagt Frank Kemperman, Geschäftsführer des Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV) und WM-Turnierdirektor. Zwei Wochen, in denen das Publikum erstmals die Weltmeisterschaften in sieben Pferdesportdisziplinen - Springen, Dressur, Eventing/Vielseitigkeit, Fahren, Distanzreiten, Voltigieren und Reining/Westerndressur - in Deutschland erleben darf. Entsprechend groß ist die Zuschauerresonanz, knapp 300 000 aller 500 000 Tickets wurden bereits neun Monate vor Beginn der Wettkämpfe abgesetzt. "Der Vorverkauf läuft überwältigend", sagt ALRV-Präsident Klaus Pavel. Fürs Springen gibt es nur noch Stehplätze, einzelne Finaltage der weiteren Disziplinen sind zum Teil ausverkauft. Um die Wettbewerbe für das Publikum noch spannender zu machen, sind für das Reining nun sogar zwei Finaltage angesetzt worden: Am Freitag, 1. September, kämpfen die Mannschaften und am Sonntag, 3. September, die Einzelreiter um Medaillen.
"Aber für die Eröffnungsfeier können wir den Menschen erfreulicherweise noch Karten in allen Kategorien anbieten", sagt Klaus Pavel. Und das zu günstigen Preisen zwischen zehn und sechzig Euro. "Dann hat das lange Warten seit den letzten Weltmeisterschaften 2002 im spanischen Jerez ein Ende", freut sich schon Soenke Lauterbach, für die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) im Organisationskomitee. "Die riesige Erfahrung des ALRV hat Aachen für die Austragung der Wettkämpfe prädestiniert." Zahlreiche Welt- und Europameisterschaften in der Dressur und im Springen, dazu das alljährliche Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen, hat das Turniergelände in der Aachener Soers schon erlebt. Und so wird die Eröffnungsfeier nicht nur ein Ausblick auf die sportlichen Höhepunkte der zwei WM-Wochen, sondern auch eine nostalgische Rückschau. Die Geschichte des Pferdesports in Aachen - der Legende nach war es das Pferd Karls des Großen, das die berühmten Aachener Thermalquellen entdeckte -, die Geschichte der WM, die Geschichte Aachens: Es gibt viel zu erzählen und damit auch zu sehen. Rund eintausend Reiter, Tänzer und Jugendliche, viel Musik, Schaubilder und bunte Fahnen; 300 Pferde und Ponys. Nicht nur auf den Rängen sondern auch auf dem Rasen wird es voll werden am 20. August 2006. Ein Datum, auf das sich Reitsportfans weltweit freuen.

Alle Infos: www.aachen2006.de
Ticket-Hotline: (0241) 917 - 11 11