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Aachen, 20. Oktober 2005
Der Boden ist bereits reif für die
WM Aachen 2006
Frank Kemperman: Rasen muss besser sein als im Fußballstadion
Die
Erde wurde gesiebt, der Boden mit einer Drainage für
den Wasserabfluss ausgestattet und das Gras neu eingesät:
Der Parcours im Springstadion ist bereit für die zwei
Großereignisse im kommenden Jahr. Dann, wenn erneut
die internationale Reitelite zum Weltfest des Pferdesports,
CHIO Aachen 2006 (17. bis 21. Mai), und zu den Weltmeisterschaften
(20. August bis 03. September) in die Soers reist. Auch für
die Dressurreiter, die bei der WM in der 40.000-Zuschauer-Arena
um Medaillen kämpfen werden, ist bereits das Viereck
angelegt worden.
Die niederländische Firma Agterberg BV, die schon den
Boden für die Geländestrecke in den Soerser Wiesen
beim WM-Vielseitigkeitstest erfolgreich präpariert hatte,
war nach dem CHIO 2005 beauftragt worden, die drei Schichten
der Platzoberfläche vorübergehend abzutragen und
eine neue Drainage zu verlegen. "Der Boden war beim diesjährigen
CHIO nicht optimal", sagt Frank Kemperman, Geschäftsführer
des Aachen-Laurensberger Rennvereins e.V. (ALRV). So habe
auch das Dach der neuen Reitertribüne an manchen Stellen
des Rasens für zu viel Schatten und zu wenige Sonnenstrahlen
gesorgt. Ein Problem, das durch die jetzt ausgesäte Spezialsorte
gelöst wurde. "Dabei handelt es sich um eine Grasmischung,
die im Schatten gedeiht, im Winter weiter wächst und
eine besonders belastbare Rasenmatte schafft", sagt Kees
Haaksman, Geschäftsführer bei Agterberg BV.
Die Stabilität der Rasenmatte ist für den Springsport
von entscheidender Bedeutung. "Sie muss besser sein als
beim besten Fußballfeld", erläutert Kemperman.
Und Kees Haaksman ergänzt: "Die Kräfte, die
die Hufe eines Pferdes beim Abspringen und vor allem beim
Aufsetzen ausüben, sind sehr viel größer als
bei Aktionen von Fußballspielern." Der Boden selbst
lasse sich dagegen durchaus mit der Deckschicht eines guten
Fußballplatzes vergleichen. In Aachen wurde eine Mischung
mit Lavasand und Polypropylenfasern benutzt, durch die der
Boden auch bei extremer Belastung stabil bleibt.
Und da in Aachen nicht immer nur mit strahlendem Sonnenschein
gerechnet werden kann, ließ der ALRV auch eine Drainage
für den Wasserabfluss legen. "Der Boden sollte selbst
übelstem Wetter gewachsen sein", sagt Haaksman.
Also anhaltendem Regen oder kurzen heftigen Regenschauern.
Und die soll es in Aachen ja auch gelegentlich geben.
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